User Online: 2 | Timeout: 07:17Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Selbst Reporter werden
 
Das Grauen begreifen
 
Osnabrück gibt 100 Prozent fürs Klima
 
Von der Schwierigkeit, auf Bayrisch zu lieben
 
"Kreiere gerne Rezepte "
Zwischenüberschrift:
Deutsche und polnische Schüler besuchen das Konzentrationslager Auschwitz
 
Neuer Liebesroman "Liebesschmarrn und Erdbeerblues"
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auf unseren Klasse!- Seiten schreiben Schülerinnen und Schüler die Artikel. Denn Kinder und Jugendliche sind Teil des Klasse!- Projekts. Sie schreiben ihre Texte entweder im Unterricht oder sind Mitglied der Jugendredaktion.
Somit gibt es für alle schreibwütigen Schüler eine Möglichkeit, aktiv zu werden. Bei der Themenauswahl helfen Redakteure der Neuen Osnabrücker Zeitung. So gibt es Spezialthemen aus dem Bereich Energiewende sowie bunte Themen, die bearbeitet werden können.
Nachwuchsreporter werden immer gesucht! Wer also nicht nur Zeitung lesen, sondern selbst schreiben will und zwischen 15 und 20 Jahren alt ist, kann sich hier melden: c.achenbach@ noz.de oder unter der Telefonnummer 0541/ 310-636.
Etwa einmal im Monat kommen die Klasse!- Reporter zu einer Jugendredaktions-Konferenz zusammen, besprechen mögliche Themen und ihre Umsetzung und geben sich Tipps bei der Recherche.
Übrigens: Alle veröffentlichten Texte nehmen automatisch an dem Artikelwettbewerb des Medienhauses Neue OZ teil.

Tecklenburg/ Auschwitz. Es ist ein grauer verregneter Tag, als wir, eine kleine Schülergruppe des Graf-Adolf-Gymnasiums Tecklenburg mit ihren polnischen Austauschschülern, dorthin fahren. Das Wetter untermalt unsere Stimmung und die Atmosphäre, die dieser Ort ausstrahlt. Da war es also direkt vor uns: das Konzentrationslager Auschwitz.

Der wohl grausamste Ort der Welt, den man bis dahin nur in Geschichtsbüchern und im Fernsehen gesehen hatte. Wir sind mittendrin. Mittendrin, zwischen all den Schicksalen und den Grausamkeiten, die dort den 1 300 000 Menschen zwischen 1940 und 1945 angetan wurden.

Wir stehen vor dem Eingang mit der zynischen Torinschrift " Arbeit macht frei". Wir gehen durch das Tor und sehen schon jetzt in jedem Gesicht die Ernsthaftigkeit, Erschrockenheit und Bedrücktheit. Das, was dieser Ort mit einem macht, kann man überhaupt nicht in Worte fassen oder nachempfinden, wenn man nicht selbst dort gewesen ist. Niemand kann sich ausmalen, was die Menschen dort vor noch über 65 Jahren über sich ergehen lassen mussten.

In Gedanken versuche ich die ganze Zeit mir vorzustellen, wie dieser nun verlassene stille Ort damals ausgesehen haben muss, was man dort hören, riechen, sehen und fühlen musste. Doch wirklich vorstellen kann ich es mir auch heute, zwei Monate nach dem Besuch, noch nicht.

Wir folgen unserem Guide weiter in das Gelände von Auschwitz 1. Irgendwie wirkt es durch die gleich aussehenden Backsteinhäuser wie ein eigenes kleines Dorf. Außer den Elektrozäunen und den " Halt! Lebensgefahr!"- Schildern mit Totenköpfen drauf erinnert es im ersten Moment nicht an den Ort des Grauens. Die Frau, die uns begleitet, sagt auf Englisch: " Sie stehen jetzt genau auf dem Boden, wo die Menschen lebten und schliefen." Diesen Satz ruft sie uns noch mehrmals an diesem Tag ins Gedächtnis. Von Raum zu Raum und von Haus zu Haus wird es erschreckender und unbegreiflicher.

Berge von Brillen

Wir sehen vor uns einen Haufen von Dosen, in denen das Gas war, durch das die meisten Opfer in den Gaskammern starben. Die Reisebegleiterin warnt uns. " Im nächsten Raum kann es sehr emotional werden." Wir betreten, unwissend, was auf uns zukommen wird, den leicht abgedunkelten Raum. Links von uns liegen sieben Tonnen an Haaren, die den KZ-Insassen abgeschnitten wurden, grau geworden mit der Zeit. Es folgen unschätzbare Berge an Kleidung, Schuhen, Brillen, Kämmen und Bürsten, Haushaltsgeräten und Koffern, jeder mit dem Namen seines Besitzers versehen. Bei jedem Gegenstand muss ich daran denken, wem sie einmal gehört haben, dass jeder Schuh und jedes Haar eine ganz eigene Geschichte hat und zu irgendeinem nicht mehr identifizierbaren Menschen gehört. Wie sah die Person wohl aus, die diesen roten Schuh getragen hat? Was war er oder sie wohl für ein Mensch? Vor allem die Kleidung von kleinen Kindern und Babys lassen mich schlucken. Sie zeigt, wie hilflos und unschuldig die Menschen dort sterben mussten und für das, was sie waren, bestraft wurden, obwohl sie keine Schuld an irgendetwas trugen.

