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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Floßbauer lassen sich vom "TÜV" nicht aus der Ruhe bringen
Zwischenüberschrift:
Kinder fahren auf der Nette mit selbst gebautem Wasserfahrzeug
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Acht Kinder strandeten am Dienstag am Ufer der Nette und bauten sich ein Floß. Das machte ihnen Spaß, es war aber auch sehr anstrengend. Der Lohn ihrer Mühen war eine Flussfahrt auf dem Floß und ein Sprung ins kühlende Wasser.
Zum Floßbau an der Nackten Mühle hatten sich zwölf Kinder angemeldet. Vier kamen aber nicht. Das machte den drei Mädchen und den fünf Jungen aber nichts aus. Sie waren in ihrem Tatendrang nicht zu stoppen.
Die Kinder bauten das Floß tatsächlich selbst. Thekla und Volker, Mitarbeiter der Nackten Mühle, standen nur beratend zur Seite. Sie mimten auch den " fiesen TÜV", wie sie sagten. So traten sie zum Beispiel gegen die Kanister, die mit Seilen an den Brettern befestigt waren, um zu prüfen, ob sie wirklich festsitzen und das Floß im Wasser nicht untergeht. Weil manche Kanister nicht richtig befestigt waren, flogen sie davon. Das sorgte zunächst für Frust bei den Floßbauern. In die Nette wollten sie die beiden Erwachsenen aber nicht werfen. " Verdient hätten sie es aber", meinte die 13-jährige Anna trotzig.
Bevor die Floßbauer zur Tat schritten, machten sie einen Entwurf, wie ihr Gefährt aussehen und zusammengebaut werden soll. " Man muss ein Gestell aus Brettern bauen, sie mit Seilen zusammenbinden, Kanister und Schläuche von Lkw-Reifen darunter befestigen fertig", erklärte der zehnjährige Malte. Klingt einfach. " In der Theorie ist alles einfach", meinte Jonas (11). " Man muss erst die richtige Technik zum Binden haben", erläutert Daniel (10).
Anna meinte, Floßbauen macht Spaß. Sie war schon im vergangenen Jahr bei der Ferienpass-Aktion an der Nackten Mühle. " Ein bisschen anstrengend ist es schon", sagte Lisa (10). Aber sie ist die Arbeit gewohnt. Zu Hause baut sie kleine Hindernisse aus Holz für ihre Kaninchen. Außerdem war es im Schatten der Bäume nicht so heiß wie in der prallen Sonne.
Angst vor Wasser hatte keiner der Floßbauer. Spätestens, als die Kinder ihr fertiges Floß zu Wasser ließen, kamen sie mit dem kühlen Nass in Berührung. Sie sprangen aber auch einfach so in die Nette und schwammen darin.
Einen Namen bekam das Floß übrigens auch. Der zwölfjährige Emrah taufte es auf den Namen Emrah. Er klebte einfach sein Namensschild auf das Holz. So einfach geht das.

Bildtext:
Mit einer Fahrt auf der Nette belohnten sich die acht Kinder, die am Dienstag ein Floß an der Nackten Mühle bauten.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
tw


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