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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke gegen neuen Neumarkt-Plan
Zwischenüberschrift:
Auch Politiker skeptisch: Wo ist der Investor?
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Gegenentwurf der centerkritischen Kaufleute zum Neumarkt stößt in der Politik auf Interesse, aber auch auf Skepsis. " Von der Idee her nichts dagegen", sagte Thomas Thiele (FDP), " aber wo ist der Investor?" Die Stadtwerke haben schon mal gerechnet und sagen eindeutig: Nein.

Die Idee der Initiative " Lebendiges Osnabrück" ist, die Busse aus der Johannisstraße zu verbannen und anstelle eines Einkaufszentrums einen Busbahnhof zu bauen. Unter dem zentralen Busplatz sieht das Konzept eine Tiefgarage vor.

Aus allen politischen Lagern kam Lob für den Vorstoß der Kaufleute. Der Entwurf zeige, dass die Initiative Interesse an einer attraktiven Umgestaltung des Neumarktes habe " und nicht gegen jede Planung ist", erklärte Anette Meyer zu Strohen (CDU). " Selbstverständlich sollten die neuen Ideen in die Planungen für den Neumarkt mit aufgenommen werden. Wir begrüßen alles, was den Neumarkt attraktiver macht", sagte sie.

Auch SPD-Fraktionschef Frank Henning, Jens Meier (Grüne) und Thomas Thiele (Grüne) begrüßten, dass sich die kritische Kaufmannschaft aus ihrer Blockade löse und sich konstruktiv an der Neumarkt-Planung beteilige. Alle drei Kommunalpolitiker sehen allerdings große Fragezeichen und halten eine Realisierung für unwahrscheinlich. Die zentralen Fragen, die alle befragten Politiker aufwarfen, sind: Gibt es einen Investor? Stehen die Grundstücke zur Verfügung?

Frank Henning äußerte sich sehr skeptisch über die Wirtschaftlichkeit des Projektes und bezweifelt daher, dass sich ein Geldgeber findet. Außerdem sei nicht zu erwarten, dass der Centerentwickler mfi die Grundstücke hergebe. Die Unterführung für Fußgänger zwischen Großer Straße und Johannisstraße sei ein " Rückfall in die Fünfzigerjahre". Die großen Verlierer dieses Konzeptes wären nach Hennings Meinung die Anlieger der Johannisstraße, die ohne den " Frequenzbringer Nahverkehr" vollends von der Innenstadt abgekoppelt würden.

Ähnlich äußerte sich Jens Meier (Grüne). Er stellte auch die Frage: " Brauchen wir an dieser Stelle eine Tiefgarage mit 400 Stellplätzen?" Die Zufahrt über die Seminarstraße sei hochproblematisch. Thomas Thiele (FDP) meint: " Der Vorschlag kommt spät, aber besser als nie." Wenn die Initiative Investoren heranschaffe und " alles ordentlich vorrechnet", sollten Politik und Verwaltung das Konzept genauer prüfen.

Stadtbaurat Wolfgang Griesert (CDU) sagte, die Initiative wähle einen neuen Ansatz für Johannisstraße und Neumarkt: die Befreiung vom Busverkehr. Das biete Entwicklungsräume, schaffe aber neue Probleme. Auch Griesert hegt Zweifel, ob sich ein Investor findet.

Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes, dem die Pläne in der vergangenen Woche präsentiert wurden, hat grob durchrechnen lassen: Die Zeitverzögerungen, die durch die schwierige Zu- und Abfahrt entstünden, würden jährliche Zusatzkosten von 750 000 Euro verursachen. Der neue Busbahnhof böte eine " Hinterhof-Atmosphäre", so Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer. Erfahrungen anderer Städte zeigten, dass die Verlagerung zentraler Umsteigepunkte weg von der Verkehrsmitte zu gravierenden Einbußen bei den Fahrgastzahlen geführt habe. Hörmeyer: " Für uns ist der Plan in keinster Weise akzeptabel, wir lehnen ihn ganz klar ab."

Bildtext:
Das Konzept " Neue Mitte" der Initiative " Lebendiges Osnabrück"
Autor:
Wilfried Hinrichs


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