User Online: 1 | Timeout: 00:35Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die lebendigen Staubsauger im Bärengehege.
Zwischenüberschrift:
Silberfüchse vertilgen die Hinterlassenschaft der Bären
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nicht nur die Tierpfleger reinigen das Gehege von Tips und Taps, den beiden Hybridbären (Mischung aus Braun- und Eisbär) im Osnabrücker Zoo. Es gibt da noch, wie sie sagen, ein paar " lebendige Staubsauger" im Kajanaland, die ihnen die Arbeit erleichtern. Gemeint sind die sieben Silberfüchse, die auch im Bärengehege leben.
In freier Wildbahn haben Silberfüchse, die eine Farbmutation des Rotfuchses sind, und Braunbären denselben Lebensraum, nämlich Tundra- und Waldgebiete im Norden Amerikas. Dort gibt es Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. " Hier, im Zoo, haben wir die Silberfüchse zur Zeit der Winterruhe der Bären zum ersten Mal ins Bärengehege gelassen", erinnert sich Thorsten Vaupel, Revierleiter im Kajanaland. " Da waren Tips und Taps träge, und man konnte in Ruhe beobachten, ob es gut gehen wird." So ein Bär kann einen Silberfuchs jagen und auch töten, aber die Füchse sind sehr flink und haben im Zoo kleine Schlupflöcher, in die sie sich zurückziehen können.
Kleine Raubtiere folgen in der Natur den Größeren, um Reste ihrer liegen gelassenen Beute zu ergattern. Häufig fressen sie auch den Kot der großen Prädatoren, in dem sich noch Nährstoffe befinden. Und genau das machen die Silberfüchse im Osnabrücker Zoo auch. " Seitdem sie mit im Bärengehege sind, hat sich die Kotmenge, die wir sonst aufsammeln müssen, halbiert", sagt Vaupel.
Bären und Silberfüchse sind Allesfresser und bekommen das gleiche Futter, bestehend aus Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Einziger Unterschied ist, dass die Tierpfleger es für die Füchse kleiner schneiden. " Was es am Vortag zu fressen gab, kann man meist am Bärenkot erkennen, denn Bären verdauen recht oberflächlich", erklärt der Revierleiter. Bereits einmal verdaute Nahrung habe einen süßlichen Geschmack und sei für die Füchse dann so etwas wie für uns ein Müsliriegel.
Starke Charaktere und windige Typen: In dieser Serie porträtieren wir Tiere im Osnabrücker Zoo, die besondere Rituale pflegen oder liebenswerte Angewohnheiten haben.

Bildtext:
Auge in Auge: ein Bär und ein Silberfuchs.

Foto:
Carolin Hlawatsch

Autor:
Carolin Hlawatsch


Anfang der Liste Ende der Liste