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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
Die Kino-Vergangenheit endgültig abgestreift
Zwischenüberschrift:
Astoria-Center wird zu einem modernen Geschäftshaus umgebaut
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Das Astoria-Center soll in diesem Jahr ein neues Gesicht bekommen. Ein neuer Eigentümer setzt auf architektonische Akzente, edles Material und zeitgemäße innere Werte. Die Passage im Innern wird es nach dem Umbau nicht mehr geben.

Für viele ältere Osnabrücker steht das Astoria-Center für ein Stück Osnabrücker Kinogeschichte. Das Astoria an der Möserstraße war ein 50er-Jahre-Filmpalast mit 950 Sitzplätzen. Geblieben davon ist der heutigen Astoria-Passage allerdings nur der Name. Sie wurde 1982 eröffnet, in einem Neubau auf den Trümmern des alten Lichtspielhauses. Anfangs war es immerhin noch ein Kino, aber nur im Kleinformat. Die Filme liefen in fünf Zuschauerräumen mit zusammen 513 Sitzplätzen. 1997 gab es die letzte Vorstellung.

Dieses Gebäude, das trotz seiner hochwertigen Kupferfassade in die Jahre gekommen ist, soll nun kernsaniert und umgebaut werden, wie der Investor, ein Geschäftsmann aus der Osnabrücker Immobilienszene, ankündigt. Er hat das Astoria-Center im vergangenen Jahr gekauft, um es bis Anfang Oktober in ein attraktives Geschäftshaus zu verwandeln. Seinen Namen will er nicht in der Öffentlichkeit genannt wissen. Mit dem Umbau wird das Gebäude seine cineastische Vergangenheit komplett abstreifen.

Im Erdgeschoss sollen auf einer Fläche von etwa 800 Quadratmetern bis zu vier neue Ladengeschäfte entstehen, die sich vorrangig zur Georgstraße der Fußgängerzone orientieren. Die bestehende Passage aus Kino-Zeiten wird entfernt. In den oberen Geschossen sind Büroräume (1100 Quadratmeter) geplant, denen 35 Tiefgaragenplätze zugeordnet sind.

Für das italienische Restaurant " Venezia" ist auch künftig ein Platz im Astoria-Center vorgesehen. Der Eigentümer erwägt, dafür die Terrasse oberhalb der Hase zu erweitern. Er beziffert die Gesamtkosten für den Umbau mit 4, 5 Millionen Euro.

Wer die Entwicklungen in der Osnabrücker Innenstadt beobachtet, mag sich über diese Höhe wundern, denn die Möserstraße gehört nach dem neuesten Cima-Einzelhandelsgutachten zu den Verlierern, falls das neue Einkaufszentrum am Neumarkt gebaut wird. Der Investor nennt den Standort des Astoria-Centers eine " vernünftige Innenstadtlage", auch wenn heute nicht mehr so hohe Mieten zu erzielen seien wie vor dem Wegzug des Bekleidungshauses C& A vor mehr als drei Jahren. Er versichert, dass es ihm um eine langfristige Geldanlage gehe.

Aus diesem Grund habe er sich auch zu einer hochwertigen Architektur entschlossen. Mit der Gestaltung hat er das Architekturbüro Eleks & Wilmes aus Melle beauftragt.

Die Frage, ob die Fassade auch in Zukunft aus Kupfer bestehen soll, ist noch nicht beantwortet. Letztlich entscheide der Preis, heißt es dazu vom Bauherrn. Kupfer sei zwar wünschenswert, aber teuer. Als Alternative biete sich auch goldfarbenes Aluminium an.
Bildtexte:
Einen architektonischen Akzent will der Investor mit dem neu gestalteten Astoria-Center setzen.
In die Jahre gekommen: Das Astoria-Center an der Möserstraße soll umgebaut werden.
Simulation:
Eleks & Wilmes
Foto:
Jörn Martens

Kino-Geschichte

Zur Eröffnung des Astoria-Kinos am 23. Oktober 1953 wurde die Ehekomödie Ich und meine Frau" mit Attila Hörbiger und Paula Wessely gezeigt. Der erfolgreichste Streifen war Vier Fäuste für ein Halleluja" mit Bud Spencer und Terence Hill. Er lief elf Wochen lang.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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