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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke begraben Solarpark
Zwischenüberschrift:
Projekt in Hellern mit reduzierter Einspeisevergütung nicht mehr wirtschaftlich
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadtwerke geben ihre Pläne auf, in Hellern ein großes Solarkraftwerk zu errichten. Nach der reduzierten Einspeisevergütung sei ein solches Projekt nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben, erklärte Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer am Mittwochabend.

Für den geplanten Solarpark auf dem Altlastgelände am Tongrubenweg wollte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt eigentlich heute die Weichen stellen. Doch die Änderung des Flächennutzungsplans ist obsolet geworden. Nach einer Diskussion in der Hauptversammlung wurde beschlossen, die Pläne nicht weiter zu verfolgen. " Dieser Schritt fällt uns nicht leicht", bedauerte Stadtwerke-Vorstand Manfred Hülsmann. Er sei weiterhin fest davon überzeugt, dass sich die stillgelegte Deponiefläche gut für eine Sonnenstromnutzung eigne und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Osnabrück leisten könnte.

Die Abkehr vom Solar-Projekt begründen die Stadtwerke nicht allein mit den geplanten Streichungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz, deren Details teilweise noch nicht bekannt sind. Bei der Planung habe sich zudem herausgestellt, dass die Kompensationsmaßnahmen für Natur und Umwelt deutlich teurer würden als zunächst veranschlagt. Dazu sollte die Anlage eines Amphibienteichs gehören. Für höhere Kosten sorgte auch die Auflage, keine Rammfundamente, sondern Betonsockel zu verwenden.

Geplant war, auf einer 5, 6 Hektar großen Fläche südlich des Tongrubenwegs 9000 Solarmodule mit einer Maximalleistung von 1750 Kilowatt aufzustellen. Die jährliche Ausbeute an Sonnenstrom wurde auf 1, 5 Millionen Kilowattstunden geschätzt. Bei dem Gelände handelt es sich um die Schneppersche Tongrube, die bis in 60er-Jahre als Hausmülldeponie für die Stadt Osnabrück genutzt wurde. Wegen der Altlasten im Boden hatte die Stadt in den 80er-Jahren auf eine Wohnbebauung der Fläche verzichten müssen.

Gegen den Solarpark in Hellern hatte es von Anfang an energische Proteste der Anwohner gegeben. Noch am Mittwochmorgen kritisierte die Bürgerinitiative Tongrube Hellern die " Eile bei der Änderung des Flächennutzungsplans".

Am Abend war keiner ihrer Sprecher für eine Stellungnahme erreichbar.

Bildtext:
Etwa so hätte der Solarpark am Tongrubenweg ausgesehen. Dieses Bild zeigt eine Anlage in Kaufbeuren.

Foto:
dpa
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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