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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bus und Taxi strikt getrennt
Zwischenüberschrift:
Stadtentwicklungsausschuss diskutiert über Bahnhofsvorplatz
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Fahrbahnschäden an den Bussteigen vor dem Hauptbahnhof sollen für rund 80 000 Euro beseitigt werden. Dieser Beschluss wurde im Osnabrücker Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt einstimmig gefasst. Über die Möglichkeiten, dort den Verkehrsfluss zu verbessern, wird weiter gestritten.

Von allen begrüßt wird allerdings die an der Bruchstraße/ Konrad-Adenauer-Ring geplante Ampelanlage. Sie soll das Einbiegen zum Parkhaus aus beiden Richtungen möglich machen und für einen besseren Fluss des abfahrenden Verkehrs sorgen. Weil dies und die weiteren Vorschläge der Verwaltung zur Verbesserung des Verkehrssystems mit rund 600 000 Euro veranschlagt werden, zog die rot-grüne Zählgemeinschaft die Reißleine.

" Wir wollen lieber schrittweise vorgehen", sagte Jens Meier (Grüne). Schließlich sei nicht sicher, ob der Plan auch funktioniert. Die Taxistandplätze sollten deutlich reduziert werden. Die Wagen könnten in der Nähe parken und über ein Informationssystem das Signal zum Nachrücken bekommen. " In anderen Städten funktioniert das auch." Und es müssten mehr Fahrradparkplätze geschaffen werden.

" Das sind keine neuen Vorschläge, das ist Vortäuschen von Aktivität", konterte Katharina Pötter (CDU): " Mir fehlt die zündende Idee." Ihre Partei bevorzuge den Vorschlag der Verwaltung, den Taxistand wenigstens versuchsweise an den Bahnhof zu verlegen. Zustimmung gebe es auch dazu, die kostenfreie Parkzeit in der Bahnhofsgarage von 15 auf 30 Minuten zu verlängern.

Für die UWG/ Piraten forderte Wulf-Siegmar Mierke: " 30 Minuten frei parken muss nicht geprüft, sondern sofort umgesetzt werden." " Es muss endlich was passieren", unterstrich Maria-Theresia Sliwka, die sich ebenfalls für einen Bus-Taxi-Mix am Busbahnhof aussprach.

Was wiederum auf den strikten Widerstand der Zählgemeinschaft stieß. Die Stadtwerke hätten sich klar gegen Taxen am Bussteig ausgesprochen, auch gegen Experimente, betonte Heiko Panzer (SPD). Jens Meier bremste vorschnelle Aktionen für die Bahnhofsgarage. Vorher müssten die Mindereinnahmen für den Betreiber, die Osnabrücker Parkstätten Betriebsgesellschaft (OPG), überprüft werden. Möglich sei ebenfalls ein günstiger 30-Minuten-Tarif für Parker, die Reisende zum Bahnhof bringen oder abholen.

Für die kurzen Abschiede Gepäck aus dem Kofferraum, Kuss und weg soll nach den Vorstellungen der Zählgemeinschaft die derzeitige Regelung abgeschafft werden, wonach bis zu 15 Minuten freies Parken möglich ist. Stattdessen solle dort eine große Zone mit eingeschränktem Halteverbot eingerichtet werden. Bei verengten Fahrbahnen sei nur noch " kiss & ride" möglich, meinte auch Horst Simon (SPD). Gleichwohl, so fordert Rot-Grün, müsse das Parkverbot nach der Umsetzung auch kontrolliert werden.

Stadtbaurat Wolfgang Griesert hatte auch keinen Erfolg mit seiner Werbung für eine Probephase mit Taxen auf dem Busbahnhof. Er zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Ampelanlage an der Bruchstraße dafür sorgen wird, dass weniger Verkehr über den Bahnhofsvorplatz führt: " Die Autofahrer werden merken, dass das der kürzeste Weg auf den Wall ist."

Bildtext:
Der Bahnhofsvorplatz und die Verkehrsprobleme bleiben in der Diskussion.

Archivfoto:
Jörn Martens
Autor:
Ulrike Schmidt


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