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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn müde Hyänen munter werden
Zwischenüberschrift:
Neu: Abendführungen im Zoo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sind nachts eigentlich alle Katzen grau? Oder geht es im Osnabrücker Zoo womöglich erst dann richtig rund, wenn sich die Zoogäste verabschiedet haben und die Sonne langsam untergeht? In Abendführungen will der Zoo ab September Besuchergruppen einen Einblick ist das Nachtleben der Tiere bieten.

Ein Brüllen begrüßt eine kleine Schar Journalisten, die einen exklusiven Einblick in das neue Angebot des Zoos erhalten. Die Löwen blinzeln noch etwas schläfrig, ehe Zoodirektor Michael Böer mit einem gezielten Stockwurf den Spieltrieb der Raubtiere weckt. " Die Idee der Abendführungen ist es, dass Besucher in kleinen Gruppen Tiere erleben, die sie sonst nicht sehen", sagt Böer. Gerade die Beutegreifer seien nachtaktiv, erläutert der Veterinärmediziner, und da Löwen überhaupt nur vier Stunden am Tag wach sind und die restliche Zeit verdösen, ist es schon etwas Besonderes, die Raubkatzen beim Schmusen und Spielen zu beobachten.

Doch nicht nur die Besucher sind neugierig auf die Tiere in der Abenddämmerung auch die Zoobewohner blicken verwundert auf den Besuch zu so später Stunde. Ein Pavian hält auf einem Felsen als Späher Wache. Als er die Gruppe erblickt, gesellen sich vorsichtig Weibchen mit Jungen hinzu. Zoopädagoge Sven Schwichtenberg verteilt Kartoffeln, die die Besuchergruppe ins Gehege wirft, sodass sich die Paviane mit großem Geschrei auf die Nahrung stürzen. " So etwas könnten wir tagsüber nicht machen", sagt Böer. Zum einen würde womöglich Neid unter den Besuchern aufkommen füttern will schließlich jeder –, zum anderen bestünde die Gefahr, dass den Affen alles Mögliche zum Fraß vorgeworfen wird. Daher gilt tagsüber weiter: Füttern strengstens verboten.

Besonders verzückt ist die Abendbesucherschar schließlich über eine drei Monate alte Hyäne, die mit ihren Eltern vorne an der Scheibe ihres Geheges spielt. Auch diese Familie wird erst wirklich munter, wenn es bereits dämmert.

Nicht allen Zootieren wird jedoch in der Abendführung ein Besuch abgestattet. Orang-Utan Buschi will seine Ruhe haben und schlafen. Darauf nehmen die Zoopädagogen natürlich Rücksicht.

Die Abendführungen finden zunächst nur an jedem Wochenende im September statt. " Dann sind die Temperaturen noch angenehm und die Lichtverhältnisse gut", sagt Michael Böer. Wobei der Zoodirektor, der erst seit Kurzem in Osnabrück ist, aus seiner Zeit in Hannover weiß, wie reizvoll auch eine Nachtführung unter Sternenhimmel sein kann.

In Osnabrück starten die anderthalbstündigen Führungen um 19 Uhr. Da die Gruppenzahl auf etwa 20 Personen begrenzt ist, wird um Anmeldungen per E-Mail (mueller@ zoo-osnabrueck.de) oder unter der Telefonnummer 05 41/ 9 51 05 77 gebeten. Der Eintritt kostet für Erwachsene 17 Euro, für Kinder 12 Euro. Jahreskartenbesitzer zahlen die Hälfte des Eintrittspreises.

Bildtexte:

Zoodirektor Michael Böer erläutert das Familienleben der Hyänen.
Auch die kleinsten Äffchen wollten etwas von den Kartoffeln, die die Zoobesucher den Pavianen zuwarfen.
Erst wenn es dämmert, lassen sich die Goldschakale blicken.

Fotos:
Elvira Parton
Autor:
Cornelia Achenbach


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