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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine grüne Verbindung ins Zentrum
Zwischenüberschrift:
Pistorius: Qualität der Stadt wird durch Bau eines Grünzuges aufgewertet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wo vor einigen Jahren noch Panzer und schwere Fahrzeuge rollten, können Spaziergänger ab dem kommenden Frühjahr durch einen von Bäumen und Blumen gesäumten Grünzug gehen. Offiziell freigegeben hat Oberbürgermeister Boris Pistorius den Weg, der auf den frei gewordenen Flächen der ehemaligen Winkelhausenkaserne entstanden ist, bereits gestern. Nur richtig grün ist er noch nicht.

Dafür aber sei der 750 Meter lange und 20 bis 40 Meter breite Weg in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Er ist nicht nur der längste zusammenhängende Weg in der Stadt, sondern " Bestandteil einer straßenunabhängigen Grünwegverbindung bis in die Innenstadt", sagte Pistorius bei der Einweihung. Der Weg verbindet den Grünzug Nette bis zum Landschaftspark Piesberg, und die Mitarbeiter der anliegenden Firmen könnten ihre Pause in dem Grünstreifen verbringen. " Das gibt es in dieser Qualität nirgendwo in der Stadt."

Das inklusive Planungskosten rund 670 000 Euro teure Projekt wurde durch die Städtebauförderung von Bund und Land finanziell unterstützt. Für die Gesamtmaßnahme der sogenannten Konversion Hafen stehen 3, 333 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. " Die Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklung seit über 40 Jahren", sagte Lothar Busch vom Sozialministerium. Er freue sich darauf, den Weg entlangzuradeln.

Nach dem Abzug der britischen Streitkräfte wurde eine ökologische Aufwertung des Gebiets um die Winkelhausenkaserne angestrebt. Dieses Ziel sei mit dem neuen Weg erreicht.

Mehr als hundert Bäume sowie Tausende Blumenzwiebeln und Sträucher sind am Wegesrand gepflanzt worden. " Die sind noch nicht alle zu sehen, aber ich bin mir sicher, dass es in den nächsten Jahren eine grüne Achse wird."

Neben Pflanzen und Bänken säumen den Weg vier Säulen, die der Osnabrücker Künstler Volker Johannes Trieb für das Projekt " 2000 Jahre Schlachten" anlässlich des 2000-jährigen Gedenkens an die Varusschlacht angefertigt hat. " Auf den Stelen sind Texte von Erich-Maria Remarque römischen Texten entgegengesetzt. Vor dem militärischen Hintergrund macht das Sinn", sagte Trieb. Vier der 25 Stelen, die eine Zeit lang in der Stadt zu sehen waren, sind als dauerhafte Installationen aufgestellt worden.

Die Umgestaltung der Winkelhausenkaserne sei ein " Musterbeispiel von Konversionsmaßnahmen. Osnabrück ist Vorreiter bei der Umgestaltung der Kasernenlandschaft", sagte Busch.

Neben der Winkelhausenkaserne befinden sich seit dem Jahr 2008 die Scharnhorstkaserne, die Metzer Kaserne sowie die Kaserne am Limberg im Osnabrücker Städtebauförderungskonzept.

Bildtext:
Den Grünzug eröffneten (von links) Ulla Groskurt (SPD-Landtagsabgeordnete), Oberbürgermeister Boris Pistorius, Anette Meyer zu Strohen (CDU-Landtagsabgeordnete) und Lothar Busch.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Nadine Grunewald


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