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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grünes Band quer durch die Kaserne.
Zwischenüberschrift:
Erster Spatenstich für Park am Hafen – Kosten sinken auf 550 000 Euro.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Links Kaffee Partner, rechts die Landesbehörden und dazwischen ein Park: Gestern haben offiziell die Bauarbeiten für den Grünzug begonnen, der sich quer durch die ehemalige Winkelhausen-Kaserne am Hafen ziehen und die einst verbotene Stadt zweiteilen wird.
550 000 Euro werden auf dem früheren Kasernenhof in den kommenden Wochen und Monaten verbuddelt. Gut angelegtes Geld, wie Oberbürgermeister Boris Pistorius gestern betonte, bevor er den Spaten symbolisch in den Sandboden an der Römereschstraße stieß. Zwei Drittel der Kosten tragen Bund und Land mit dem Förderprogramm Stadtumbau West, ein Drittel übernimmt die Stadt. Ursprünglich waren Kosten von 900 000 Euro kalkuliert worden.
Die Kaserne sei seit den Dreißigerjahren für die Osnabrücker ein verbotenes Gebiet gewesen, sagte Pistorius. Nach dem Abzug der Briten habe sich innerhalb von fünf Jahren auf diesem Gelände ein atemberaubender Wandel vollzogen, am deutlichsten sichtbar an der neuen Firmen-Zentrale von Kaffee Partner.
Direkt neben dem kunstvollen Büro- und Logistikzentrum von Kaffee Partner beginnt der künftige Grünzug, der auf einer Breite von 20 bis 40 Metern den gewerblichen vom amtlichen Teil des ehemaligen Sperrgebietes trennt. In die einstigen Mannschaftsquartiere (an der Netter Heide) werden das Finanzamt und die Polizei einziehen, im wassernahen, östlichen Teil entwickelt sich ein Gewerbe- und Logistikschwerpunkt.
Und dazwischen das 750 Meter lange grüne Band von der Römereschstraße bis zum Fürstenauer Weg. Es schließt die Grün-Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Piesberg, sodass Radfahrer und Fußgänger in Zukunft fast verkehrsfrei den Landschaftspark Piesberg erreichen können.
Die Pläne für den Park stammen vom Büro für Landschaftsarchitektur Häfner/ Jimenez aus Berlin, das den städtebaulichen Realisierungswettbewerb gewonnen hatte. Gleichsam als Verlängerung der Hornburger Allee sollen Eichen, Birken und Lärchen die Wege säumen. Geplant sind ein geradliniger, asphaltierter Radweg und ein wassergebundener Fußweg, der sich im Zickzack durch die Langgraswiesen und Rasenflächen ziehen soll. Die Landschaft werde " talartig" gestaltet, erklärte Franz Schürings, Leiter des Fachbereichs Städtebau. In den Mulden soll sich das Regenwasser sammeln und versickern. An den Wegekreuzungen werden " Friedensstelen" vom Osnabrücker Stahl-Künstler Volker-Johannes Trieb aufgestellt. Das Gelände gehört der Stadtwerke-Tochter Esos-Energieservice.
Als weniger dramatisch haben sich die Altlasten aus dem Krieg entpuppt. Im Herbst waren bei Abrissarbeiten Kriegsschrott und Munition zutage getreten. Zwischen Koppelschnallen und Stahlhelmen waren auch Reste von Handgranaten gefunden worden. Die Planer befürchteten im ersten Schreck eine teure Entsorgung, deren Kosten sie auf bis zu 900 000 Euro schätzten. Das hat sich nicht bestätig. Die tatsächlichen Kosten seien noch nicht bekannt, sagte Schürings.

Bildtexte:
Eine grüne Achse wird die ehemalige Winkelhausen-Kaserne am Hafen in Zukunft teilen und die Innenstadt mit dem Piesberg verbinden.

Erster Spatenstich: (von links) Andreas Ost (Kaffee Partner), Richard Bitter (Staatliches Baumanagement), Manfred Hülsmann (Stadtwerke-Chef), OB Boris Pistorius und die Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen.

Grafik:
Häfner/ Jimenez
Foto:
Michael Hehmann
Autor:
Wilfried Hinrichs


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