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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Boulevard Martini"
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Die Europäische Union macht es möglich: Nun ist die Stadt Osnabrück also endlich gezwungen, aktiv zu werden, nachdem die hiesige Kommunalpolitik auch bei diesem Problem lange Jahre problemlösungsresistent erschien.

Lärm macht krank, selbstverständlich auch Autolärm. Und um diesen geht es hier. Die aufgezeigten Alternativen, Tempo 30, Flüsterasphalt, Straßengestaltung und passiver Lärmschutz, sind aus meiner Sicht keine Alternativen sie ergänzen sich. Kurzfristig ist eine flächendeckende Temporeduzierung die effektivste und billigste Variante (bedeutsam auch, dass der Straßenverkehr dadurch sicherer würde, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer).

Aber! Aber es gäbe dann ja schwerwiegende Nachteile für den Individual- und Nahverkehr′; gemeint ist damit ein Akzeptanzproblem′ bei den Autofahrerinnen und Autofahrern [. . .]. Wie feinfühlig und großzügig wir doch sein können, wenn es um Belange des Autoverkehrs geht! Da ist kommunalpolitisch Tempo 30 höchstens in der Neumarktpassage denkbar . . . Übrigens habe auch ich ein Akzeptanzproblem, hervorgerufen durch den Lärm von und die Gefährdung durch Zigtausend Pkw und Lkw auf der Martini- schnell′-straße. [. . .]

Ich träume von einem Boulevard Martini′ mit grünen Bauminseln und mit viel weniger Autos, die viel langsamer fahren. Ist ein solches Denken unrealistisch? Nein, es gibt mittlerweile viele Städte, die erkannt haben, dass durch flächendeckende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung alle gewinnen, weil sich dann die Aufenthalts- und Wohnqualität erheblich steigert. Es ist schon ein wenig armselig, wenn die Europäische Union den politisch Verantwortlichen der Stadt Osnabrück diktiert, unverzüglich einen Lärmaktionsplan zu erarbeiten und umzusetzen. Eine Mobilität 2030′-Kampagne entlarvt sich da schnell als Feigenblatt."
Autor:
Helmut C. Büscher


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