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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Manager treibt Eisbär durch die Fußgängerzone
Zwischenüberschrift:
Greenpeace-Jugend demonstriert gegen Ölbohrungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Um ihre Unterschriftensammlung " etwas aufzupeppen", hat die Osnabrücker Greenpeace-Jugend am Samstag ein Straßen-Theaterstück aufgeführt: Der Manager eines Ölkonzerns trieb einen Eisbären durch die Fußgängerzone. Die Umweltschützer demonstrierten mit dem Schauspiel gegen geplante Ölbohrungen in der Arktis.
Wer zur besten Shopping-Zeit auf der Großen Straße politisches Theater spielt, muss damit rechnen, dass er stört. " Eine Frau meinte: Meinetwegen kann der Eisbär ruhig sterben", sagte Sophia Kasper, die den Eisbären gab. Unter ihrem Kostüm, das die Jugendlichen für 70 Euro bei E-Bay erstanden hatten, schwitzte die junge Umweltschützerin zwar doch laut eigener Aussage hatte sie sich freiwillig für die Rolle gemeldet, um sich vor dem Dauerregen zu schützen. Sophia Kaspers Gegenspieler war Henning Tovar als skrupelloser Öl-Manager, der den Eisbären durch die Fußgängerzone trieb. " Hier ist Öl, wir brauchen dich hier nicht. Verschwinde von hier!", rief er dem Tier durch ein Megafon zu. Die Rolle mache ihm großen Spaß, sagte Tovar. " Aber vor allem ist sie für den guten Zweck."
Mit ihrem provokanten Theaterstück demonstrierten die jungen Umweltschützer gegen den Plan mehrerer Konzerne, in der Arktis nach Ölvorkommen zu suchen. " Die Bohrungen sind sehr riskant", sagte Lukas Reinhardt von der Greenpeace-Jugend. " Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Unglück wie vor zwei Jahren im Golf von Mexiko kommt." Damals hatte die Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon zu einer Umweltkatastrophe geführt.
Die Jugendlichen warben um Unterschriften für eine der Hauptforderungen von Greenpeace: eine Schutzzone in der Arktis. Nach dem Willen der Umweltschützer sollen rund um den Nordpol keine Ölbohrungen stattfinden, außerdem soll industrieller Fischfang verboten werden.
Autor:
stk


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