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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wird uns etwas untergejubelt?
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Ratsmitglieder fürchten Reaktion der Grundstückseigentümer – Für neue Straßenbeleuchtung drohen Beiträge bis 1300 Euro" (Ausgabe vom 14. Juni).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Ganz eindeutig möchte ich dem Rat der Stadt Osnabrück zu seinem Beschluss gratulieren, ernsthaft daranzugehen, den Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung deutlich zu reduzieren. Doch was ist aus dieser guten Idee geworden? Vielleicht ein Millionenspiel′. Und wir Bürger kriegen mal wieder nur die Rechnung präsentiert.
Zuerst einmal ist die Sache ja einfach: Nehmen wir mal eine unserer vielen Straßenlaternen, ausgerüstet mit einer 80-Watt-HQL-Birne. Sie verbraucht knapp 300 Kilowattstunden im Jahr. Für den gleichen Beleuchtungseffekt würde eine 22-Watt-LED-Lösung neuester deutscher Produktion lediglich 82 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. Der problemlose Austausch des LED-Leuchtmittels, das einfach in die bestehende Lampe passt, würde mit nicht mehr als 150€Euro zu Buche schlagen. CO 2 - Einsparung für diese eine Lampe: 130 Kilogramm im Jahr. Der Betreiber der Lampe wird wohl einen guten Tarif bei den Stadtwerken haben, also gut 20€ Euro jährlich sparen. Da LEDs wartungsärmer sind, werden sicher noch mal zehn Euro Unterhaltungskosten pro Jahr gespart. Klasse! Und so sehe ich auch den Ratsbeschluss. Genauso machen das auch einige kosten- und umweltbewusste Unternehmen auf ihren Werksgeländen vor.
Verdeckt von dem Mäntelchen der guten Tat, sollen uns jetzt aber offensichtlich noch andere Maßnahmen untergejubelt werden, die mit der Umrüstung und Energiespareffekten nichts zu tun haben. Wozu brauche ich zum Beispiel Erdarbeiten etc., wenn meine Leitungen nicht mehr, sondern weniger belastet werden als vorher? Ich wünsche mir, Rat und Verwaltung würden so verantwortungsvoll mit unseren Steuergeldern umgehen, wie die erwähnten Betriebe es vormachen, und nicht schon wieder zu der Diskussion beitragen, ob wir uns die Energiewende denn nun leisten können."
Volker König
Osnabrück
Autor:
Volker König


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