Vor der Todeswand

Wir kommen zu der sogenannten " Todeswand". Eine Wand, an der wir immer noch Einschusslöcher sehen. Ich muss daran denken, dass man dort früher nur Schüsse hörte und alleine dort an dieser Wand 200 000 Menschen umgebracht wurden. Wir denken: Schlimmer kann es nun nicht mehr werden. Dann gehen wir in die Gaskammer.

Kurz darauf fahren wir mit dem Bus in das drei Kilometer entfernte Auschwitz- Birkenau. Wir haben all diese Bilder schon einmal gesehen und wissen dennoch nicht, was auf uns zukommt. Wir sehen vor uns das Bild, das so gut wie jeder von Auschwitz kennt: den Hauptbogen mit den großen Bahnschienen, auf denen die Transportzüge mit den Menschen ankamen. Plötzlich ist das, was sonst so weit weg war, unfassbare Realität. Man sieht die Ruinen der Krematorien, und wir gehen den Weg, der vor vielen Jahren noch so viele Menschen in den Tod geführt hat. " Sie stehen hier direkt auf dem größten Friedhof der Welt", werden wir erinnert. Weiter hinten auf dem riesigen Gelände gehen wir in eine der Baracken. Die Reisebegleiterin spricht von Betten mit vier Etagen. Ich denke: " Da sind aber doch nur drei Etagen?", bis mir klar wird, dass sogar auf dem Boden Menschen schlafen mussten, dicht aneinandergedrängt. Wieder stelle ich mir vor, wie dieser heute stille Ort damals mit so vielen Menschen voller Todesangst ausgesehen haben muss.

Unser Besuch in Auschwitz neigt sich dem Ende zu. Jeder von uns hat Eindrücke mitgenommen, die uns ein Leben lang im Gedächtnis bleiben werden. Für mich ist das Konzentrationslager Auschwitz aber kein Ort zur Besichtigung oder Anschauung, sondern ein Ort des Aufschreis. Hier muss jeder begreifen. Damit derartige Massenmorde nie wieder stattfinden.
bildtext:
Die Bahnschienen zum Haupttor von Auschwitz-Birkenau. Die Bilder sind aus den Büchern und dem Fernsehen bekannt. Und doch ist es ein beklemmendes Gefühl, hier selbst einmal entlangzugehen, wie die Autorin Tina Rybinski weiß.
Foto:
dpa

Osnabrück. Den Osnabrücker Bürgern zeigen, ob Solarmodule auf dem eigenen Dach sinnvoll wären, Energie sparen durch die Sanierung von Häusern oder die Nutzung von überflüssiger Wärme aus Industrie-Anlagen: Es ist ein Katalog voller Ideen, wie Klimaschutz in Osnabrück gelingen kann.
Ende 2011 hat die Stadt Osnabrück einen umfassenden Antrag beim Bundesumweltministerium eingereicht. Dieser Antrag war Voraussetzung, um in das Förderprogramm " Masterplan 100 Prozent Klimaschutz" aufgenommen zu werden. Dafür erhält die Stadt Osnabrück insgesamt 593 000 Euro€ Förderung vom Bundesumweltministerium. Deutschlandweit nehmen 19 Städte und Gemeinden an dem Projekt teil.
Die Kommunen verpflichten sich, bis 2050 rund 95 Prozent weniger Treibhausgase als noch 1990 auszustoßen. Außerdem soll der Energieverbrauch um 50 Prozent gesenkt werden.
Um das zu schaffen, kooperiert Osnabrück mit dem Landkreis, der Stadt Rheine und dem Kreis Steinfurt. Neue Windparks seien nur in den Landkreisen möglich, so Detlef Gerdts, Fachbereichsleiter Umwelt und Klimaschutz. In der Stadt hingegen könnten zum Beispiel noch Tausende von Dächern mit Solarstromzellen belegt werden.
Bis Ende 2013 will die Stadt Osnabrück nun einen konkreten Plan ausarbeiten, wie Energie- und Treibhausgaseinsparungen möglich sind, dafür wurde im Oktober extra die Masterplan-Managerin Birgit Rademacher neu eingestellt.
In den kommenden zweieinhalb Jahren sollen dann die ersten Maßnahmen umgesetzt werden.

