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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Neumarkt: Zuschütten des Tunnels teuer
 
Tunnel soll zugeschüttet werden
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Rat entscheidet am 10. Juli
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Am 10. Juli entscheidet der Osnabrücker Rat, ob der Tunnel unter dem Neumarkt zugeschüttet wird. Keine leichte Entscheidung: Der Rückbau und das Verfüllen der Unterführung unter Osnabrücks verkehrsreichstem Platz kosten mehr als zwei Millionen Euro. Hintergrund der Entwicklung: Es ist kein realistischer Lösungsansatz für eine weitere Tunnelnutzung erkennbar. Gedankenspiele hatte es viele gegeben: Lichtinstallation, Spielcenter oder Fahrradgarage lauteten einige der mehr als 20 durchgespielten Varianten. Ein Ratsmitglied erklärte: Wir haben hier die Wahl zwischen einem Ende mit Schrecken oder immer weiteren von der Stadt zu tragenden Kosten.″ Mit rund 350 000 Euro seien vor der Aufgabe der Läden im Tunnel die jährlich insgesamt anfallenden Kosten beziffert worden.

Osnabrück. Dicht ist er seit April vergangenen Jahres, jetzt soll endgültig der Schlussstrich unter das Kapitel Neumarkttunnel gezogen werden. Fest steht: Der vollständige Rückbau und das Verfüllen der Unterführung unter Osnabrücks verkehrsreichstem Platz kommen teuer. Die Verwaltung rechnet mit Gesamtkosten von rund zwei Millionen Euro für die notwendigen Bauschritte.

Hinzuzurechnen sind die Kosten für die Übernahme bestehender Kreditverbindlichkeiten und notwendiger außerordentlicher Abschreibungen. Beträge, die sich noch einmal auf mehr als eine Million Euro summieren. Heute berät der Stadtentwicklungsausschuss im nicht öffentlichen Sitzungsteil die von der Verwaltung vorgeschlagenen Schritte. Alles andere als eine klare Mehrheit für die Beschlussvorlage, die den vollständigen Rückbau und das Verfüllen vorsieht, wäre eine Überraschung.

Am Dienstag hatte der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungssteuerung der Stadt das Thema diskutiert und einstimmig das Vorgehen befürwortet. Mitte Juni war bereits im Lenkungsausschuss Neumarkt des Rates eine Beschlussempfehlung zur (Nicht-)„ Zukunft der Passage″ gefasst worden. Für die geplante weitere Entwicklung am Neumarkt ist noch ein Grundsatzbeschluss zum Tunnel notwendig.

Nur noch auf der östlichen Seite der Unterführung ist derzeit der Durchgang zwischen Landgericht und Sportarena möglich. Auch das dürfte jetzt in absehbarer Zeit Geschichte sein. Die Planungen sehen einen Zeitraum von drei Jahren für den Rückbau vor, über den der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag, 10. Juli, endgültig entscheiden will.

Hintergrund der Entwicklung: Es ist kein realistischer und wirtschaftlich umsetzbarer Lösungsansatz für eine weitere Tunnelnutzung erkennbar. Gedankenspiele für die Neumarktpassage hat es in den vergangenen eineinhalb Jahren viele gegeben: Lichtinstallation, Spielcenter oder Fahrradgarage lauteten einige der insgesamt mehr als 20 durchgespielten Varianten.

Neben der fraglichen Realisierbarkeit der ins Spiel gebrachten Projekte gibt es aus Sicht der Verwaltung noch einen zweiten wichtigen Punkt, der für den Rückbau spricht: Es ist städtebauliches Ziel, dem Neumarkt wieder mehr Platzcharakter zu geben und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Deshalb wird es als sinnvoll angesehen, die Passage komplett zu beseitigen zumal der Zahn der Zeit an der Unterführung nagt und möglicherweise Sanierungsbedarf droht.

Denn der Tunnel unterliegt einer wiederkehrenden bautechnischen Überprüfung. Die Befürchtung der Verwaltung: Dass aufgrund des Alters des Bauwerkes und des immer stärken gestiegenen Verkehrsaufkommens im Tunnelbereich in Sicherungsmaßnahmen investiert werden muss. Vor allem die Stabilität der Decke und Wasser gelten als Problemfelder.

Rückbau bis 2014/ 15

Ein Ratsmitglied: Wir haben hier die Wahl zwischen einem Ende mit Schrecken oder immer weiteren von der Stadt zu tragenden Kosten. Der Rückbau und die Verfüllung kommen sauteuer aber nichts tun und offen lassen wird am Ende noch teurer.″ Mit rund 350 000 Euro seien vor der Aufgabe der Läden im Tunnel einmal die jährlich insgesamt anfallenden Kosten für Energie, Wartungsaufwand oder anteilige Personalaufwendungen beziffert worden.

Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll der Rückbau bis 2014/ 15 in zwei bis drei Abschnitten und in enger Koordination mit der Neugestaltung des Bereichs Neumarkt/ Kollegienwall vollzogen werden. Dort will die Gronauer Hoff und Partner GmbH auf dem rund 1200 Quadratmeter großen Sparkassengrundstück ihren Anfang 2011 als Sieger eines Investorenwettbewerbs hervorgegangenen Entwurfs für einen siebenstöckigen Turm samt eines fünfgeschossigen Komplexes am Kollegienwall realisieren. Geklärt werden müssen für den Rückbau allerdings noch bestehende Zugangsrechte zum Neumarkttunnel. Sie laufen ansonsten erst 2020 aus.

Bildtext:
Das negative Bild, das der Neumarkttunnel bietet, soll verschwinden. Der vollständige Rückbau und das Verfüllen der Passage sind notwendig, um die geplante Neugestaltung des Neumarktbereichs voranzubringen.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
we


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