User Online: 1 | Timeout: 09:29Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Klimaschutz macht Spaß.
Zwischenüberschrift:
Claus Leggewie spricht am Freitag über die Chancen des Wandels.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Er hat den Begriff " Multikulti″ erfunden, er ist gefragt, wenn es um Rechtsextremismus oder Globalisierung geht. Claus Leggewie macht auch als Experte für die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels von sich reden. Am Freitag spricht er in Osnabrück.
Der Politikwissenschaftler, der sich selbst zu den 68ern zählt, sieht vor allem die Chancen für einen klimagerechten Umbau der Gesellschaft. " Klimaschutz kann Spaß machen!″, lautet sein Credo. Den Kommunen falle dabei trotz ihrer finanziellen Nöte eine wichtige Aufgabe zu. Auch der Friedensstadt Osnabrück: " Klimaschutz ist das größte Friedens- und Entwicklungsprojekt.″
Für die Gesellschaft habe der Klimawandel die gleiche Dimension wie die industrielle Revolution, rechnet er vor, allerdings mit einem höheren Tempo und überall gleichzeitig auf der Welt. Jetzt müsse endlich Schluss sein mit der Vogel-Strauß-Politik. Eine grüne Ökonomie eröffne der Welt viele Chancen.
Der Umstieg auf effizientere und erneuerbare Energien erfordere zwar hohe Investitionen und einen technologischen Sprung. " Beide Prozesse setzen Energien frei, die Unternehmen und Bürgergesellschaft beflügeln können″, sagt Leggewie.
Dass der Strom teurer wird, sei nicht den neuen Energien anzulasten: " Das liegt daran, dass wir über Jahrzehnte nichts getan haben.″ Durch höhere Strompreise werde es " natürlich″ auch Verlierer geben, fügt er hinzu. Zum Beispiel Jürgen Großmann und seine Georgsmarienhütte. Aber das sei in der Marktwirtschaft schon immer so gewesen. Und auch Stahlwerke könnten effizienter produzieren. Der Standort Deutschland werde durch die Energiewende gestärkt, nicht geschwächt.
Die beiden größten Herausforderungen sieht Leggewie in einer Neuausrichtung der Mobilität und der Raumplanung. Er ist sicher, dass das Autofahren teurer wird. Die Zukunft gehöre dem öffentlichen Nahverkehr und der Verkehrsvermeidung kurze Wege zwischen Wohnungen, Arbeitsstätten und Freizeiteinrichtungen.
Leggewie, der das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen leitet, ist auch für sich selbst zu neuen Einsichten gekommen: Früher sei er ein " Autonarr″ gewesen, heute fahre er kaum noch Auto, sagt der 62-Jährige.
Nach Osnabrück wird er also mit dem Zug anreisen. Die Stadt ist Leggewie nicht fremd. Er kennt Osnabrück, weil seine Schwester hier lebt.
Auf dem Weg zur Klimastadt eine Veranstaltung der Klimaallianz mit Claus Leggewie am Freitag, 5. Oktober, um 19 Uhr in der Marienkirche. Vorgestellt wird der Klimastadt-Reader für Osnabrück.

Bildtext:
Autofahren wird teurer und lästiger: Claus Leggewie spricht über den Klimaschutz und seine Chancen.

Foto:
ddp
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


Anfang der Liste Ende der Liste