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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Makler-Meinungen zum Neumarkt-Center
Zwischenüberschrift:
Lührmann: Es kann gelingen
 
Comfort: Es ist gefährlich
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Debatte um das geplante Einkaufszentrum am Neumarkt wird in der Immobilienbranche aufmerksam verfolgt.

Zwei renommierte Maklerbüros haben jetzt Stellung bezogen: Die Comfort-Gruppe mit Hauptsitz in Düsseldorf beurteilt die Pläne skeptisch und warnt davor, das " Gesamtkunstwerk" der Osnabrücker Innenstadt in Gefahr zu bringen. Das Maklerhaus Lührmann sieht dagegen die Chance, das starke Dreieck Nikolaiort, Kamp-Promende, Neumarkt weiter zu profilieren.

Der Stadtrat hat im März mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP, UWG und Piraten die maximale Größe des Centers auf 21 500 Quadratmeter Verkaufsfläche festgelegt. Hinzu kommen etwa 3000 qm für Gastronomie und Dienstleistungen. Zum Vergleich: L+ T verfügt über knapp 20 000 qm Verkaufsfläche. Das Parkhaus des künftigen Centers soll maximal 350 Stellplätze bieten.

Der Projektentwickler und Centerbetreiber mfi aus Essen hatte ein größeres Center und ein doppelt so großes Parkhaus angepeilt. Die CDU wollte maximal 15 500 qm Verkaufsfläche.

Das Unternehmen Lührmann hat seinen Ursprung in Osnabrück. Die sechs unabhängigen Gesellschaften von Lührmann in Hamburg, Berlin, Osnabrück, Düsseldorf, Frankfurt und München operieren in den umsatzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands.

Die Comfort-Gruppe ist seit ihrer Gründung 1979 auf die Vermittlung von Geschäftshäusern in 1 A-Lagen spezialisiert. Sie bietet außerdem Parkhaus- und Centermanagement an. Hauptsitz ist Düsseldorf. Weitere Büros: Berlin, Hamburg, Leipzig, München.

Lesen Sie die Stellungnahmen dieser Unternehmen in dieser Ausgabe.

Bildtext:
Ein " Gesamtkunstwerk": So beurteilt das Makler-Unternehmen Comfort die Osnabrücker Innenstadt.

Foto:
Klaus Lindemann

Osnabrück. Das Einkaufscenter werde das Gesicht der Innenstadt " massiv verändern", heißt es im den " Citynews" von Lührmann, die kommende Woche erscheinen. Und das durchaus zum Guten, wie Thomas Weking, Geschäftsführer bei Lührmann in Osnabrück, erklärt: Die Ansiedlung könne gelingen.
Allen voran werde dem " architektonischen Schandfleck Neumarkt" ein Ende gesetzt und die gesamte Platzsituation verändert. Das Ende der Wöhrl-Ruine werde der Innenstadt guttun, allerdings auch Folgen für die Einkaufslagen mit sich bringen, meint Weking. So wird die Altstadt durch das Center nach seiner Meinung " zum Auslaufmodell". Der Einzelhandel habe hier wenig Zukunft. Weking: " Die Geschäfte spielen sich künftig hauptsächlich innerhalb der Triangel Nikolaiort, Kamp-Promenade und Neumarkt ab.
Diese Profilschärfung könne jedoch auch ihr Gutes haben. Mit der Entwicklung des ehemaligen Woolworth-Standorts gewinne die 1A-Lage einen weiteren Magneten, der den Rundlauf stützen werde und neben dem Platzhirsch L+ T zukünftig für genügend Austausch zwischen der gewachsenen Innenstadtlage und dem neuen Center sorge. " Mit etwas Glück präsentiert sich Osnabrücks Einzelhandel damit in Zukunft straffer und komprimierter", erklärt der Lührmann-Geschäftsführer. Und weiter: " Wenn die Stadt es auch dann noch schafft, weiterhin genügend Kaufkraft von außerhalb zu generieren, kann die Ansiedlung gelingen." Damit steht Weking in Widerspruch zum Firmengründer Dirk Lührmann, der zu den entschiedensten Center-Kritikern zählt.
Unabhängig von der Center-Diskussion, bescheinigt der Lührmann-Marktbericht der Innenstadt eine gute Entwicklung. Die Große Straße und das anschließende direkte Umfeld hätten sich als " individuelles Herz der City" etabliert. Weking: " Der auffallend abwechslungsreiche Branchenmix aus beliebten Filialunternehmen, kleinen Boutiquen und alteingesessenen Einzelhändlern mit treuer Stammkundschaft sorgen für ein angenehmes Einkaufserlebnis, mit bestem Ruf bis in die Niederlande."
Diese positive Entwicklung sei durch eine effektive Pflege des Innenstadtbildes und Schaffung genügender Parkmöglichkeiten erreicht worden. Auch die " behutsam entwickelten Projekte wie die Kamp-Promenade oder der attraktive Umbau von L+ T mit seiner Markthalle" erwiesen sich als Frequenzbringer, die für eine steigende Popularität der Innenstadt sorgten und " von einer sinnvollen Stadtentwicklung zeugen".

