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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Inklusion: Start ins Blaue.
Zwischenüberschrift:
Netzwerk stellt Konzept für Osnabrück vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die schulische Inklusion kommt. Aber was heißt das eigentlich für die betroffenen Akteure? Mit Beginn des neuen Schuljahres sollen an niedersächsischen Regelschulen Kinder mit Förderbedarf unterrichtet werden können. Was genau auf die öffentlichen Schulen in Osnabrück zukommt, ist unklar. Auf Initiative des Netzwerks Inklusion Osnabrück stellte Stadträtin Rita Maria Rzyski jetzt das Konzept zur schulischen Inklusion vor. Dem klaren " Ja!" zur Inklusion folgte dabei ein leises " Wie?"
Inklusion sei ein Prozess am Anfang, " in dem wir sicher auch Fehler machen werden", warb Rzyski vor Eltern und Pädagogen in der Aula des Ratsgymnasiums um Verständnis. Das Konzept sei Ergebnis der Steuerungsgruppe Schulische Inklusion, insgesamt seien die Teilnehmer selbst " mit dem Verlauf der Inklusion nicht zufrieden", so Rzyski. Außer Planungsunsicherheiten seien in Osnabrück viele Schulen baulich nicht auf dem erforderlichen Stand: Barrierefreiheit, Therapieräume oder entsprechend eingerichtete Bäder fehlten häufig. Auch die Fragen nach geschultem Personal und neuen Stellen oder der Schaffung von Stellen für pädagogische Mitarbeiter seien noch nicht beantwortet.
Schwerpunktschulen, Regelschulen mit besonderer Förderkompetenz, werde es auch nicht vorübergehend geben, bekräftigte Rzyski. Um einen reibungsarmen Start zu gewährleisten, würden " die Schulen bedarfsgerecht und zunächst einzelfallbezogen" ausgestattet. Rzyski präsentierte Zahlen, nach denen die Eltern von 54 angehenden Erst- oder Fünftklässlern mit Förderbedarf derzeit eine inklusive Beschulung ihres Nachwuchses in Erwägung ziehen.
Angestrebt sei, je Schulklasse ein bis zwei Schüler mit Förderbedarf zu unterrichten. Die eigentliche Herausforderung der Inklusion liege nicht in Personalschlüsseln oder baulichen Gegebenheiten, sondern in der Überwindung gegensätzlicher Ausrichtungen: " Förderschulen denken vom Kind aus, Regelschulen vom Abschluss."
Besonderes Lob gab es für eine geplante Beratungsstelle im Bürgerbüro, die Eltern die Suche nach der richtigen Schule erleichtern und fundierte Einzelfallberatung vermitteln soll. " Es ist wichtig, dass Eltern eine Anlaufstelle außerhalb der Schule haben, wo sie von Fachleuten objektiv und unabhängig beraten werden", sagte Claudia Lühker von der Netzwerk-Koordinierungsgruppe Inklusion nach der Präsentation.

Bildtext:
In vielen Krippen und Kindergärten gibt es bereits Gruppen für behinderte und nicht behinderte Kinder. Im Sommer startet in Osnabrück auch die Inklusion an Schulen.

Foto:
dpa
Autor:
poel


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