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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wer kann sich an dieses Fußballspiel erinnern?
Zwischenüberschrift:
Viele Zuschriften zum alten Eversburger Kanalbad
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Unser unbekanntes Foto aus der vergangenen Woche zeigte das Kanalbad in Eversburg. Alfons Rempe aus Bad Essen schrieb uns dazu: " Kanalbäder gab es in der Vorkriegszeit zwei. Das eine befand sich an der Römereschstraße und hieß Freibad Neptun. Das zweite auf dem Bild gezeigte Bad lag dort, wo heute das Wassersportzentrum ist. Aufgenommen wurde das Bild wahrscheinlich von der Brücke an dem Süberweg bzw. (der Straße) Die Eversburg, denn im Hintergrund ist die Eisenbahnbrücke zum Piesberg zu sehen. Freibad war für uns Jungen allerdings das gesamte Kanalstück, von der Süberbrücke bis zur Hollager Schleuse. Am lustigsten war hier das Schwimmen, wenn ein Schlepper mit vier bis fünf Kähnen im Schlepp antuckerte. Dann enterten wir den letzten Kahn, und von hier aus erfolgte der rasante Kopfsprung unter dem Geschimpfe des Rudergängers in den Kanal."
Ernst Lüdeking aus Bad Salzuflen kann sich noch gut an die Ausstattung des Kanalbads erinnern: " Am Eingang befand sich ein Kassenhäuschen. Der Bademeister war für alles zuständig. Das Becken hatte drei Abteilungen mit unterschiedlicher Tiefe, durch schwimmende Balken getrennt. Zu gewissen Zeiten wurde das Wasser in den Kanal abgelassen und durch frisches aus einem Brunnen ersetzt. Auf dem Gelände standen zwei Holzschuppen, der eine diente als Umkleideraum linke Seite Männer, rechte Seite Frauen, im zweiten waren Paddelboote und Geräte abgestellt. Am Kanalufer gab es zwei Treppen, einen Anlegesteg und ein Sprungbrett. Wir Jungen sprangen trotz Verbot gerne von der nahe gelegenen Brücke."
Über ein besonders einprägsames Schwimmerlebnis im Kanalbad berichtet S.R. auf OS-Nachbarn: " Ich hatte zwar schon im Moskaubad Schwimmübungen trainiert (ein Bein immer am Boden), aber mich noch nie in das Schwimmer-Becken getraut. Nun passierte es. Der Übergang vom Nichtschwimmer zum Schwimmer war eine Schräge, die total mit Algen bewachsen war. Ich rutschte darauf aus und war, schwups, im tiefen Wasser gelandet. Jetzt hieß es, schwimmen oder ertrinken. Ich habe mich für das erste entschieden, aber der Schrecken saß mir lange in den Knochen. Ich habe das Bad nie wieder besucht und weiß auch nicht, wann es geschlossen wurde. Aber ab diesem Zeitpunkt konnte ich schwimmen. Das war so Ende der 50er-Jahre gewesen."
Ferdinand Erpenbeck berichtete uns telefonisch, dass er früher als aktiver Sportler des Kanu-Clubs häufig am Kanalbad vorbeigekommen ist und dass die Badeanstalt dort bestand, wo heute das Wassersportzentrum liegt. Er könne sich noch gut an eine große Liegewiese und viele Birken erinnern. Man habe entweder im Kanal baden können oder in dem Betonbecken. Das Becken sei erst zugeschüttet worden, als das Wassersportzentrum bereits errichtet worden sei. Häufig habe er auch beobachtet, wie Schwimmer von der Brücke in den Kanal gesprungen seien, um an die Schiffe zu schwimmen. Das sei natürlich sehr gefährlich gewesen.
Das unbekannte Foto dieser Woche aus den 1950er-Jahren zeigt einen Fußballplatz zwischen dem Schlosswall, der Hans-Böckler-Straße und dem ehemaligen Gewerkschaftshaus am Neuen Graben.
Welche Erinnerungen haben Sie an diesen Platz? Haben Sie hier als Kind auch gerne Fußball gespielt? Erkennen Sie vielleicht jemanden auf dem Foto wieder? Schreiben Sie uns Ihre Geschichten.

Ihre Hinweise auf
www.os-nachbarn.de

Bildtext:
Fußball spielende Jungs vor der Kriegsruine des ehemaligen Gewerkschaftshauses (Foto links). Das Eversburger Kanalbad im Mai 1964 (Foto oben).

Fotos:
Archiv, Kurt Löckmann
Autor:
ek


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