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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Kinder einfach laufen lassen.
Zwischenüberschrift:
Mühlentag an der Nackten Mühle.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Pfingstmontag ist an der Nackten Mühle nicht nur Mühlentag, sondern vor allem Familientag. Das bezieht sich auf die zahlreichen Besucher, die überwiegend im Familienverbund am technisch-ökologischen Lernort in Haste auflaufen, sondern auch auf die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die dazu beitragen, dass der Tag bei vielen Osnabrückern so beliebt ist.
Die Säge ist das Prunkstück der Nackten Mühle. Immer wenn Müller Martin Becker das ratternde Gerät in Betrieb nahm, kamen viele Schaulustige, um den schwitzenden Mann bei seiner Arbeit zu beobachten. Seine Tätigkeit musste Müller Becker aber schon gegen 14 Uhr einstellen, da zu wenig Wasser vorhanden war, um die Mühle zu betreiben. " Wir hatten den trockensten Herbst seit Langem", sagte er.
Pro Minute braucht die Säge eine Badewanne voll Wasser, erklärte Lisa Beerhuis, Leiterin der Nackten Mühle. Jeden ersten Sonntag im Monat ist dort Sägetag. Auch am kommenden Sonntag. Dann ist wieder genügend Wasser im Mühlenteich aufgestaut worden, so Becker.
Genug Wasser hatten die Kinder, die die Wasserbaustelle neben der Nette mit dem kostbaren Nass in Betrieb hielten. Dort und auf der Strohburg, an den Forscher- und Experimentierstationen, beim Stockbrotbacken oder den vielen anderen Angeboten sind neben den Mitarbeitern des Vereins für Jugendhilfe, dem die Nackte Mühle angehört, auch Angehörige von Kindergärten, Horten und Ehrenamtliche im Einsatz. Insgesamt 40 Frauen und Männer arbeiteten am Pfingstmontag an der Nackten Mühle.
Zwei der ehrenamtlichen Mitarbeiter waren Theresa Holtmann und Carolin Brandt. Die beiden 21-jährigen Frauen hatten von 2010 bis 2011 ein freiwilliges ökologisches Jahr an der Nackten Mühle absolviert und sich dort kennen und schätzen gelernt. Holtmann studiert nun Sonderpädagogik in Hannover, Brandt soziale Arbeit in Köln. Beide kamen extra zum Mühlentag nach Haste, weil " dass für uns selbstverständlich ist" und sie sich wieder sehen konnten, sagten sie.
An dem technisch-ökologischen Lernort haben beide viel für ihre berufliche Zukunft gelernt. " Hier kann man Kinder so laufen lassen, wie sie es wollen", sagte Theresa Holtmann.
Als Pädagogin habe sie vor allem Gelassenheit an der Nackten Mühle gelernt. " Und Verantwortung zu übernehmen", ergänzte Carolin Brandt. Beide hätten dort auch eine Orientierung für ihre berufliche Zukunft bekommen. Vor dem Abitur, so sagen sie, hätten sie nicht gewusst, was sie machen wollen.
Einen möglichen Weg in eine berufliche Zukunft fand auch die sechsjährige Alissa Brömlage beim Mühlentag. Sie baute mit ihrer Mutter Andrea in der Holzwerkstatt ein Boot, das sie später in der Nette zu Wasser ließ. Beide waren zum ersten Mal beim Mühlentag an der Nackten Mühle und fanden es toll. " Hier gibt es nicht nur Karussells, sondern die Kinder können selber etwas machen und es kostet nicht alles Geld", sagte Andrea Brömlage.

Bildtexte:
Die Nackte Mühle klapperte gestern nur selten.

Zu wenig Wasser für die Mühle, aber genug zum Matschen: Der Mühlentag an der Nackten Mühle in Haste ist vor allem ein Familientag.

Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Thomas Wübker


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