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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Friedensgarten stehen die ersten Obstbäume.
Zwischenüberschrift:
Großes Interesse am Pflanzfest für jedermann.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Noch ist der Weg etwas holprig. Er führt zunächst hinein in die Einfahrt der Herman-Nohl-Schule an der Lerchenstraße. Diejenigen, die auf das Gelände des künftigen " Friedensgartens" wollen, müssen ein paar Meter vor der Schule rechts abbiegen. Nun gelangen sie entweder über einen Schotterweg oder durch ein Wäldchen auf das Gelände, auf dem die Veranstalter am Wochenende ein Gartenfest veranstaltet haben.
Doris Kube und Wieland Sack hätten jede Wette verloren: " Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet. Bei 170 haben wir aufgehört zu zählen", sagte Sack am frühen Nachmittag sichtlich vergnügt zum großen Interesse am Friedensgarten. Um für alle Witterungen gewappnet zu sein, hatten die beiden mit Helfern ein buntes Zirkuszelt aufgebaut doch die Sonne schien vom Himmel auf den Garten und hat wohl auch den vorsichtigsten Interessenten ins Grüne gelockt. Friedensgarten. Unter diesem Titel haben die Landschaftsplanerin und der Physiker eine Idee weiterentwickelt, die Wieland Sack vor etwa zehn Jahren hatte. Damals hatte er eine Ausstellung in Berlin über Städte besucht, deren Industrie zusammengebrochen war. Menschen, die dadurch kein Einkommen mehr hatten, begannen die Brachflächen der Industrie aufzubrechen, zu beackern und sich davon zu ernähren.
Gemüse und Blumen
Das war die Initialzündung für ein ähnliches Projekt in seiner Wahlheimat Osnabrück, erzählt Sack, der aus seiner Heimat Leipzig die Schrebergartenkultur kannte. Nun entwickelte er Pläne für ein " Schreber zwei", aus dem inzwischen unter Mitarbeit von Doris Kube der Friedensgarten geworden ist, der von einem Verein getragen wird.
Das Gelände von 10 000 Quadratmetern am Haster Weg hat die Stadt inzwischen dem Verein zur Verfügung gestellt. Baumschulen haben Obstbäume gespendet, die Gäste während des Gartenfestes in die Erde gebracht haben. Am Ende stehen elf Bäume, sicher angebunden an Holzpflöcke. Mithilfe eines geliehenen Pfluges wurde ein Großteil der Erde umgepflügt und Gründünger eingebracht. " Im kommenden Jahr werden dann die Beete eingerichtet", sagte Doris Kube. Dann sollen Gemüse, Blumen und Obst auf Gemeinschafts- und Einzelbeeten angebaut werden. Es wird eine Obstwiese geben, die Betriebsfläche ist auf dem Lageplan bereits ausgewiesen, ebenso ein Platz fürs Beisammensein unter einer Pergola.
Das Besondere an dem Garten ist, dass jeder mitmachen darf. Ob arm, ob reich, ob alt, ob jung, ob Osnabrücker oder " tolopen Volk", wie Zugereiste hier genannt werden. Um auch Migranten zu erreichen, suchen Kube und Sack Kontakt zu entsprechenden Vereinen und Einrichtungen.
Was genau angepflanzt werden soll, das sollen die Mitglieder entscheiden. Allerdings soll biologisch gewirtschaftet werden, der Friedensgarten soll ein nachhaltiges Projekt sein.
Einige Interessenten haben sich inzwischen in die Listen eingetragen, um zu signalisieren, dass sie gern mitmachen möchten. Ein nächster Informationsabend findet am Samstag, 24. November, im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße statt. Dann werden von 15 bis 17 Uhr weitere Pläne für den Friedensgarten geschmiedet.
Kontakt per E-Mail an: friedensgarten.os@ gmx.de

Bildtext:
Mehr Interessenten als erwartet kamen zum Gartenfest an den Haster Weg.

Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
mlb


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