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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ferienhorte an Nackter Mühle gestrichen
Zwischenüberschrift:
Stadt kürzt Fördergeld – Alternativen machen Angebot unnötig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Osnabrücker Verein für Jugendhilfe (vfjh) stellt sein beliebtes Hortangebot an der Nackten Mühle in den Oster- und Herbstferien nach zwölf Jahren ein. Wirtschaftlich nicht sinnvoll, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung. An der Entscheidung konnte auch die Initiative zweier Mitarbeiterinnen des vfjh nichts ändern.

Wenn Kinder in der Nähe sind, endet manch ein Aufschrei, der mit einem gezischten " Sch" beginnt, nach einem erschrockenen Seitenblick auf die Kinder mit einem gemurmelten ". . . ade!". So hielten es auch zwei Mitarbeiterinnen des vfjh in einer Mail an die Eltern der Ferienhort-Kinder. " Sch . . . Schade", war darin in fetten Lettern zu lesen. Dann folgte die Nachricht: Den Ferienhort " Natura" werde es künftig nur noch einmal pro Jahr in den Sommerferien geben. Der Stadt sei es nicht mehr möglich, das Angebot für bis zu 40 Kinder auch in den Oster- und Herbstferien finanziell zu unterstützen, hieß es in dem Schreiben weiter. Wie gerne sie doch das Angebot erhalten hätten, führen die Schreiberinnen aus und fragen, ob die Eltern Firmenspenden erwirken könnten, um den Oster- und den Herbst-Hort zu erhalten.

" Unglücklich" nennt vfjh- Vorsitzender Thomas Kreutzfeld die E-Mail seiner Mitarbeiterinnen. Die Initiative war also nicht abgesprochen. Offiziell lässt der Verein verlauten, dass die Stadt das Geld " an anderer, möglicherweise dringender benötigter Stelle" verwenden werde und diesen Schritt gegenüber dem vfjh auch frühzeitig angekündigt habe.

Tatsächlich sei das Angebot aufgrund der hauptamtlichen Mitarbeiter recht teuer gewesen, sagt Helmut Tolsdorf, zuständiger Fachdienstleiter der Stadt. Da in den vergangenen Jahren mehr und mehr Horte in der Stadt ohnehin über die Ferien geöffnet blieben, seien die Kinder versorgt und das auch noch dezentral, also näher an den Wohnorten der Familien.

Außerdem hätten die Sportvereine ihr Ferienangebot ausgeweitet und arbeiteten oft mit Ehrenamtlichen. So sei eine Situation entstanden, in der die Stadt laut Tolsdorf 20 000 bis 30 000 Euro spare und gleichzeitig mehr Plätze anbiete.

Die Kombination von Bewegung und Natur mit gruppenpädagogischem Charakter, die das vfjh-Team biete, sei allerdings einzigartig, räumt Tolsdorf ein. Deshalb habe sich die Verwaltung entschlossen, zumindest den seit 1999 bestehenden Sommerhort Natura weiter zu fördern selbst wenn auch dort ausreichend Alternativen vorhanden seien.

Allein kann der vfjh den Hort nicht finanzieren. Bislang hatten die Eltern 47, 50 Euro zuzüglich 20 Euro€ Essensgeld pro Woche und Kind gezahlt. Ohne die Hilfe der Stadt würde sich dieser Betrag vervielfachen, sagte Kreutzfeld. Das aber habe der Verein den Eltern nicht zumuten wollen.

Bildtext:
An der historischen Nackten Mühle im Stadtteil Haste wird es auch weiterhin Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene geben. Der Ferienhort " Natura" allerdings öffnet künftig nur noch einmal pro Jahr.

Foto:
Archiv/ Jörn Martens
Autor:
Michael Schiffbänker


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