Osnabrück. " I hob mi frei sakrisch in di valiabt" mit dieser Liebeserklärung kann die 30-Jährige Lene zunächst nicht viel anfangen. Autorin Angelika Schwarzhuber begleitet in ihrem Debütroman " Liebesschmarrn und Erdbeerblues" Hauptfigur Lene auf ihrer Suche nach der großen Liebe.
In ihrem Debütroman erzählt Drehbuchautorin und Redakteurin Angelika Schwarzhuber von einer jungen Frau, deren Leben nahezu perfekt erscheint. Doch dann macht Traummann Michi ihr eine Liebeserklärung auf Bayrisch. Für Lene hört sich " I hob mi frei sakrisch in di valiabt" nicht gerade nach Liebe an. Auf ihre Feststellung hin, dass es auf Bayrisch keine Liebe gibt, beginnt ein amüsanter Kleinkrieg mit Sprachforscher Karl Huber und die lange Suche nach der wahren Liebe, die sie am Ende in ihrem Kontrahenten findet.
Auch wenn man sich vielleicht darüber wundert, dass Lene als eine dreißigjährige Frau regelmäßig mit einer Plastik-Eskimo-Figur redet und ihr all ihre Gefühle offenbart, ist die Geschichte durchaus alltagstauglich. Sie zeigt eine junge Frau mit ihren persönlichen Schwächen, die durch ihre emotionale Art einige kopflose Aktionen startet, der es aber weniger leichtfällt, ihre Gefühle den Männern frei heraus zu gestehen und die einfach genauso wenig perfekt ist, wie wir es auch alle sind.
Ich persönlich konnte das Buch zwischenzeitlich nur schwer weglegen, da die Autorin eine sehr spannende Schreibweise hat und den Leser an der Geschichte teilhaben lässt. Angelika Schwarzhuber zieht einen so tief in das Geschehen, dass man sich bei falschem oder peinlichem Verhalten von Lene schon fast etwas darüber ärgert und wirkliches Mitgefühl für sie entwickelt. Durch die bayrischen Ausdrücke und den Kleinkrieg zwischen der Hauptfigur und ihrem Kontrahenten, der in einer Kochsendung eskaliert, hat Angelika Schwarzhuber viele amüsante Situationen geschaffen, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben. Dieses Buch ist definitiv mehr als nur eine aufgeschriebene Geschichte, vielmehr ist es ein spannendes Erlebnis, an dem der Leser teilnehmen darf, sodass das Buch oft Bilder vor den Augen erzeugt.
Allerdings ist der Roman nicht nur ein Liebesroman, wie es so viele andere davon gibt. Es ist aber auch nicht nur eine Komödie mit fehlender Ernsthaftigkeit oder eine langweilige Sprachanalyse. Mit der raffinierten Mischung aus Regionalromantik, Komödie und Sprachforschung hat die Autorin einfach etwas Besonderes geschaffen. Neben dem Witz und der Spannung besteht auch Ernsthaftigkeit. Die Passagen über die bayrische Sprache sind auch für mich als Norddeutsche sehr interessant. So wird gesagt, dass es in Bayern keinen festen Ausdruck für die Worte " Ich liebe dich" gibt. Die Aufzählungen der verschiedenen Ausdrücke sind durchaus spannend. Einen davon möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: " Mei Herz bumpert wi da Motor von meim Bulldog, wenn i di seg."

Frau Schwarzhuber, was hat Sie zu dieser Geschichte inspiriert?
Ich war bei der Hausarbeit, als ich über das Thema Liebe nachdachte. Da fiel mir auf, dass es schwierig ist, in meinem eigenen bayerischen Dialekt " Ich liebe dich" zu sagen.
Die Geschichte und die Figur wirken sehr authentisch. Sprechen Sie in dem Roman von Ihrem eigenen Leben?
Nein, das ist eine eigene Geschichte, das hat nichts mit mir zu tun. Es gibt nur einige Kleinigkeiten aus meinem eigenen Leben, die ich eingebracht habe.
Eigentlich arbeiten Sie als Drehbuchautorin. War es schwierig, nun einen Roman zu verfassen?
Es war schon eine Umstellung. Die Art des Schreibens unterscheidet sich sehr. Da man bei Drehbüchern nur Anweisungen schreiben darf und im Roman auch Beschreibungen von Gerüchen, Gefühlen, Gedanken usw. einbringen kann. Wobei mir das sehr viel Spaß machte und auch gut klappte.
Gab es Reaktionen von bayrischen Mitbürgern auf die These über die bayrische Sprache?
Ja, es gab dazu Umfragen im Radio und in der Zeitung. Aber es gibt wohl wirklich keinen eindeutigen Begriff in der bayrischen Sprache. Wir sagen " I mog di" oder " I hab di liab", und es werden eher Umschreibungen gesagt, aber einen eindeutigen Begriff gibt es wirklich nicht.
Wie kamen Sie dazu, die Rezepte in das Buch zu schreiben?
Ich koche selbst gerne und kreiere Rezepte. Ich koche auch gerne mit meinem Sohn und habe die Rezepte, die in der Geschichte in der Koch-Show vorkommen, aufgeschrieben. Mein Sohn hat das Rezept für das " Blitzschweiners" erfunden.
Sie arbeiten bereits an einem zweiten Buch. Wann wird es erscheinen, und worum wird es diesmal gehen?
Voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres. Was ich verraten kann, es wird wieder eine bayrische Liebesgeschichte, die in derselben Gegend spielen wird.
Bildtext:
Schriftstellerin Angelika Schwarzhuber.
Foto:
privat
Autor:
coa, Tina Rybinski, David Missal, Friederike Kahlmann


Anfang der Liste Ende der Liste