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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Klimaschutz braucht ein Gesicht"
Zwischenüberschrift:
Initiative stellt den Klima-Reader für Osnabrück vor – Leggewie will Prominente beteiligen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 47 Seiten mit sechs klar gegliederten Kapiteln umfasst der Klima-Reader der Osnabrücker Klimaallianz (OK). Jetzt hat die Initiative die Broschüre vorgestellt, die " Bürgerschaftliche Impulse für Klimaschutz und Energiewende" in der Stadt an der Hase bietet.
Im Zusammenhang mit der Energiewende und dem Klimaschutz werden immer wieder Zahlen genannt, die widersprüchlich erscheinen. Mal ist die Stromerzeugung mithilfe alternativer Energien möglich, mal nicht, mal muss der Strom teurer werden, mal nicht.
Für Claus Leggewie ist Klimaschutz aber eine ganz einfache Rechnung. Die magische Zahl des Essener Politikwissenschaftlers heißt fünf. Denn bislang, so erläuterte der Gast aus Essen im Gemeindesaal von St. Marien, nähmen immer die gleichen Menschen an Informationsveranstaltungen teil und beteiligten sich an Aktionen. Dieser Kreis müsse aber größer werden, um die Impulse aus dem Klima-Reader umsetzen zu können.
" Klimaschutz braucht ein Gesicht", betonte Klaus Leggewie und zählte auf, wie das funktionieren soll: Da seien zunächst fünf Prominente aus der Region, die sich öffentlich für Klimaschutz starkmachen sollten. " Gut eignen würde sich zum Beispiel ein Oberbürgermeister", ergänzte Leggewie. Dann gab er den gut 100 Anwesenden die Aufgabe, zur nächsten Klimaschutzveranstaltung fünf Freunde mitzubringen. Zudem sollten fünf " Typen Osnabrücks" ausfindig gemacht werden, die bestimmte Zielgruppen ansprächen, und letztlich müssten in die Aktionen vor Ort fünf Menschen aus dem " globalen Süden" eingebunden werden.
So könne auf die Dauer ein größerer Kreis an Bürgern erreicht werden, der die Ideen aus dem Klima-Reader nicht nur unterstütze, sondern auch umsetze, erläuterte der Forscher unter allgemeiner Zustimmung der Gäste. Die einzelnen Schritte sind in der Broschüre mit dem hellgrünen Umschlag fünf Feldern zugeordnet: Energieeinsparmöglichkeiten, erneuerbare Energien und soziale Konzepte, Mobilität und Stadtplanung, Ernährung, Beschaffung und Abfallvermeidung sowie Klimagerechtigkeit und Bildung.
" Es gab bislang nicht den großen Bogen, keinen gemeinsamen Plan", erläuterte Eberhard Heise die Motivation, den Klima-Reader zu verfassen. Der OK-Koordinator ergänzte: " Im Jahr 2010 wollte ein breites Bündnis einen Schritt weiter gehen und ein langfristiges Ergebnis für eine aktive Bürgerschaft erarbeiten." So enthält das Werk nicht nur Impulse, sondern auch konkrete Vorschläge, was in Osnabrück aktiv für den Klimaschutz getan werden kann. Dafür gab es ein großes Kompliment von Claus Leggewie: " Sie sind wesentlich weiter als wir in Essen."
Der Klima-Reader ist gegen eine Spende im Aktionszentrum 3. Welt und in der Buchhandlung zur Heide zu haben. Als kostenlose PDF-Datei steht er unter www.osnabruecker-klimaallianz.de.
Autor:
mlb


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