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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit wertvollen beruflichen Erfahrungen zurückgekehrt
Zwischenüberschrift:
Europässe Mobilität für 80 Auszubildende
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sie haben sich mit Händen und Füßen verständigt. Sie haben über Arbeitsabläufe gestaunt. Und sie würden es alle noch einmal tun. 80 Auszubildende aus der Region waren in den vergangenen beiden Jahren in verschiedenen Firmen Europas unterwegs. Dafür gab es nun in den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Haste für jeden den sogenannten Europass Mobilität.
Ihre Einsatzorte reichten von Spanien bis Schottland und von Irland bis Polen. Als angehende Hauswirtschafterinnen, Speditionskaufleute oder Garten- und Landschaftsbauer arbeiteten sie zwischen drei und 13 Wochen in Betrieben im europäischen Ausland.
Dabei hatten sie etwas im Gepäck, was ihnen gar nicht bewusst gewesen sein dürfte: Produktivität und Qualitätsbewusstsein. Überrascht waren etwa drei angehende Hauswirtschafterinnen, die in einem Hotel in Polen arbeiteten. Mit der Pünktlichkeit habe es man dort nicht so genau genommen, berichteten sie etwa bei der Präsentation ihrer Erfahrungen. " Uns wurde von den Kolleginnen auch gesagt: Immer schön langsam. Wir haben uns dann selber Arbeit gesucht." Weitere ungewohnte Erfahrungen sammelten andere Azubis in einem Hotel in Spanien. Dort habe man kaum frisch gekocht, sondern überwiegend Fertignahrung verwendet.
Leonardo-Programm
In Spanien habe es auch Sprachschwierigkeiten gegeben, da man dort auch nicht immer mit Englisch weitergekommen sei. " Wir hatten aber einen Kollegen, der ein paar Jahre in Deutschland gewesen war und ein bisschen erklären konnte", erzählte der Garten- und Landschaftsbau-Azubi Maximilian Koch. Angetan zeigten sich alle jungen Leute von der Hilfs- und Unterstützungsbereitschaft der Kollegen. Das Praktikum im ausländischen Betrieb, der Blick über den Tellerrand eröffne viele Chancen, zeigte sich Susanne Breiwe überzeugt. " Sie vertiefen damit ihre Sprachkenntnisse, sie entwickeln Verständnis für fremde Verhältnisse und festigen ihr persönliches Auftreten", sagte die stellvertretende Landrätin den Auszubildenden.
Mobilität sei eine der Lösungen, damit der Glaube an Europa nicht verloren gehe, meinte Matthias Groote. Der Europaparlamentsabgeordnete bezeichnete es als richtig, dass die EU die Mittel für das Leonardo-Programm (es finanziert den Austausch der Auszubildenden) um 70 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro aufgestockt habe. " Die EU lebt in den Regionen und deshalb ist es wichtig, dass sie dies durch ihre Mobilität kennengelernt haben", sagte Groote.
Verwaltet wird Leonardo vom Bundesinstitut für berufliche Bildung. Die Agentur sammelt die 120-seitigen Anträge und entscheidet über die Zusagen. Auszufüllen haben die Formulare die Betriebe, die Azubis ins europäische Ausland schicken wollen. Seit 1998 müssen Lehrlinge für gewünschte Praxisaufenthalte freigestellt werden. Die Auszubildenden erhalten für ein dreiwöchiges Praktikum gut 700 Euro, von denen sie alle Kosten vor Ort zu bestreiten haben.

Bildtext:
Sie " leben Europa": BBS-Leiter Peter Befeldt (rechts), Auszubildende und weitere Gäste bei der Vergabe der Europässe.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
steb


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