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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Elefantentausch noch im Frühjahr
Zwischenüberschrift:
Zoo erwartet in Kürze vier Asiaten – Tutume vorübergehend im Serengeti-Park
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Transport von vier asiatischen Elefanten aus dem niederländischen Tierpark Emmen nach Osnabrück steht kurz bevor. Die Familie könnte bereits zu Ostern das Gehege am Schölerberg beziehen, gab der Zoo am Donnerstag bekannt. Ein Zuchtbulle aus Spanien werde in den Wochen danach die Gruppe komplettieren. Der letzte afrikanische Elefant in Osnabrück, Tutume, soll nach Kanada gehen.

Zurzeit würden die Emmener Elefanten darauf trainiert, den Transportcontainer zu besteigen, sagte Zoodirektor Michael Böer. Sobald die Tiere dazu in der Lage seien, könne die Fahrt stattfinden. Die Emmener Gruppe wird angeführt von der 31-jährigen Kuh Htoo Yin Aye. Sie bringt ihre Tochter Ma Palai (14) mit sowie die beiden Söhne Ananda (4) und Mong Tine (2). Die Tiere brauchen nach Auskunft des Zoos ein neues Zuhause, weil es in der Emmener Herde nach dem Tod der Leitkuh zu starken Spannungen und Führungskämpfen gekommen sei.

Möglicherweise bescheren die asiatischen Dickhäuter dem Zoo Osnabrück noch in diesem Jahr die heiß ersehnte erste Elefantengeburt. Denn es gebe Grund zu der Annahme, dass zumindest das ältere der beiden Weibchen gerade Nachwuchs erwarte. " Wenn Htoo Yin Aye schwanger ist, dann vielleicht im 10. bis 14. Monat", erklärte Böer. Ein Elefant trage 22 Monate, die Kuh wäre also im zweiten Drittel der Tragzeit. Böer: " In dieser Phase ist ein Transport unbedenklich." Ein sicherer Schwangerschaftstest beinhalte jedoch wochenlange Urin-Untersuchungen. Vor Juli sei deswegen mit einem Ergebnis nicht zu rechnen, so der Zoodirektor.

Nicht ausgeschlossen also, dass der asiatische Zuchtbulle, der in Osnabrück künftig für Nachwuchs sorgen soll, auf absehbare Zeit " arbeitslos" bleibt besonders, wenn sich auch Ma Palai als tragend erweisen sollte. Luka heißt der 39-jährige Elefant, der bereits neunfacher Vater ist und zurzeit in Benidorm (Alicante) steht. " Ein imposanter Bursche, über drei Meter hoch, aber ganz friedlich", sagte Michael Böer. Zusammen mit den Tieren aus Emmen würde der Bulle eine von lediglich vier zuchtfähigen Asiaten-Gruppen in ganz Deutschland bilden.

Rückendeckung

Der letzte von ehemals fünf afrikanischen Elefanten in Osnabrück, Tutume, reise derweil im Frühsommer in den Granby-Zoo in der Nähe von Montreal, kündigte der Zoodirektor an. Für eine Übergangszeit werde Tutume im Serengeti-Park Hodenhagen untergebracht. " Bis zur Ankunft der Emmener Tiere bleibt er jedoch bei uns", versicherte Böer.

Im Elefantenrevier des Osnabrücker Zoos bereiten die Tierpfleger schon alles für die Asiaten vor. Das Elefantenhaus habe einen frischen Anstrich bekommen, darüber hinaus seien neue Futterstellen und Spielmöglichkeiten geschaffen worden, berichtet Revierleiter Detlef Niebler. In der Außenanlage würden Mauern erhöht, dickere Seile angebracht und Zäune erneuert. " Außerdem bauen wir einen abtrennbaren Bereich, in den Luka sich zurückziehen kann."

Bei dem nicht unumstrittenen Elefantentausch genießt Zoodirektor Böer offenbar die Rückendeckung aller Verantwortlichen. Wie Aufsichtsrätin Karin Bruchhausen mitteilte, steht das oberste Gremium der gemeinnützigen Zoogesellschaft " voll hinter dem engagierten und professionellen Vorgehen von Zoodirektor Böer", ebenso die Geschäftsführung des Zoos und das Präsidium des Zoovereins.

Bildtext:
Die Emmener Elefantenfamilie mit (von links) Ma Palai, Mong Tine, Ananda und Htoo Yin Aye wird voraussichtlich noch vor Ostern nach Osnabrück reisen.

Foto:
Zoo Emmen
Autor:
Sebastian Stricker


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