Lührmann

Das Unternehmen Lührmann hat seinen Ursprung in Osnabrück. Die sechs unabhängigen Gesellschaften von Lührmann in Hamburg, Berlin, Osnabrück, Düsseldorf, Frankfurt und München operieren in den umsatzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands.

Osnabrück. Die Experten der Düsseldorfer Maklerfirma Comfort sehen das " derzeit hervorragend funktionierende Gesamtkunstwerk der Innenstadt Osnabrücks" durch eine Centeransiedlung " akut gefährdet".
Im Comfort-Städtereport heißt es, die Auswirkungen auf die Top-1A-Lage Große Straße bliebe wohl " in einem verträglichen Rahmen". Es sei jedoch abzuwarten, wie die Struktur des Centers geplant und wie der Neumarkt als Verbindung zur Großen Straße eingebunden werde.
Für die Randlagen der Fußgängerzone (Georgstraße/ Nikolaiort/ Neumarkt-Carree) sieht Jürgen Kreutz, Geschäftsführer der Comfort Düsseldorf GmbH, die Entwicklung jedoch als " sehr kritisch". Es sei zu befürchten, dass der Branchenmix des Centers die Innenstadt nicht bereichern, sondern kopieren werde. In diesem Fall werde auch ein Großteil der Umsätze des Centers aus der unmittelbaren Nähe aufgesogen. Daher, so Kreutz, sei es nachvollziehbar, dass es nicht wenige Osnabrücker Bürger und insbesondere Kaufleute gebe, die sich gegen ein neues Center engagierten. Im Sinne einer langfristig prosperierenden Innenstadt sei den Bürgern dieser Erfolg zu wünschen, so Kreutz.
Die gute Entwicklung der Osnabrücker Innenstadt spiegelt sich nach Comfort-Angaben in den Mieten. In der 1A-Lage Große Straße zwischen Neumarkt und Nikolaiort liege die durchschnittliche Miete für eine Ladenfläche von 80 bis 120 Quadratmetern bei 95 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Jahr 2010 stieg der Mietzins damit um 5, 6 Prozent an. Innerhalb der letzten fünf Jahre kletterten die Mieten um 23, 4 Prozent. Im Vergleich: Im Durchschnitt der regelmäßig von Comfort untersuchten 170 Städte stiegen die Mieten im gleichen Zeitraum nur um 11, 9 Prozent an.
Ein deutliches Indiz für die Attraktivität der Einkaufsstadt Osnabrück, sagt Comfort-Chef Jürgen Kruetz. Aufgrund der hohen Nachfrage der Filialisten besonders nach mittleren und großen Verkaufsflächen, die das Angebot an verfügbaren Ladenlokalen bei Weitem übertreffe zähle Osnabrück im Ranking der Mietpreise zu den " Top 5" der Mittelstädte in Deutschland.
" Der aktuelle Grad der Filialisierung in der Top-1A-Lage beträgt etwa 90 Prozent. Gleichzeitig hat es nur wenige Wechsel der Mieter in dieser Lage gegeben", berichtet Kreutz. Auch das kennzeichne die besondere Attraktivität des Standortes. Daher, so Kreutz weiter, sei die Aussicht für die 1A-Lage auch weiter positiv und das Mietniveau leicht ansteigend.

Comfort

Die Comfort-Gruppe ist seit ihrer Gründung 1979 auf die Vermittlung von Geschäftshäusern in 1 A-Lagen spezialisiert. Sie bietet außerdem Parkhaus- und Centermanagement an. Hauptsitz ist Düsseldorf. Weitere Büros: Berlin, Hamburg, Leipzig, München
Autor:
Wilfried Hinrichs


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