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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nach dem Turnhallenabriss kommen die Forscher
Zwischenüberschrift:
Bauarbeiten am Gymnasium Carolinum laufen wie geplant – Hoffnung auf viele Funde
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein kleiner Schuttberg ist alles, was übrig geblieben ist von einem einstmals muffigen 50er-Jahre-Bau. Die alte Turnhalle des Gymnasiums Carolinum ist inzwischen nahezu verschwunden. " Der Abriss ist reibungslos verlaufen", sagt Wilfried Klein vom Immobilien-Fachbereich der Stadt Osnabrück.
Bald kommen Archäologen: Spuren aus der Zeit Karls des Großen sollen sich unter der alten Turnhalle befinden. Der Abriss war der erste Schritt in Richtung einer neuen, modernen Turnhalle für die Schüler des Gymnasiums Carolinum.
Während der Sommerferien erledigte die Stadt sämtliche Abriss-Arbeiten, die viel Lärm machen. Am Freitag beseitigten die Bagger die letzten Schutt-Berge. Man sehe schon Teile einer alten Befestigungsanlage, sagt Wilfried Klein von der Stadt. Die darf natürlich nicht durch die Bauarbeiten zerstört werden stattdessen sollen Forscher etwas über Osnabrücks Vergangenheit herausfinden.
Ellinor Fischer ist Archäologin von der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück. Sie und ihr Team passen während der Abrissarbeiten auf, dass keine Spuren zerstört werden. " Wir sagen dann: Hier bitte nicht weiter abtragen", erzählt Fischer. Im September wird sie zusammen mit insgesamt 20 Studenten aus Osnabrück und Münster mit den archäologischen Arbeiten beginnen.
Zuerst werden Fischer und ihre Mitstreiter einen Sondierungsschnitt quer durch das Gelände machen. Mit diesem wollen die Archäologen herausfinden, aus welchen Schichten sich der Boden zusammensetzt. " Wir tragen das Gelände von West nach Ost ab", sagt Fischer. Insgesamt werde man bis zu drei Meter tief buddeln.
1200 Jahre Geschichte
Ellionor Fischer hofft auf Spuren aus mehr als einem Jahrtausend. " 1200 Jahre Stadtgeschichte liegen vor uns", sagt sie. Die ersten Spuren sollen aus der Zeit von Karl dem Großen stammen. Fischer vermutet mittelalterliche Relikte, etwa alte Hofanlagen.
Auch über Abfallgruben würde die Archäologin sich freuen: " Dort findet man alles Mögliche, was Menschen verloren haben", sagt sie. Dies können verschiedenste Gegenstände sein, die etwas über die Kultur der damaligen Zeit sagen.
Bis April 2013 haben die Archäologen nun Zeit, in der Erde zu suchen. " Wir werden alle Spuren sichern", sagt Fischer. Alles wird fotografiert und dokumentiert, sodass die Forscher später genau nachvollziehen können, wo welche historischen Spuren liegen.
" Dann fangen wir an zu bauen", sagt Wilfried Klein vom Gebäude-Fachbereich der Stadt. Bis Sommer 2014 wird die Stadt Osnabrück an dem 3, 8 Millionen Euro teuren Bau werkeln. Pünktlich zum Schuljahres-Beginn 2014/ 15 können die Schüler dann in der neuen Halle Sport machen. Durch Glaselemente ist übrigens auch ein Blick auf die historische Stadtmauer möglich.

Bildtext:
Der Schutt ist fast weg jetzt kommen die Archäologen.

Foto:
Michael Hehmann
Autor:
dmi


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