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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Einfach mal den Abfall liegen lassen?
Zwischenüberschrift:
Ausschuss des Servicebetriebes mit Sorge um den Schlossgarten und Zustimmung zum Friedensgarten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Erst eine gute Nachricht: Wirtschaftsprüfer bescheinigten dem Osnabrücker Servicebetrieb für das Jahr 2011 " eine positive Entwicklung". Und davon profitiert auch die Stadt: 6, 2 Millionen fließen aus den Einnahmen in den Haushalt. Unter anderem haben Umsatzsteigerungen aus Wertstoffen zu dem Erfolg beigetragen, wie die Prüfer erläuterten und die Mitglieder der Sitzung des Betriebsausschusses des Osnabrücker Servicebetriebs zufrieden zur Kenntnis nahmen.
Darauf gleich ein Wermutstropfen: Kurt Santjer zeigte den Mitgliedern Bilder vom Schlossgarten, wie er stets aussieht, bevor der Servicebetrieb aufräumt vor allem nach den Wochenenden. Müll in unterschiedlichen Variationen ist zwar einerseits ein Zeichen dafür, dass der Schlossgarten gut angenommen wird, doch für viele Besucher scheint " jeder Weg zu weit" zu sein, um Abfälle zu entsorgen, wie Santjer resümiert. Diese Situation sei nicht allein ein ästhetisches Problem, sondern verursache mit der Mühe für die Mitarbeiter auch hohe Kosten. Und: " Wir wissen nicht, wie wir der Thematik Herr werden sollen."
Thomas Klein (Die Grünen) bezweifelte, dass " es erzieherisch günstig ist", wenn die Stadt den Verursachern des Mülls hinterherräume. Er plädierte dafür, Ideen zu sammeln zum Beispiel für Kampagnen, bei denen auch die Polizei einbezogen werden könnte, denn: " Dort wird auch das eine oder andere Tütchen Marihuana vertrieben." Anita Kamp (SPD) jedenfalls könnte sich eine Kooperation der Stadt mit der Polizei vorstellen. Josef Thöle (CDU) würde am liebsten den Müll nicht lange liegen lassen. Es sei ja auch ratsam, Graffiti-Werke an Mauern sofort zu entfernen. Maria-Theresia Sliwka (FDP) brachte das Beispiel der zerbrochenen Fenster (Broken Windows) ins Spiel, wonach ein kleiner Schaden zur Verwahrlosung führen kann. Björn Meyer (CDU) wünscht sich unkonventionelle Wege: " Mal könnten wir den Müll liegen lassen, mal den Platz sperren." Thöle regte an, " Erfahrungen aus anderen Städten zu nutzen". Alle Ausschussmitglieder schlossen sich dem Antrag der Grünen an: Nun soll die Verwaltung ein Konzept mit den Komponenten Abschreckung und Erziehung entwickeln und dazu eine Öffentlichkeitskampagne.
Und schließlich eine Vision: Landschaftsarchitekt Klaus Wiebold stellte das Projekt " Friedensgarten" vor, das an der Ecke Vehrter Landstraße/ Haster Weg auf 10 000 Quadratmetern entstehen soll. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Schrebergärten. Zwar sind dort auch Einzelparzellen vorgesehen, doch Herzstück ist ein Gemeinschaftsgarten, in dem Bürger Gemüse anbauen und einander das Wissen darum vermitteln. Wiebold sprach von einem " Bedürfnis nach urbanem Gärtnern". Stadtbaurat Wolfgang Griesert nannte die Initiative, die auf Wieland Sack und Doris Kube zurückgeht, " lobenswert" und die Mitglieder des Ausschusses stimmten alle zu.

Bildtext:
Müll-Impressionen nach einem belebten Wochenende am Schloss.

Foto:
Arne Köhler
Autor:
jweb


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