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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vorschulkinder an der Mini-Werkbank.
Zwischenüberschrift:
Handwerkskammer unterstützt Kitas.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Immer wenn Joachim (4) in die Handwerkskammer geht, zieht er seinen Blaumann an und setzt den gelben Schutzhelm auf. Er hat das Glück, dass " seine" Kindertagesstätte Lutherkirche zu den sieben Modell-Kitas gehört, die an dem Fortbildungsprojekt " Hand-Werken in Kitas" teilnehmen. Und wenn dann eben ein Pressetermin in der Lehrtischlerei an der Bramscher Straße ansteht, nimmt er seine Erzieherin an die Hand und weiß, was zu tun ist. Schnurstracks setzt er sich hinter die vorbereitete kleine Werkbank und greift mit wichtiger Miene zu Holzklotz und Schmirgelpapier.
Seit zwei Jahren läuft das vom niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung (nifbe) koordinierte Projekt. Aus dem Landkreis machen die Kitas St. Barbara (Hilter) und St. Georg (Fürstenau) mit, in der Stadt sind es fünf: Pusteblume, Lutherkirche, Hort vor Ort, Altes Wasserwerk und Matthäus. Während vorhergehende Projekte den Fokus auf naturwissenschaftliche Experimente legten, die den Erzieherinnen zur Weitervermittlung an die Kinder nahegebracht wurden, stehen diesmal handwerkliche Grundfertigkeiten im Mittelpunkt. Und da gibt es noch nicht so viele Fortbildungsmaterialien wie für die " kleinen Forscher" in den Naturwissenschaften.
Das war Anlass für Iris Sieker, Netzwerkmanagerin in der nifbe-Region Südwest, mit den Modell-Kitas zusammen ein Fortbildungskonzept zu erarbeiten. Als Ideengeber zog sie Franz Greife hinzu. Greife ist Holzbildhauer und gelernter Pädagoge, der aus seiner Lehrtätigkeit für die Volkshochschule Erfahrungen einbringt, wie durch handwerkliches Tun auch soziales Lernen befördert werden kann. Gefördert wird das Projekt von der Sparkassenstiftung und vom Landkreis Osnabrück.
Und in besonderer Weise von der Handwerkskammer (HWK) Osnabrück-Emsland, die naturgemäß ein Interesse daran hat, dass das Arbeiten mit den eigenen Händen und geeigneten Werkzeugen in der frühkindlichen Bildung nicht ausgespart wird. " Vorschulkinder machen automatisch die Tätigkeiten nach, die sie bei Handwerkern sehen. Diesen natürlichen Drang müssen wir unterstützen", sagte der Hauptgeschäftsführer der HWK, Heinz-Gert Schlenkermann. Wenn die jungen Leute sich erstmals beim Schulabgang für handwerkliche Berufe interessierten, sei dies viel zu spät. Das Fortbildungskonzept werde dazu beitragen, eine mögliche Distanz des überwiegend weiblichen Kita-Personals zum Handwerk abzubauen. Als Beitrag der HWK versprach er jeder beteiligten Kita einen Satz an kindgeeigneten Werkzeugen. Ein großer Teil dieser Grundausstattung sei bereits zusammengestellt worden, jedoch seien einige Werkzeuge noch nicht eingetroffen, sodass die Übergabe der kompletten Kisten verschoben werden musste.

Bildtext:
Wer will fleißige Handwerker sehen? Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Heinz-Gert Schlenkermann fühlt sich inmitten der kleinen Nachwuchshandwerker pudelwohl.

Foto:
Hermann Pentermann
Autor:
jod


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