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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine Mehrheit für Schulfusion.
Zwischenüberschrift:
Abstimmung im Ausschuss endet unentschieden – Das letzte Wort hat der Rat.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Über eine mögliche Zusammenlegung der katholischen Kreuz- und der Overbergschule am Standort Teutoburger Schule ist noch keine Vorentscheidung gefallen. Im Schulausschuss endete die Abstimmung über einen entsprechenden Antrag der rot-grünen Zählgemeinschaft mit einem Patt und gilt damit als abgelehnt.

Der Ratssitzungssaal war voll mit Eltern und Lehrern der beiden Bekenntnisschulen. Die Elternratsvorsitzenden der Kreuzschule übergaben vor Eintritt in die Tagesordnung der Ausschussvorsitzenden Irene Thiel die Kopie einer Unterschriftenlisten, in der sich rund 100 Eltern gegen die Zwangsumsiedlung in den Schölerberg aussprechen.

Jens Martin begründete für die Zählgemeinschaft noch einmal den Antrag: Die räumlichen Bedingungen an der Stüveschule seien unzumutbar. Da helfe es nur, die Kreuzschule aus dem gemeinsamen Gebäudekomplex zu verlagern. Das führe zugleich zu einer besseren Vermischung der Schüler, da es an der Stüveschule einen hohen Migrantenanteil gibt.

Rot-Grün habe in der März-Sitzung des Schulausschusses einer Vertagung in den Mai zugestimmt. Jetzt aber müsse ein Grundsatzentschluss gefasst werden, um die dringend notwendige Lösung für die Stüveschule nicht in weite Ferne rücken zu lassen. Wir reden die Bekenntnisschule nicht schlecht″, beteuerte Martin. Aber da auch die Overberg-schule für teures Geld saniert werden müsse, sei die Zusammenlegung die beste Lösung.

Das bezweifelten CDU und Stadtelternrat, die ihrerseits Änderungsanträge vorlegten. Darin forderten sie zum einen, die Schulen nicht zusammenzulegen, ohne die Schulbezirke neu zuzuschneiden, und zum anderen, die Kosten für eine Renovierung der Teutoburger Schule, der Overbergschule und einen Anbau an die Kreuz- und Stüveschule genau gegeneinanderzurechnen.

Nach früheren Aussagen würde allein der Brandschutz in der Teutoburger Schule zwei Millionen Euro kosten. Brandschutz, Fluchtweg, Aufzug, Mensa″, zählte Katrin Trost (CDU) die Sanierungsarbeiten an der seit fünf Jahren leer stehenden Teutoburger Schule auf: Wenn wir ohne Prüfung abstimmen, komme ich mir vor, als wenn ich vom Dreimeterbrett springe und dann erst gucke, ob Wasser im Becken ist.″

Kritisiert wurde auch der lange Schulweg, den die Kreuzschüler bei einem Umzug zum Schölerberg antreten müssten. Eine Verlegung komme einer Auflösung gleich. Als die Marienschule in Schinkel geschlossen wurde, ist ein einziges Kind in der Johannisschule gelandet″, erläuterte Brigitte Neumann (CDU) ihre Befürchtung. Thomas Klein (Grüne) hielt dagegen: Wenn Eltern Wert auf eine besondere Schule legen, dann nähmen sie auch längere Wege in Kauf, wie es am Beispiel Elisabethschule zu sehen sei.

Alle Versuche der Gegner einer Zusammenlegung, eine Entscheidung zu vertagen, scheiterten. Die Dringlichkeit ergibt sich aus der Entlastung der Stüveschule″, machte Birgit Strangmann (Grüne) für die Antragsteller noch einmal deutlich.

Ludger Glosemeyer vom Stadtelternrat lief mit seinem Vorschlag, alle Anträge zusammenzupacken und einen Kompromiss zu erarbeiten, angesichts der Kürze der Zeit ins Leere. Nachdem die Anträge der CDU und des Stadtelternrates abgelehnt worden waren, fand auch der SPD-Antrag keine Mehrheit: Bei einer Enthaltung gab es ein Patt. Das letzte Wort hat nun der Rat am 22. Mai.

Bildtext:
Die Vorsitzende des Schulausschusses, Irene Thiel, nahm die Unterschriftenlisten der Kreuzschul-Eltern von Dorothee Günther und Simone Puke (vorne, von links) vom Schulelternrat entgegen.

Foto:
Elvira Parton
Autor:
Ulrike Schmidt


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