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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie nachhaltiges Wirtschaften die Umwelt schont.
Zwischenüberschrift:
Die Ausstellung "T-Shirts, Tüten und Tenside" in der Bundesstiftung Umwelt zeigt, welche Rolle die Chemie dabei spielt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Was bringt es eigentlich, das nachhaltige Wirtschaften, beispielsweise das Wiederverwerten von Rohstoffen wie von Handys? Eine Frage, auf die Martin Schulte von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) einige Antworten hinsichtlich Umweltschutz und Gesundheit, aber auch der Wirtschaft hat.
An der Produktion von Menthol macht er das Potenzial deutlich, wie durch nachhaltiges Wirtschaften weniger Ressourcen verbraucht werden. Entwicklungen aus der Chemie tragen dazu bei. Menthol kommt in einigen ätherischen Ölen vor wie dem Öl der Pfefferminze. Verwendet wird es in Zahnpasta, Kaugummi und in Erkältungsbädern. 25 000 Tonnen des Stoffs werden laut DBU jährlich produziert überwiegend künstlich. Dazu waren bislang fünf Arbeitsschritte notwendig, doch die Ausbeute war gering: Denn aus den eingesetzten Rohstoffen konnten nur 50 Prozent nutzbares Menthol hergestellt werden. " Die anderen 50 Prozent waren Abfall", erläutert Schulte.
Durch Neuerungen im Produktionsprozess ist es gelungen, Menthol in drei Arbeitsschritten zu produzieren und eine Ausbeute der eingesetzten Rohstoffe von knapp 100 Prozent zu erzielen. Es fällt also deutlich weniger Abfall an. " Der Herstellungsprozess ist effizienter, preiswerter und somit umweltfreundlicher."
Ähnlich ist es bei dem Medikament Ibuprofen gelaufen. Waren früher sechs Schritte zur Produktion notwendig, sind es jetzt noch drei. Wurden die eingesetzten Rohstoffe früher zu 60 Prozent für das Endprodukt genutzt werden, sind es nun 77 Prozent, erläutert Schulte.
Während er spricht, läuft er durch die Ausstellung " T-Shirts, Tüten und Tenside" zur nachhaltigen Chemie, die bis zum März 2013 bei der DBU in Osnabrück gezeigt wird. Sie demonstriert, dass nachhaltiges Wirtschaften auch bedeutet, umweltschädliche Produkte durch umweltschonendere zu ersetzen. Zudem wird durch moderne Verfahren Energie eingespart. Nachhaltiges Wirtschaften heißt auch, dass mithilfe von Chemikern nach Produkten und Werkstoffen gesucht wird, die eine umweltfreundliche Produktion von Energie möglich machen. So werden Glasfaserstoffe beim Bau von Windkrafträdern eingesetzt und die Oberflächenfarben von Solaranlagen so verändert, dass diese die Sonnenenergie besser aufnehmen können.
Unterm Strich profitiert die Umwelt also auf vielfache Weise. So auch durch den Erhalt von Landschaften, die sonst durch den Abbau von Rohstoffen zerstört werden.
Und was haben Unternehmen davon? " Bessere Produkte, die überzeugen. So können Firmen ihren Marktanteil erhöhen", sagt Schulte. Durch nachhaltiges Wirtschaften können sie überdies ihre Produkte billiger anbieten, oder aber sie haben eine größere Gewinnspanne.
Ressourcenschonende Wirtschaft ist Thema der Ausstellung " T-Shirts, Tüten und Tenside" im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück.
Weitere Infos: www.dbu.de.

Bildtext:
Weiß viel über nachhaltiges Wirtschaften: Martin Schulte von der DBU.

Foto:
Thomas Osterfeld


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