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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lukrativer Umweltschutz
Zwischenüberschrift:
Zehn Osnabrücker Firmen und Institutionen erhalten Ökoprofit-Siegel
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Oberbürgermeister Boris Pistorius und Marco Graf von der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim haben zehn Osnabrücker Unternehmen und Institutionen mit dem Ökoprofit-Siegel ausgezeichnet. Die Teilnehmer des Umweltprojektes hatten innerhalb eines Jahres individuelle Programme entwickelt, um ihre Betriebskosten zu senken und einen Beitrag für die Umwelt zu leisten.
Die Bilanz des zweiten Osnabrücker Ökoprofit-Projektes kann sich sehen lassen: " Im vergangenen Jahr haben die Teilnehmer mit ihrem Engagement dazu beigetragen, 1900 Tonnen Kohlendioxid einzusparen", betonte Pistorius. Ein 80 Jahre alter Birkenbaum absorbiere pro Jahr gerade einmal eine Tonne des klimaschädlichen Gases.
Außerdem hätten die Projektteilnehmer insgesamt 3700 Kubikmeter Wasser weniger verbraucht. " Das sind etwa 20 000 Badewannen voll", verdeutlichte der Oberbürgermeister. Die Potenziale seien groß, Energie, Wasser und Abfall zu reduzieren und gleichzeitig den Geldbeutel zu schonen.
Bei dem Osnabrücker Ökoprofit-Projekt handele es sich nämlich auch um praktizierte Wirtschaftsförderung. Denn dass " die Preise für Energie in den kommenden Jahren weiter steigen, ist klar wie Kloßbrühe", so Pistorius.
Der Reiz bei Ökoprofit bestand für die Teilnehmer allerdings auch darin, kurzfristig finanzielle Einsparungen zu erzielen. Laut dem beim Projekt federführenden Centrum für Umwelt und Technologie haben die neuen Siegelträger insgesamt 550 298 Euro im ersten Jahr gespart, die Amortisationszeit ihrer Investitionen liege bei weniger als drei Jahren.
" Die Teilnehmer haben von Ökoprofit einen ökonomischen Vorteil", sagte IHK-Geschäftsführer Graf. Ein Umweltprojekt, das zu Kostensteigerungen führt, würde hingegen auf Dauer keine Akzeptanz erfahren.
Mitarbeiter für Projekte wie Ökoprofit zu motivieren ist aber nicht immer ganz einfach. Bei der Abschlussveranstaltung im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt berichtete Rene Riesner von seinen Erfahrungen, die er als Geschäftsführer von Berner Ladenbau gesammelt hat.
" Die Vorbehalte gegen Ökoprofit waren oft allgemeiner Natur, weil wir ja fast täglich zum Thema Umweltschutz bombardiert werden", so Riesner.
Ökoprofit zeichne sich aber dadurch aus, dass es nicht um Luftschlösser gehe und die meisten Vorhaben einfach und für wenig Geld umzusetzen seien.
Zu den neuen Siegelträgern zählen: Heifo Rüterbories, Mölk Pressegrosso, Salzgitter Automotive Engineering, Sievers SNC Computer und Software, Stadtwerke Osnabrück, Steigenberger-Hotel Remarque, Universität Osnabrück, die Gesamtschule Schinkel, das Alten- und Pflegeheim Heywinkel-Haus sowie das evangelische Senioren- und Pflegeheim Haus Ledenhof. Rezertifiziert wurden außerdem die Firmen ebm Elektro-Bau-Montage und MBN Bau.
In diesem Jahr können sich Firmen und Institutionen für die dritte Runde des Ökoprofitprojektes bewerben. Ansprechpartner sind die WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück und neuerdings die WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land.
Informationen zu Ökoprofit im Internet: www.cut-os.de

Bildtext:
Betriebskosten senken und gleichzeitig die Umwelt schützen für die Ökoprofit-Teilnehmer kein Problem.

Foto:
Egmont Seiler
Autor:
Matthias Stoffregen


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