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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Dunkle Stunde für das Klima
Zwischenüberschrift:
"Earth Hour" auf dem Marktplatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auch in Osnabrück gingen am Samstagabend aus Anlass der weltweiten Klimaaktion " Earth Hour" an einigen Stellen die Lichter aus. Der Marktplatz versank für eine Stunde im Dunkeln und wurde zur Bühne von Theaterspielern und Feuerschluckern. Wegen des Kälteeinbruchs besuchten nur knapp 80 Menschen die Kundgebung.

Die " dunkle Stunde" hatte um 20.30 Uhr Ortszeit im australischen Sydney begonnen und pflanzte sich wie eine Welle gen Westen um die ganze Welt. In vielen großen und kleinen Städten wurde für 60 Minuten an markanten Orten die Beleuchtung ausgeschaltet, womit symbolisch das " Ja zur Energiewende", so das Motto, ausgedrückt wurde.

In der Hasestadt machten die Universität, Volkswagen, das Osnabrücker Pizzahaus und der evangelisch-lutherische Kirchenkreis auf den Klimawandel aufmerksam, indem sie ganze Gebäude oder Gebäudeteile im Dunkeln versinken ließen. Die zentrale Kundgebung auf dem Marktplatz wurde noch bei Licht von Bürgermeisterin Birgit Strangmann eröffnet.

Sie dankte den Teilnehmern an der weltweit durchgeführten WWF-Aktion für ihren Enthusiasmus und ihr Engagement für das Ziel des nachhaltigen Klimaschutzes. " Auch wir in Osnabrück wollen mit Millionen Menschen auf der Welt gemeinsam ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten setzen", erklärte sie und wünschte allen Unterstützern trotz der Eiseskälte auf dem Platz einen unterhaltsamen Abend.

Tobias Romberg stellte als Koordinator des Projekts " youthinkgreen" an der Ursulaschule kurz die Arbeit der Klimabotschafter vor, die sich für Nachhaltigkeit und Umweltbildung starkmachen. Pünktlich wie andernorts auch begann die " dunkle Stunde", und der Marktplatz wurde in Dunkel getaucht. Doch nur kurz, denn abwechselnd stiegen Zuschauer auf die vom ADFC bereitgestellten Fahrräder und traten kräftig gegen die Dunkelheit an. Die Lampen ihrer Räder waren auf die Bühne gerichtet, wo die Mitglieder des Theaters " Improvisorium" witzig und mit erhobenem Zeigefinger für den Klimaschutz warben.

Mal war das Thema Mülltrennung, dann die Geschichte eines Faultieres und schließlich, auf Wunsch des Publikums, rappten sie über die Verschlafenheit der Politik und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Während sich einige Meter weiter Restaurantbetreiberin Martina Grüter über die Akzeptanz ihrer Gäste an der Teilnahme an der " Earth Hour" freute, brach zwischen Marienkirche und Rathaus die Stunde der Feuerschlucker an. Gegen die Kälte konnten die etwa 15 Akteure aus der Stadt und dem Landkreis zwar nichts ausrichten, doch den bei gefühlten 14 Grad minus tapfer ausharrenden Zuschauern verschafften sie mit ihrem Feuerspektakel ein flammendes Erlebnis.

Bildtexte:
VWitzig warben die Mitglieder der Theatergruppe " Improvisorium" für den Klimaschutz.

Die Feuerschlucker kämpfen tapfer gegen die Kälte an.

Mit Muskelkraft erhellten die Fahrradfahrer die Bühne auf dem Marktplatz.

Fotos:
Hermann Pentermann
Autor:
Horst Troiza


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