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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bärenstarke Klimaschutz-Ausstellung im Zoo
Zwischenüberschrift:
"Klimatopia" eröffnet am 11. April – Künstliche Steinhöhlen am Bärengehege – Aktionstag geplant
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eigentlich dürfte es die beiden Mischlingsbären " Tips" und " Taps" im Osnabrücker Zoo gar nicht geben. Denn ihre Existenz ist eher einer Unaufmerksamkeit in der früher üblichen gemeinsamen Haltung verschiedener Bärenarten zu verdanken als einem gezielten Zuchterfolg. Doch heute entpuppt sich diese Laune der Natur, die vor acht Jahren aus der unbeabsichtigten Paarung von Eisbär Elvis und Braunbärin Susi entstand, als Glücksfall für den Tierpark. Denn inzwischen wurden solche Bärenmischlinge auch in der freien Wildbahn, genauer: in arktischen Randgebieten, entdeckt eine direkte Folge schmelzender Polkappen, die natürliche Begegnungen von Eisbären mit beispielsweise Grizzlybären ermöglicht.
Wer also eignete sich besser als Botschafter für eine Klimaschutz-Ausstellung im Osnabrücker Zoo als " Tips" und " Taps"? Seit Montag werben die beiden " Hybridbären", ohnedies seit einiger Zeit die Maskottchen der Stadtwerke Osnabrück, auf einem Linienbus für die neue Mitmachschau " Klimatopia". Diese soll ab dem 11. April am Bärengehege zu sehen sein, multimedial angelegt in einem Labyrinth künstlicher Steinhöhlen, und dabei hautnah auf Ursachen und Auswirkungen einer veränderten weltweiten Großwetterlage aufmerksam machen.
" Der Klimawandel geht uns alle an, ist aber noch nicht in allen Köpfen angekommen", sagt Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender des Zoos. Mit zahlreichen Elementen zum Mitmachen von Infoterminals bis zum Bärenquiz sei die 250 Quadratmeter große Ausstellung kind- und erwachsenengerecht zugleich aufbereitet. Darüber hinaus zeige " Klimatopia", was Zoo, Stadt und Region Osnabrück bereits für den Klimaschutz tun und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann.
Um den interaktiven Charakter der Schau zu betonen, plant der Zoo bereits am 14. April, dem ersten Sonntag nach der offiziellen Eröffnung, einen Aktionstag für alle Interessierten. " Wir zeigen etwa, wie Tiere auf natürliche Weise Energie sparen und was Menschen daraus lernen können", erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. Es werde Sonderführungen geben und eine Bühne mit Musik und verschiedenen Darbietungen, die Ende Januar feststehen sollen. Besonderer Clou am " Klimatopia"- Tag: Wer klimafreundlich anreist, etwa mit dem Bus oder mit dem Fahrrad, erhalte einen Rabatt auf den Eintrittspreis.
Seit Juli 2011 befindet sich die Dauerausstellung im Bau. Im Herbst 2012 hätte sie bereits fertig sein sollen. Doch wegen " baulicher Verzögerungen", so die Zooleitung, habe der Eröffnungstermin um ein halbes Jahr verschoben werden müssen. Die Gesamtkosten für die neue Attraktion haben die Millionengrenze knapp durchbrochen. Doch bei der Finanzierung von " Klimatopia" stehen dem Zoo potente Geldgeber zur Seite: die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (400 000 Euro), die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (85 000 Euro) sowie die Stadtwerke mit einem sechsstelligen Betrag.
" Die Besucher kommen in erster Linie wegen der Bären", sagt Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Sie seien deshalb ein idealer Köder, um die Gäste (eine Million im Jahr 2011) gewissermaßen im Vorbeigehen für den Klimaschutz zu sensibilisieren. " Bei ' Klimatopia' kann man was lernen und Spaß dabei haben."
Bildtext:
Eingebaut in ein Labyrinth küstlicher Steinhöhlen und beworben von einem Stadtwerke-Bus, informiert ab dem 11. April eine neue Dauerausstellung im Zoo Osnabrück über die Folgen des Klimawandels. Im Bild (von links). Reinhard Sliwka, Karin Bruchhausen und Anderas Busemann vom Zoo Osnabrück. Fritz Brickwedde (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) und Martin Hülsmann (Stadtwerke Osnabrück).
Foto:
Jörg Martens
Autor:
sst


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