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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ländlicher Charakter, aber nah zur Stadt
Zwischenüberschrift:
Bei der "Redaktion vor Ort" in Atter berichteten viele Stadtteilbewohner Positives
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Schön grün", " ruhig", " idyllisch" darin waren sich die Besucher des NOZ-Standes vor der gläsernen Bäckerei Wellmann gestern einig: Atter ist ein sehr lebenswerter Stadtteil. Genauso einig waren sich die Atteraner allerdings auch beim entscheidenden Kritikpunkt.

Ist die Redaktion für die Stadtteilserie vor Ort, fällt immer auch die Frage: " Was gefällt Ihnen an Ihrem Stadtteil nicht?" In Atter hörten die NOZ-Redakteure vor allem eine Antwort: " Es gibt keine vernünftige Infrastruktur", fasst es Klaus Pohl zusammen keine Geschäfte, keine Post. Dabei müsse man doch sehen, dass die Bevölkerung in Atter immer älter werde, meinte Frank Helmich. Auch für Manfred Niemann, Vorsitzender des Bürgerforums für Umwelt und Soziales, ist dies ein großes Manko.

Darum ist auch die 88-jährige Eva Juth froh, dass eine Bekannte sie einmal in der Woche mit dem Auto zum Einkaufen mitnimmt. Das Nachbarschaftsgefühl sei einfach sehr schön, betont sie einen positiven Aspekt des Lebens in Atter. Ein besonderes Lob an die Nachbarschaftshilfe in Atter steuert Annette Niemann bei. Viele Atteraner hätten bei der Hochwasserkatastrophe vor genau zwei Jahren ihren Nachbarn geholfen, auch finanziell.

Diese Freundlichkeit bekamen auch die NOZ-Redakteure von ihren temporären Nachbarn zu spüren: Nicht nur, dass die Damen der Bäckerei Kekse und Getränke brachten, sogar die ehemalige Ortsbürgermeisterin Annemarie Fitschen kam mit kühlen Getränken: " Damit Sie Atter gut in Erinnerung behalten."

Erinnerungen hatte auch Lieselotte Hindersmann an den Stand mitgebracht. Sie lebt seit 76 Jahren in Atter und erzählte aus ihrer Kinder- und Jugendzeit: " Wo wir jetzt stehen, waren Wiesen und Felder, die Birkenallee war eine ruhige Landstraße." Dass sich das geändert hat, ärgert sie: " Ich würde mir häufigere Verkehrskontrollen wünschen", sagt sie und fügt lachend hinzu: " Hier zu blitzen wäre ein lohnendes Geschäft."

Gleich mehrere Einschränkungen im vorwiegenden Lobgesang auf Atter hat Marie-Luise Pelleter, die mit ihrer Schwiegertochter und mehreren Enkeln im Wellmann-Café eine Pause einlegte. Die fehlenden Geschäfte seien die eine Seite. Aber leider gebe es auch die Vorschule nicht mehr und das Schwimmbad. " Das war doch so wichtig." Früher hätten dort alle Schüler der Grundschule Schwimmen gelernt. Es habe für alle Altersklassen Schwimmkurse gegeben. Sie bedauert aber auch, dass es immer weniger junge Familien in Atter gebe.

Zu denen, die es gibt, gehört Carmen Wernicke, die erst vor Kurzem mit ihrem kleinen Sohn in diesen Stadtteil gezogen ist. Für sie sei es wichtig gewesen, in einem Randgebiet von Osnabrück zu wohnen, da hier Kinder besser spielen könnten, erzählt sie den NOZ-Redakteuren. " Atter hat Dorfcharakter, ist aber nicht zu weit von der Stadt weg", fasst es Karin Sperber zusammen. Mit Blick auf ihre zwei Töchter bestätigt sie: " Man kann die Kinder zum Spielen auf die Straße schicken."

" Hier kann man seine Freizeit gut gestalten", lobt der 39-jährige Michael Schlosser. " Denn die Felder und Wiesen sind einfach ideal für die Hunde und für uns", meint der Katzenbesitzer, der aber oft so wie gestern die beiden Hunde seiner Nachbarin ausführt. Noch ein Beispiel für das, was der Stadtteil für die Atteraner ausmacht: grüne Oase und gute Nachbarschaft.

Bildtext:
Beim Brötchenholen der kleine Plausch über den Stadtteil: Hauptsächlich Gutes wussten die Atteraner bei der Aktion " Redaktion vor Ort" in Atterfeld den NOZ-Redakteuren zu berichten.

Foto:
Egmont Seiler
Autor:
Hanne Riepenhoff, Heinz Schliehe


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