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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neue Attraktion auf dem tristen Hinterhof
Zwischenüberschrift:
Verein "Osnabrücke" spendet für Flüchtlingskinder
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Dreizehn Kinder spielen Basketball. Der Korb hängt je nach Körpergröße in zwei bis zweieinhalb Meter Höhe. Ausgerechnet das kleinste Mädchen, das sich seinen Platz zum Mitspielen hart erkämpfen musste, wirft den ersten Ball ins Netz. Die Zuschauer klatschen.
Der Basketballkorb hängt seit Kurzem im Hof des Flüchtlingsheimes an der Atterstraße. Die Zuschauer waren die Bewohner der Unterkunft, die Spender des Basketballkorbes und einer Schaukel und Mitarbeiter der städtischen Kinder- und Jugendhilfe, die den Bedarf an Spielgeräten an die richtige Spendenstelle weitergeleitet hatten.
Unkonventionell und zeitnah hatte der Verein " Osnabrücke" entschieden, dass der triste Hof, auf dem täglich etwa 20 Kinder der Asylantenfamilien spielen, attraktiver werden musste. Auf die Situation aufmerksam gemacht hatte Margret Fehren, Sozialarbeiterin der Stadt Osnabrück für Kinder- und Jugendhilfe im Westwerk. Sie kennt fast alle Kinder, die nebenan in der Flüchtlingsunterkunft wohnen, weil diese nachmittags oft das Freizeit- und Hausaufgabenbetreuungsangebot in Anspruch nehmen.
Margret Fehren wusste genau, dass es lange dauern kann, ehe sich auf einem normalen Antragswege etwas zur Verbesserung der Spielbedingungen bewegen würde. Sie und Klaus Rußwinkel, bei der Stadt zuständig unter anderem für die Unterbringung von Flüchtlingen, wählten den schnellen Weg. Sie wandten sich an " Osnabrücke".
Seit 2008 gibt es den Verein, ins Leben gerufen wurde er von den Osnabrücker Wirtschaftsjunioren. Jeder kann dort Mitglied werden, auch wenn die Vierzig bereits überschritten sind. Durch ehrenamtliche Aktionen werden Geldspenden eingenommen, die anschließend verteilt werden können. Clemens Vest, einer der Vorstände von " Osnabrücke", erklär te, es sei besonders wichtig, mit Institutionen zusammenzuarbeiten, da der gemeinnützige Verein nicht selbst über private Bedürftigkeit entscheiden dürfe und daher auf gesicherte Anregung von außen angewiesen sei.
Und die ist auf jeden Fall gelungen. Klaus Rußwinkel und Margret Fehren freuten sich mit den Kindern und Bewohnern der Atterstraße über die verbesserten Spielbedingungen und kündigten an, dass im nächsten Frühjahr der Spielplatz noch attraktiver werde.
Bis dahin werden Vanessa und Nellie aus Bosnien und Miriam aus dem Kongo wahrscheinlich Basketballprofis sein.

Bildtexte.
Volltreffer: Die Kinder des Flüchtlingswohnheimes freuen sich über den Basketballkorb

20 Kinder, deren Familien in Deutschland Zuflucht gesucht haben, spielen täglich auf dem Hof an der Atterstraße.

Fotos:
Elvira Parton
Autor:
laun


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