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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das nächste Bergfest hat Tiefgang.
Zwischenüberschrift:
Sonntag wieder mit großem Programm auf dem Piesberg.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 1832 wurde zum ersten Mal ein Bergfest gefeiert; damals in der Wohnung des Bergmeisters in Lechtingen. Heute ist das Bergfest eine der größten Veranstaltungen im Kultur- und Freizeitleben Osnabrücks. Bis zu 15 000 Menschen werden in diesem Jahr auf dem Piesberg erwartet. Zum ersten Mal in der langen und ereignisreichen Geschichte des Bergfests können die Besucher auf dem Wasser anreisen.
Der immense Erfolg überraschte nicht nur die Veranstalter im 19. Jahrhundert. Ein Chronist des Osnabrücker Anzeigers berichtete im Jahr 1873 von Überfüllung, Drängen und Treiben sowie einem rauschenden Fest. Auch beim ersten Bergfest der Neuzeit im Jahr 1996 waren die Organisatoren vom Andrang überrascht, wie sich Imke Wedemeyer vom Piesberger Gesellschaftshaus erinnert: " Damals kamen über 10 000 Menschen." Mit diesem Ansturm hatte niemand gerechnet.
In diesem Jahr steht die 16. Auflage des Bergfests an. Auch im 21. Jahrhundert wollen die Menschen feiern und unterhalten werden. Dafür stehen 100 Musiker, Tänzer, Künstler und Schauspieler bereit. Hinter den Kulissen sind etwa 150 Mitarbeiter tätig, um für einen reibungslosen Ablauf des Bergfests zu sorgen. Passend zum Motto " Tiefgang" stehen Aktionen auf dem reichhaltigen Programm, bei denen die Besucher tief in die Erde gehen oder einen geistig-intellektuellen Tiefgang erfahren können, wie Imke Wedemeyer beschreibt. So wird im Hasestollen um 15.30 Uhr der " Überfluss Rap" von Studenten vorgetragen, die schon die Ausstellung " Kleiderberg" im Museum Industriekultur erstellt haben. Der Hasestollen wird dann komplett geschlossen und für eine halbe Stunde in Schwarzlicht getaucht.
Einen speziellen Tiefgang bieten die Osnabrücker Dampflokfreunde an. Nur am Sonntag gibt es Einblick in einen Tender der " Schinkel-Lok". Der Wasserbehälter wird momentan restauriert und kann sonst nicht eingesehen werden.
Die Dampflokfreunde sorgen auch am Sonntag für die Anfahrt zum Bergfest in historischen Zügen. Von 10.35 bis 18.35 Uhr fahren die Züge vom Haupt- zum Zechenbahnhof. Die Karten kosten fünf Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder.
Zum ersten Mal ist das Bergfest auf dem Wasserweg erreichbar. Um 10, 12, 14 und 16 Uhr fährt das Fahrgastschiff Lyra von dem Wendebecken an der Römereschstraße zum Piesberger Hafen.
Jeweils eine Stunde später legt der " Dampfer" in die andere Richtung ab. Für die Fahrten sind Anmeldungen notwendig, da die Kapazität des Schiffes bei nur 70 Fahrgästen liegt. Tickets für sieben Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder können unter der Telefonnummer 01 74/ 46 42 401 gebucht werden.
Anmeldungen sind wegen des großen Zulaufs auch nötig für die Piesberg-Wanderung um 10 Uhr, die Führung "… bis tief hinunter zur Wurzel" in die Piesberger Pflanzenwelt um 14.30 Uhr und die Exkursion " Schicht um Schicht in die Tiefe verbannt" um 15 Uhr. Sie können beim Museum Industriekultur unter Telefon 05 41/ 12 24 47 getätigt werden. Das Museum bietet am Sonntag zudem zahlreiche Mit machaktionen an.
Das Bergfest beginnt am Sonntag um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Haseschachtgebäude. Direkt im Anschluss können sich Besucher mit einem kostenlosen Shuttlebus auf die 200 Meter hohe Felsrippe zur Öko-Hüpfburg aus Stroh bringen lassen. Dorthin fährt auch die Feldbahn.
Auf der Felsrippe findet um 11.30 Uhr die offizielle Eröffnung durch Oberbürgermeister Boris Pistorius und eine Performance mit vier Saxofonisten des Hamburger Blasquintetts und der Breakdance-Gruppe Osnabrooklyn Crew statt. Dafür wird momentan noch ebenso geprobt wie für den Auftritt des " Eremiten" Rainer Galke in der Eremitage im Naschwald und der Bohrung der Dampflokfreunde durch die Erde zu den Gegenfüßlern, die sich genau auf der anderen Seite des Planeten vom Piesberger Zechenbahnhof befinden. Wo das ist, erfahren Neugierige am Sonntag.

Bildtext:
Vier Saxofonisten des Hamburger Blasquintetts spielen beim Bergfest nach der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Boris Pistorius.

Foto:
Uwe Lewandowski
Autor:
tw


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