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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Innenstadt eine Stunde ohne Strom
 
Stromausfall in der Innenstadt
Zwischenüberschrift:
Leinwände im Cinema-Arthouse bleiben eine Stunde lang schwarz
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Stromausfall hat in Osnabrück am Samstagabend Stadtwerke-Mitarbeiter, Kinobetreiber und Zeitungsmacher auf Trab gehalten. Ab kurz nach 20 Uhr war die Stromversorgung in einen Teil der Innenstadt für bis zu 70 Minuten unterbrochen, sagte Marco Hörmeyer, Sprecher der Stadtwerke Osnabrück. Grund war demnach ein defekter Spannungswandler in einer Zehn-Kilovolt-Anlage im Gebäude der Sparkasse an der Schillerstraße, der sich auf die Nachbarschaft auswirkte.
Im Cinema-Arthouse wurden rund 1000 Besucher vom Stromausfall überrascht. Nach Auskunft des Kino-Betreibers Hermann Thieken mussten aber nur zwei Vorführungen komplett abgebrochen werden. In allen weiteren Sälen mussten sich die Gäste etwa eine Stunde gedulden.

Osnabrück. Ein Stromausfall hat am Samstagabend Teile der Osnabrücker Innenstadt lahmgelegt. Grund war ein Defekt an einer 10-Kilovolt-Station im Gebäude der Sparkasse an der Schillerstraße. Das sagte Marco Hörmeyer, Sprecher der Stadtwerke Osnabrück, auf Nachfrage.

Kurz nach Beginn der Tagesschau um 20 Uhr blieben nicht nur einige Fernseher dunkel, sondern auch die Leinwände des Cinema-Arthouses am Erich-Maria-Remarque-Ring. Ausgerechnet am Samstagabend, ausgerechnet zu Beginn der allermeisten Vorstellungen. " Das ist Murphys Gesetz in Perfektion", sagt Kino-Betreiber Hermann Thieken.

Etwa 1000 Gäste befinden sich zu diesem Zeitpunkt in den Sälen. Der große Saal sei fast ausverkauft gewesen, sagt Thieken. " Mann tut, was man kann" sollte laufen. Wie passend. Denn im Hintergrund beginnen die Stadtwerke mit der Fehlersuche.

Inzwischen ist klar: Ursache war ein defekter Spannungswandler in der Zehn-Kilovolt-Anlage. Der Station angeschlossen waren acht Trafostationen, die vorübergehend nicht mehr mit Strom versorgt wurden.

Das hatte direkte Auswirkungen bis an den Nikolaiort, wo der Strom laut Hörmeyer ausfiel. Mittelbar war sogar noch eine größere Fläche betroffen. Im Theater und im Hasetorkino schalteten sich vorübergehend die Notstromanlagen dazu, obwohl das Licht weiterhin ging. Nach Hörmeyers Vermutung war das Folge des Spannungseinbruchs, der sich in angrenzenden Gebieten durch ein kurzes Lichtflackern bemerkbar mache.

Zurück ins Cinema-Arthouse: Panik kommt laut Thieken nicht auf. Dazu hätten maßgeblich die Notstromanlagen beigetragen. Komplett dunkel war es im Kino also nicht. Sofort hätten die Mitarbeiter alle Besucher über den Stromausfall informiert. Thieken lobt seine Gäste: " Alle blieben relaxed." Und anscheinend blieben auch fast alle da. Bis auf zwei 19-Uhr-Vorstellungen konnten alle Filme komplett gezeigt werden, mit ziemlich genau einer Stunde Verspätung.

Thieken berichtet von weiteren Auswirkungen auf das Blue Note: Der " Park Lane Jazz Club" habe zunächst unplugged am Klavier unterhalten. Und im Café Garbo sei es zwischendurch mit Kerzenschein " sehr romantisch" gewesen.

Zwischen 30 und 70 Minuten hätten die Kunden auf Strom verzichten müssen, sagt Stadtwerke-Sprecher Hörmeyer, darunter das Seniorenheim St. Clara, die Gaststätte " Ranch", die Sparkasse und das Medienhaus Neue OZ.

Spätschicht für Techniker

Die Sonntagsausgabe der Osnabrücker Nachrichten befand sich in den letzten Produktionsschritten. Nach Informationen von Redaktionsleiter Thomas Achenbach sind die merkbaren Auswirkungen für die Leser minimal. Selbst die kurzzeitig auf der Kippe stehende Lingener Ausgabe des EL-Kuriers sei auf den Weg gebracht worden, allerdings mit Verspätung.

Für die Techniker der Neuen Osnabrücker Zeitung bedeutete der Stromausfall eine Spätschicht und einen arbeitsreichen Sonntag. Letztlich funktionierten aber alle wichtigen Datenläufe wieder einwandfrei.
Bildtext:
Und plötzlich war es dunkel: Ein Stromausfall in der Innenstadt sorgte vor allem für dunkle Kinoleinwände, ehe nach einer Stunde die Filme gezeigt werden konnten. Die Gäste reagierten gelassen.
Archivfoto:
Keystone
Autor:
Hauke Petersen


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