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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Viel in Bewegung bei der 41 052.
Zwischenüberschrift:
Dampflokfreunde informieren über Restaurierung.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zur Saison 2015 soll die Dampflok 41 052 fahrbereit sein. Beim Anheizertag, dem Tag für die Förderer und Sponsoren des Projektes, informierten sich gestern zahlreiche Eisenbahnfans am Zechenbahnhof Piesberg über den Stand der Restaurierungsarbeiten.
Sie konnten sich noch den Kessel anschauen, der am Freitag auf einen Lkw-Tieflader verladen worden ist und heute Richtung Bruchsal unterwegs ist. Dort soll er von einem Spezialunternehmen instand gesetzt werden.
Robin, der morgen acht Jahre alt wird, interessierte sich allerdings mehr für die einzige Dampflok auf dem Gelände, die schon gestern Druck auf dem Kessel hatte. Das Modell der Georgsmarienhütte-Werkslok Nr. 15 ist zwar etwas kleiner als eine richtige Lokomotive, aber dafür könnte sie schon losfahren. Reinhard Rolf, der das Modell zusammen mit seinem Eisenbahnfreund Albert Rolf in etwa 3000 Arbeitsstunden gebaut hat, hatte die Maschine auf einen Rollenstand gesetzt. Dirk Breiter, auch einer der Restauratoren der 41 052, heizte das immerhin 160 Kilogramm schwere Lokomotivchen im Maßstab 1: 10 mit Ibbenbürener Anthrazit. So konnte Opa Siegfried Ulbricht seinem Enkel Robin alles bei laufendem Betrieb erklären. Fachkundig, denn Siegfried Ulbricht ist selbst noch als Heizer auf Dampfloks gefahren, bevor er als Lokführer schließlich Elektroloks steuerte.
Auch für zahlreiche andere ehemalige Dampflokführer und Heizer entwickelte sich der Anheizertag gestern zum Eisenbahnertreffen. Theo Asche (83), 1943 als " Lok-Junghelfer" bei der Reichsbahn angefangen, fachsimpelte neben dem nackten Fahrgestell der 41 052 mit Ludwig Ertl (76). Der Bayer war gestern der Aktive mit der weitesten Anreise. Aus Rosenheim war er gekommen, um am Infostand Broschüren zu verkaufen und Fragen der Besucher zu beantworten.
Als er vor vier Jahren von dem Osnabrücker Dampflokprojekt gehört hatte, machte er spontan 750 Euro locker für ein erstes Gutachten über die Lok, die in den Jahren auf ihrem Denkmal-Sockel in Schinkel ziemlich heruntergekommen war. Das Ergebnis dieses Gutachtens war schließlich das Startsignal für die Dampflokfreunde, die Restaurierung zu wagen.
Alt-Lokführer Asche staunt noch heute über deren Mut: " Das ist eine ganz schöne Aufgabe. Ich hätte das nie gewagt." Ob Rost und Kesselstein von der Kesselwand noch genug übrig gelassen haben, dass wieder der volle Dampfdruck erzeugt werden kann Asche ist skeptisch. Aber er drückt den Dampflokfreunden die Daumen.
Vorsitzender Albert Merseburger freute sich jedenfalls über das rege Interesse von Dampflok-Enthusiasten und Familien mit Kindern gleichermaßen: " Der Zuspruch ist gut." Und vor allem freut er sich, dass er den Sponsoren, den " Anheizern" also, zeigen kann, dass das Projekt gut voranschreitet.

Bildtexte:
Ludwig Ertl (76) kommt aus Rosenheim, um mitzuhelfen.

Wie eine Dampflok funktioniert, erklärt Opa Siegfried Ulbricht Enkel Robin am Modell.

Fotos:
Gert Westdörp
Autor:
swa


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