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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Parken auf Radwegen: Das gibt Punktabzug
Zwischenüberschrift:
Beim ADFC-Fahrradklimatest schneidet Osnabrück im vorderen Mittelfeld ab
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Als Schulnote ist es zwar nur eine Vier plus, aber im Ranking reicht es damit ins vordere Mittelfeld. Im Fahrradklimatest des ADFC kommt Osnabrück auf Rang 11 unter den 42 Städten zwischen 100 000 und 200 000 Einwohnern.

Das Fahrradklima ermittelt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) mit einem Fragebogen, den Alltags- und Gelegenheitsradler bis Ende Oktober ausfüllen konnten. Gefördert wird die Aktion vom Bundesverkehrsministerium. Die Teilnehmer durften Schulnoten zwischen 1 und 6 vergeben. Aus Osnabrück kamen 320 Einsendungen.

Mit der Gesamtnote 3, 74 wird der Hasestadt die Ehre zuteil, unter den niedersächsischen Großstädten zwischen 100 000 und 200 000 Einwohnern den zweiten Platz zu belegen hinter Oldenburg (3, 19) und vor Göttingen (3, 76). In der Gesamtbewertung belegt Münster (2, 61) wie in den Vorjahren, aber mit einem geringeren Abstand Platz 1.

Schlechte Noten bekommt die Stadt Osnabrück vor allem für ihren Winterdienst auf Radwegen (4, 67). Punktabzug gibt es auch für die Führung an Baustellen und die Breite der Radwege (4, 56). Als kritikwürdig bewerten die Teilnehmer des Rankings zudem, dass die Stadt nicht konsequent gegen Falschparker auf Radwegen vorgehe (4, 56). Im Gegenteil. Die Mehrzahl der Teilnehmer tendiert eher zu der Aussage, in Osnabrück werde es großzügig geduldet, wenn Autofahrer auf Radwegen parken.

Auch für die Mitnahme von Fahrrädern in öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es wenig Anerkennung (4, 42). Das sei entweder zu schwierig oder zu teuer, urteilen die Fahrradklima-Juroren mehrheitlich.

Angesichts der zahlreichen Negativ-Bewertungen fällt auf, dass Osnabrück Punkte sammelt, wo sie von Mitgliedern eines ADFC-Diskussionsforums nicht unbedingt erwartet werden. Für die Aussage " Bei uns ist das Stadtzentrum gut mit dem Fahrrad zu erreichen" gibt es mit der Note 2, 4 den besten Wert. Positiv schlägt sich ebenfalls nieder, dass auch andere Ziele " zügig und direkt" mit dem Rad erreicht werden können (2, 52).

" Nicht schlecht" so bewerten die Teilnehmer aus Osnabrück, dass in bestimmten Einbahnstraßen das Radeln in Gegenrichtung erlaubt ist (2, 58). Das Wegweisersystem sticht mit der Note 2, 59 ebenfalls positiv hervor.

Ulla Bauer, als Verkehrsplanerin der Stadt für den Radverkehr zuständig, ist zufrieden mit dem Abschneiden von Osnabrück. Eigentlich gebühre der Hasestadt sogar Platz 10, nur wegen der Stellung im Alphabet habe sich das punktgleiche Heidelberg davorschieben können. Die gute Bewertung für die Infrastruktur zeige, dass hier in den vergangenen Jahren viel in die Erreichbarkeit investiert worden sei. Auch das neue Wegweisersystem sei von den Teilnehmern mit einer guten Benotung anerkannt worden. Insgesamt habe sich das Fahrradklima in Osnabrück also schon verbessert.

In Zukunft werde die Stadt an den Kreuzungen weitermachen und zusätzliche Aufstellflächen für Radler abmarkieren. Ein weiteres Ziel sei, die Fahrradverbindungen in den Außenbereichen zu verbessern, etwa über den Burenkamp am Kalkhügel oder den Eselspatt in Hellern.

Ein großes Thema sei für die Stadt das Parken, kündigt Ulla Bauer an. In den kommenden Jahren werde es vor allem in der Innenstadt ein deutlich verbessertes Angebot geben.
Bildtext:
Typisch Osnabrück: Rote Markierungen heben die Fahrradstreifen hervor.
Foto:
Archiv/ Jörn Martens

Kommentar
Aufsatteln

Osnabrück sattelt auf! Diese Kampagne hat das Zeug, das Fahrradklima zu verbessern. Wenn immer mehr Menschen Spaß daran haben, zur Arbeit, zur Schule und zum Bäcker zu radeln, dann wird vielleicht mancher Ruf nach freier Fahrt für Autos, nach grüner Welle und Parkplätzen ganz von selbst verstummen.

Aber es geht nicht nur ums Image, an vielen Stellen hapert es noch immer an guten Verbindungen für Velos. Der Fortschritt kommt, leider zu langsam. Wenn es ums Fahrradklima geht, hat Osnabrück mit Münster und Oldenburg zwei starke Konkurrenten in der Nachbarschaft. Das sollte anspornen, die Bedingungen für den Radverkehr Schritt für Schritt zu verbessern.
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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