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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Teich als Lebensraum für Amphibien
Zwischenüberschrift:
Schüler der AG Natur setzten sich bei Teichfreischneide-Aktion ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das laute Surren von Motorsägen durchbrach am Samstagmorgen die Stille im Feuchtgebiet nahe dem Gut Sutthausen. Kaum zu glauben, aber dieser Lärm kommt den Tieren des Naturgebietes zugute. Guckte man genau hin, wer da sägte, war auch klar warum. Schüler der Arbeitsgemeinschaft Natur des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Mettingen waren mal wieder in Aktion. Im Auftrag des Umweltamtes der Stadt Osnabrück schnitten sie ein von Erlen umsäumtes Amphibiengewässer zwischen Düte und Umflut des Flusses frei.
" Wenn wir die Erlen nicht entfernen, fallen ihre Blätter in den Teich, und es kommt zur Überdüngung. Das ökologische Gleichgewicht des Gewässers wird gestört", erklärte AG-Koordinator Friedhelm Scheel. Außerdem könne die Sonne wieder auf das Wasser scheinen, wenn der feuchtigkeitsliebende Bewuchs rund um den Teich entfernt ist. Das Wasser erwärmt sich besser, was wichtig für die Entwicklung der Amphibien-Eier ist. Erdkröten, Grasfrösche, Teichfrösche und Bergmolche leben im und rund um den Teich.
Paul und Jan Lobenberg ziehen die abgesägten Erlen weg vom Wasser, stapeln sie auf der Wiese. " Es macht Spaß, hier in der Natur ranzuklotzen, das sind die besten AG-Einsätze", finden die beiden. Ein ganz besonderes Erlebnis übertrumpfe diesen Aktionstag noch: " Bei einem unserer Einsätze konnte ich eine kleine Schleiereule in einem von uns angebrachten Brutkasten beobachten", erinnert sich Paul an den persönlichen Höhepunkt seiner bisher dreijährigen AG-Natur-Laufbahn.
Genau diese besonderen Natur-Erlebnisse und das tolle Gemeinschaftsgefühl sind dafür verantwortlich, dass sich Schüler und manchmal auch deren Eltern in der AG Natur engagieren. So waren auch Samstag neben den Lobenberg-Brüdern Rea und ihr Vater Reinhard Wahlbrink, Jule Janke, Peter Herschlein und Kirsten Abenhardt, die schon seit achteinhalb Jahren mit von der Partie ist, dabei. Die heutige Lehramtsstudentin hat zu Schulzeiten in der AG Natur einen Kettensägenschein gemacht. Deswegen durfte sie beim Teichfreischneiden die Motorgeräte bedienen.
Wer so motiviert für den Naturschutz arbeitet, hat sich anschließend eine Stärkung verdient. Bei einer leckeren Erbsensuppe saß die Gruppe im Gut Sutthausen mit den Franziskaner-Schwestern zusammen. " Es geht in unserer AG auch darum, andere Menschen kennenzulernen, neue Kontakte zu schließen, sich auszutauschen", sagte Friedhelm Scheel. Die Naturschützer freuten sich im Anschluss darüber, die Tierhaltung der Berufsbildenden Schulen im Marienheim von Schwester Willehada May gezeigt zu bekommen.
Die Teichaktion ist ein Mosaikstein für die Bewerbung der AG Natur für den Deutschen Naturschutzpreis Bürgerpreis 2013, der dieses Jahr das Motto " Lebensraum Wasser" hat. Auch mit ihren anderen Einsätzen wie die Kopfweidenpflege und - anpflanzung sowie den AG-Naturschutz-Camps auf den Nordfriesischen Inseln Amrum, Föhr und Sylt wollen sie punkten. Mit ihren vielfältigen Projekten gewannen die Naturschützer aus Mettingen bereits 16 Umweltpreise. Unter diesen war auch der Deutsche Tierschutzpreis, den die Gruppe im Jahr 2010 für ihr Steinkauz-Projekt erhielt.

Bildtext:
Die Mitglieder der AG Natur sind mit vollem Eifer bei der Arbeit.

Foto:
Michael Hehmann
Autor:
hla


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