User Online: 1 | Timeout: 04:25Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Hermann-Ehlers-Straße umbauen"
Zwischenüberschrift:
Maria-Theresia Sliwka (FDP) im Stadtteil-Interview
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. FDP-Ratsfrau Maria-Theresia Sliwka stört sich vor allem an der Hermann-Ehlers-Straße, die Sutthausen " wie eine Schneise teilt". Sie wohnt selbst im Stadtteil und weiß genau, für wen Sutthausen der richtige Ort zum Leben ist und was es in den nächsten Jahren noch zu tun gibt.
Was unterscheidet Sutthausen von anderen Stadtteilen?
Sutthausen ist ein grüner Stadtteil, der in einer wunderschönen Umgebung liegt. Es gibt sehr viele Sportmöglichkeiten, Strecken zum Joggen, Walken oder Skaten. Wir haben einen aktiven Sportverein, und der Bürgerverein, die Kirchengemeinden und die Freiwillige Feuerwehr sind sehr engagiert. In Sutthausen kann man schön einkehren: Besonders hervorheben möchte ich da die Sutthauser Mühle und den wiedereröffneten Bahnhof. Der gesamte Bahnhofsbereich ist künstlerisch durch Volker Johannes Trieb gestaltet worden. Sutthausen hat zwei Schlösser, Gut Sutthausen und Gut Wulften. Das Gut Sutthausen ist mit seinem eigenen Tierpark vor allem ein Anziehungspunkt für Kinder. Wir haben neben dem evangelischen und dem katholischen Kindergarten außerdem einen Waldkindergarten im Hörner Bruch.
Charakterisieren Sie den " typischen" Sutthauser: Für welche Klientel ist dieser Stadtteil besonders attraktiv? Und wieso?
Den typischen Sutthauser gibt es wahrscheinlich gar nicht. Sutthausen gehört seit 1970 zu Osnabrück. Es gibt also die Alteingesessenen und die Zugezogenen wie uns. Wir wohnen seit 1988 in Sutthausen. Die Neuen werden mit offenen Armen empfangen und finden schnell Anschluss. Sutthausen ist der richtige Stadtteil für alle, die eine ländliche und grüne Umgebung schätzen, ohne auf die Nähe zur Großstadt zu verzichten. Man ist schnell in der Stadt mit dem Auto, dem Fahrrad oder dem Bus.
Wie beurteilen Sie die Einkaufsmöglichkeiten innerhalb des Stadtteils?
Im Stadtteil ist alles zu bekommen, was man für den täglichen Bedarf braucht. Im Ort selbst sind ein Bäcker, eine Apotheke und der Edeka bei der Kirche, der auch eine kommunikative Funktion hat. Gerade Ältere bevorzugen ihn, weil er fußläufig erreichbar ist und man dort immer einen Schnack halten kann. Außerdem gibt es noch den Hofladen bei Bauer Kottmann, der sehr gerne angenommen wird. Daneben gibt es natürlich den Marktkauf, den Discounter und das Gartencenter am Wulfter Turm. Dieses Gebiet gehört zwar rechtlich nicht zu Sutthausen, gefühlt aber schon.
Wie bewerten Sie die Qualität der Arbeitsplätze?
Die bewerte ich als sehr gut, vor allem weil wir gleich zwei Gewerbegebiete haben. Eines an der Malberger Straße und eines am Burenkamp auch wenn der nicht mehr ganz in Sutthausen liegt. Es gibt die Osnabrücker Werkstätten, die Menschen mit Handicap einen guten Arbeitsplatz bieten. Außerdem haben wir eine hervorragende Verkehrsanbindung mit der Autobahn, dem Haller Willem und dem Bus in die Stadt.
Gibt es etwas Neues in Sachen Biogasanlage? Steht fest, wodurch der Gestank ausgelöst wird? Und können die Sutthauser auf ein baldiges Ende hoffen?
Wenn ich das sagen könnte, wäre ich glücklich. Die Sache beschäftigt uns seit Jahren. Im Winter war es etwas besser geworden, aber mit der warmen Jahreszeit kam der Gestank wieder. Mit dieser Anlage sind viele Behörden beschäftigt, insgesamt ist noch keine befriedigende Lösung gefunden worden. Vor allem Bewohner der Dütekolk-Siedlung werden mit einem unzumutbaren Gestank belästigt. Wenn mir etwas auffällt, rufe ich immer gleich beim Umweltamt an. Das sollten auch alle anderen machen, damit die Verwaltung an der Sache dranbleibt. Der Stadtrat hat jetzt den Beschluss gefasst, dass ein Sachverständigengutachten eingeholt wird. Der Betreiber der Anlage behauptet ja nach wie vor, dass er nicht an dem Gestank schuld sei. Wir hoffen hier alle, dass die Experten uns gerichtsfeste Beweise liefern, und werden weiter Druck machen.
Vor fünf Jahren ist die neue Sporthalle am Egon-von-Romberg-Weg für zwei Millionen Euro neu gebaut worden. Mittlerweile zeigen sich Mängel. Ist schon etwas gegen die Schäden unternommen worden? Und steht fest, wer die Ausbesserungen zahlt?
Über den Bau der Halle haben wir uns sehr gefreut, und die intensive Belegung zeigt, wie nötig er war. Es gibt allerdings eine ganze Reihe von Mängeln. Von außen sind die Risse mittlerweile schon beseitigt worden. Teilweise gibt es zwar im Inneren noch Setzrisse, die sollen aber in den großen Ferien saniert werden. Auch das Rechtsamt ist immer mit einbezogen worden. Wie ich gehört habe, ist mit der ausführenden Firma eine Regelung getroffen worden. Ich kenne sie leider nicht, hoffe aber, dass das zur Zufriedenheit aller geregelt worden ist. Die Schäden sind auch nach meinem Kenntnisstand direkt gemeldet worden. Was noch unter Gewährleistung fällt, kann ich nicht sagen.
Welche Aufgaben stehen sonst noch an?
Was dringend kommen muss, ist der Umbau der Hermann-Ehlers-Straße. Die ist im Moment wie eine Schneise, die den Stadtteil spaltet. Der Verkehr muss natürlich weiterhin fließen. Aber zum Beispiel die Parkstreifen an beiden Seiten könnten bei einer Neugestaltung verschwinden. Außerdem hoffen wir in Sutthausen alle, dass das Neubaugebiet an der Rennbahn ein attraktiverer Ortseingang wird. Ich weiß auch, dass unsere Fußballer schon lange von einem Kunstrasenplatz träumen. Wir wünschen uns noch eine weitere positive Entwicklung der Grundschule und des Marienheims und dass der Bahnhof und das Gut Sutthausen überregional als Ausflugsorte bekannter werden.

Bildtext:
Wohnt in Sutthausen: Maria-Theresia Sliwka.

Foto:
Ulpts
Autor:
kiu


Anfang der Liste Ende der Liste