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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Seit 60 Jahren Wochenmarkt am Riedenbach
Zwischenüberschrift:
Am Freitag Jubiläumsangebote – Verkaufsbuden aus Holz und Segeltuch statt Verkaufswagen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am Freitag, 29. Juni, feiern die Marktleute am Riedenbach 60-jähriges Bestehen des Marktes. Aus diesem Anlass will Metzger Clemens Wessel, Sprecher der Osnabrücker Wochenmarkt-Beschicker, mit seinen Kollegen eine kleine Jubiläumsangebote-Aktion auf die Beine stellen.
Helmut Kirschner, vielen am Schölerberg auch bekannt als Zauberer " Lokki", hatte bei der NOZ-Aktion " Redaktion vor Ort" vor drei Wochen auf den Markt-Geburtstag hingewiesen. Der Magier hatte einen alten, vergilbten Zeitungsausschnitt mitgebracht: Darin wurden die Leser auf den ersten Wochenmarkt am Riedenbach am 27. Juni 1952 hingewiesen.
Änne Püning, bis vor Kurzem am Obst- und Gemüsestand ihres Hagener Familienbetriebes aktiv, erinnert sich an die Anfangszeit: " Anfangs war es eine Katastrophe; es war extrem eng. Jeder kämpfte um jeden halben Quadratmeter Standfläche. Für Ordnung sorgte damals der Marktmeister mit strenger Hand, wie sich Waltraud Heinze erinnert, ebenfalls eine Frau der ersten Stunde.
Der Riedenbachmarkt auf dem Schölerberg war der dritte Wochenmarkt-Platz in Osnabrück nach dem Domhof und dem Ledenhof. Die Menschen versorgten sich auf den Märkten mit frischen Lebensmitteln, weil es die Supermärkte, wie sie heute üblich sind, noch nicht gab.
Auch der Wochenmarkt selbst sah noch anders aus. Die selbst fahrenden Verkaufswagen gab es nicht. Stattdessen nutzten die Händler mobile Stände. Waltraud Henzes Vater Heinrich Brinkmann vermietet die von ihm selbst gebauten Konstruktionen aus Holz und Segeltuch, je nach Größe für 2, 50 bis 3, 50 Mark pro Stand und Tag. Zum Service gehörten Auf- und Abbau der Buden sowie der Transport zum nächsten Standort mit Pferdewagen. Die dafür nötigen Kräfte waren oft Arbeiter aus Osnabrücker Industriebetrieben, die nach der Frühschicht Brinkmann und seiner Familie halfen. Waltraud Henze übernahm später die Kaffeebude ihrer Mutter, die sie vor ein paar Jahren an ihre Tochter Claudia übergab.

Bildtext:
Wochenmarkt am Riedenbach in der Anfangszeit. Das Bild war geprägt von den Holzbuden, die von Heinrich Brinkmanns Familienbetrieb vermietet wurden.

Foto:
Sammlung Clemens Wessel
Autor:
swa


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