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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Massenmärkte bedürfen keiner Subventionen
Zwischenüberschrift:
Zum Leserbrief von Dorothea Steiner "Energiewende: Bonuszahlungen für Biomasseproduktion abschaffen" (Ausgabe vom 13. Juni) mit Bezug auf das Interview mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner "
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
"‚ Eigentlich geht es bei der FDP […] auch um die Abschaffung der Förderung für Solarenergie′, schreibt Frau Steiner in ihrem Leserbrief zum Interview mit dem Umweltminister Dr. Stefan Birkner. Diese Behauptung ist richtig und falsch zugleich.

[…] Wenn wir die Energiewende in den nächsten vier Jahrzehnten schaffen wollen, bedarf es auch einer Überprüfung der aktuellen Voraussetzungen. Die Solarenergie wurde seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) systematisch gefördert. In den letzten beiden Jahren gab es, aufgrund [. . .] gesunkener Preise für Solarmodule, einen enormen und für das Stromnetz stark belastenden Zubau von Fotovoltaikanlagen. Im Internet wird mit Renditen für die Fotovoltaik von 7 bis 15 Prozent geworben, während Sparbücher und Tagesgeldkonten, also die Anlagen des kleinen Mannes′, Renditen von 0, 5 bis 1, 5 Prozent erbringen. Die Fotovoltaik bezieht über 50 Prozent der milliardenschweren EEG-Umlage, erbringt über das Jahr betrachtet aber nur drei Prozent der erforderlichen Strommenge.

Dies […] ist ein Irrsinn! Die Energiewende ist ein so umfangreiches Unterfangen, bei dem neben der Energieerzeugung auch der Netzausbau, die Energieeffizienz und die Entwicklung von Speichertechniken vom Verbraucher und Stromkunden zu bezahlen sind. Wirtschaftlichkeit und Ausgabenkritik sind gefragt, nichts anderes macht die FDP, wenn sie das EEG in seiner heutigen Form infrage stellt. […] Es gibt in Deutschland über eine Million Solarmodule und derzeit Zubauraten von über 3500 Megawatt pro Jahr ein Massenmarkt! Massenmärkte bedürfen keiner Subventionen! Dieses Geld können wir viel sinnvoller in andere [. . .] Bestandteile der Energiewende investieren. Wir können die Energiewende auch nur dann schaffen, wenn wir Arbeitsplätze [. . .] nicht im großen Stil gefährden. […]"

Dr. Gero Hocker, MdL

Sprecher für Energie,

Umwelt- und Klimaschutz

der FDP-Fraktion im

Niedersächsischen Landtag, Hannover
Autor:
Dr. Gero Hocker


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