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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von Toreschießen bis Brückenbauen
Zwischenüberschrift:
Naturwissenschaft und Technik beim Tüftel-Tiger-Wettbewerb
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am Ratsgymnasium Osnabrück hat der " Tüftel-Tiger Wettbewerb für pfiffige Köpfe" stattgefunden. Bei dem Wettbewerb sollten die Schüler naturwissenschaftliche und technische Probleme innerhalb von zehn Minuten lösen. Auf Zettel und Stift wurde dabei allerdings verzichtet.
24 Schülerinnen und Schüler aus acht Grundschulen sind erschienen. In Dreier- Mannschaften sollen sie gegeneinander antreten. Zum ersten Mal findet der Tüftel-Tiger-Wettbewerb am Ratsgymnasium statt. Die Idee: Die Schüler sollen in kleinen Gruppen fünf verschiedene Aufgaben in jeweils zehn Minuten lösen. Allerdings ohne Zettel und Stift. " Ich kenne das von Tagungen. 50 Prozent solcher Wettbewerbe sind im Prinzip das Gleiche wie die Arbeiten der Schüler in der Schule. Das wollten wir anders machen", erklärt Lehrer Robert Stutzenstein die Besonderheit. Stattdessen gehen die Schüler von Station zu Station. Dort können sie einfach ausprobieren. " Es gibt bei den Aufgaben keine Ja-oder-nein-Antworten. Die Wege zur richtigen Lösung können ganz verschieden sein", sagt Lehrer Phillip Steffgen.
Unterstützung geholt haben sich dabei die beiden Lehrer von ihren Schülern. Elf Schüler aus der Grundschul-AG und 30 Schüler der achten Klasse sind im Einsatz. Als Betreuer und Aufpasser begleiten sie die Dreier-Mannschaften. " Unser Ziel ist es, mit dem Wettbewerb Interesse für Naturwissenschaft zu wecken. Ausschließlich der Spaß, das Entdecken und das Forschen sollen heute im Vordergrund stehen", erläutert Steffgen die Idee, den Wettbewerb ohne Zettel und Stift stattfinden zu lassen.
Die Idee kommt gut an. Von zehn angeschrieben Grundschulen sind acht erschienen. Zur Verwunderung von Lehrer Stutzenstein sind auch viele Mädchen gekommen. " Das Lösen von technischen Problemen, ohne zu schreiben, ist ja eher eine Eigenschaft der Jungen. Aber erstaunlicherweise ist ein Drittel der Teilnehmer Mädchen." An einem Tisch stehen drei Schüler der Grundschule Pye. Sie sollen mithilfe eines Blattes Papier eine Brücke bauen. Anschließend soll das Werk möglichst viel Gewicht tragen können. Am Ende hält ihre Konstruktion nur eines der vier Gewichte. So erhalten die drei auch nicht die volle Punktzahl. Danach demonstrieren Schüler der Klasse acht des Ratsgymnasiums, wie es funktioniert hätte. Ein zur Ziehharmonika gefaltetes Papier wäre die Lösung gewesen.
Weiter geht es zur nächsten Station. Dort müssen die drei eine Oder-Schaltung nachbauen. " Warum geht das denn nicht?", fragt Fraya Müller leicht verzweifelt. " Es hat doch gerade schon geleuchtet." Eifrig basteln die drei weiter. Zwar reicht es auch hier nicht zur vollen Punktzahl. Dafür läuft es bei der nächsten Station umso besser. Ohne große Mühe legen die drei mehrere Magnete so, dass eine Eisenkugel den Weg ins Tor findet. Das hebt die Stimmung. " Die Aufgabe hat gleich viel mehr Spaß gemacht", sagt Anna Siebe.
Abschließend ziehen die drei ein Fazit. " Ich fand es mega gut. Die Aufgaben waren alle witzig", sagt Fraya Müller. " Aber das mit der Elektronik muss man erst einmal hinbekommen."
Die Sieger des Wettbewerbs 3. Platz: Heinrich-Schüren-Schule (Georg Gensch, Marlene Hirschle, Jonas Kühn), 2. Platz: Grundschule Atter (Jan Broermann, Yannick Stein, Oktay Karagöz), 1. Platz: Grundschule Sutthausen (Maximilian Pabst, Paul Hidde Telscher, Francisca Schürmann).

Bildtext:
Brückenbau: Zur Ziehharmonika gefaltetes Papier trägt alle Gewichte.

Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
frt


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