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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrück soll leiser werden
Zwischenüberschrift:
Martinistraße bekommt Flüsterasphalt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eine Stadt kämpft gegen den Verkehrslärm: Etwa 40 Bürger informierten sich beim zweiten Osnabrücker Lärmforum über die möglichen Maßnahmen, den krachgeplagten Anliegern etwas mehr Ruhe zu verschaffen.
Osnabrück setzt damit eine Vorgabe der Europäischen Union um. Die Stadt hat eine Bestandsanalyse erstellen lassen, woraus ein Aktionskatalog abgeleitet werden soll. Die Ergebnisse wurden jetzt beim Lärmforum im Felix-Nussbaum-Haus präsentiert. Ein Projekt aus dem Aktionsplan ist schon ziemlich konkret: Wenn die Martinistraße 2014 umgebaut wird, soll ein " lärmoptimierter Asphalt" verlegt werden.
Rund 8000 Menschen in Osnabrück wohnen an verkehrsreichen Straßen, deren Lärm gesundheitsgefährdende Ausmaße erreicht. An den Einfallstraßen und am Wallring liegen die Werte um 70 Dezibel am Tag und um 60 Dezibel in der Nacht. Laut Umweltbundesamt ist ab dieser Grenze mit Gesundheitsschäden zu rechnen.
Im Lärmaktionsplan sind Lösungen aufgezeigt. " Tempo 30 ist die effektivste und kostengünstigste Maßnahme zur Lärmminderung", sagte Antje Janßen vom Gutachterbüro LK Argus aus Kassel. Sie stellte die Ergebnisse des Lärmaktionsplans vor. Die Planer empfehlen, die Einführung von Tempo 30 auf der Rheiner Landstraße, Martini-, Sutthauser und Hermann-Ehlers-Straße in Teilbereichen zu prüfen. Dies gilt tagsüber auch für Teile der Bramscher Straße und der Johannisstraße.
Im Auditorium machte sich Unmut breit. Ein Besucher sprach aus, was viele dachten: " Wer bringt die Autofahrer dazu, Tempo 30 zu fahren?" Es sei illusorisch zu glauben, dass flächendeckend kontrolliert werden könne, bestätigte Franz Schürings. Dennoch werde in Tempo-30-Zonen grundsätzlich langsamer gefahren, so Schürings weiter.
Eine weitere Möglichkeit, Lärm zu reduzieren, ist der Einbau von Flüsterasphalt, wie Antje Janßen weiter erklärte. Dies wurde in dem Gutachten ebenfalls als Alternative zu Tempo 30 für die vier oben genannten Straßen empfohlen. Eine weitere Alternative ist die Umgestaltung und Begrünung von Straßen. Umgesetzt wird dies in diesem Jahr auf der Bremer Straße, wo die Zahl der Fahrstreifen von vier auf zwei reduziert wird. Als Vorbild gilt die Bohmter Straße. Antje Janßen sagte, die im Lärmaktionsplan vorgestellten Maßnahmen könnten in den nächsten fünf Jahren angegangen werden.
Ein wesentlicher Bestanteil des Lärmaktionsplans ist die öffentliche Beteiligung. Der Wunsch vieler Bürger, Lkw-Durchfahrtsverbote für die Iburger-, Bramscher-, Süntel- und Bramstraße zu erlassen, ist laut Janßen nicht sinnvoll. " Es gibt keine unproblematischen Ausweichstraßen", sagte sie. Langfristig gesehen sei aber eine Entlastung durch die A 33 möglich.
Der Lärmaktionsplan soll bis zum 18. Juli vorgelegt werden. Am 6. Juni wird er im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt, am 18. Juni im Rat. Am Rande des Lärmforums sagte Margit Bonacker von der " Konsalt Gesellschaft für Stadt- und Regionalanalysen und Projektentwicklung" aus Hamburg, dass Osnabrück eine der wenigen deutschen Städte sei, die den Plan fristgerecht vorlegen kann.
Lärmaktionsplan komplett im Internet unter www.osnabrueck.de.

Bildtext:
Die Martinistraße gehört zu den am stärksten durch Verkehrslärm belasteten Straßen der Stadt.

Foto:
Archiv/ Martens
Autor:
tw


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