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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Darauf fahren auch Osnabrücker ab
Zwischenüberschrift:
Die Heimatstadt neu entdecken – Führungen auf dem Elektroroller, im Nostalgiebus oder zu Fuß
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Wer Osnabrück von oben kennenlernen will, muss nicht auf jeden Kirchturm steigen. Schon die Stadtführung im historischen Doppeldecker bietet eine neue Perspektive auch für Einheimische. Unsere Stadt lässt sich zu Fuß, mit dem Bus, auf dem Rad oder mit dem Segway-Roller erkunden. Wir haben es ausprobiert.
Eine ganz besondere Art, Osnabrück kennenzulernen, ist die Stadtführung mit dem Segway, einem hochmodernen Elektroroller. Die Firma Road Runner am Bahnhof hat ein halbes Dutzend Segway-Touren im Angebot.
Die Wahl fällt auf die Neustadt-Führung. Vorher müssen wir uns aber noch einen Lehrfilm darüber anschauen, auf wie viele Arten man mit dem Segway einen Unfall bauen kann. Mancher steigt danach vielleicht etwas gehemmt auf den Elektroroller. Doch dafür gibt es keinen Grund. Wer sich an die Anweisungen hält, der fällt nicht herunter. Bevor es losgeht, wird außerdem so lange geübt, bis sich jeder sicher fühlt. Nach vorne lehnen und man fährt vorwärts, Hintern raus und man bremst, zum Richtungswechsel dreht man am Lenker. Alles ganz intuitiv. " Ihr steigt erst wieder von dem Segway ab, wenn wir die Tour beendet haben", sagt Thomas Grage, unser Fahrlehrer und Stadtführer.
Dass man vom Segway nicht absteigen muss, ist sein großer Vorteil. Mit Tempo 20 kommt man so viel rum wie mit dem Fahrrad. Anhalten, Absteigen und Abstellen aber entfallen. Dafür ist eine Segway-Tour deutlich teurer, die Stadtrundfahrten kosten 45 Euro. Für den Preis hat man auf dem Roller aber auch eine Menge Spaß.
Mit Thomas Grage und Road-Runner-Geschäftsführerin Kerstin Reu fahren wir durch die Neustadt. Johanniskirche, Schloss, Ledenhof, Katharinenkirche, später geht es noch durch die Wüste und über einen Teil des Haseuferweges. Das Wetter ist toll, doch als gegen Abend die Sonne verschwindet, wird es frisch auf dem Roller. " Man hat den Fahrtwind und bewegt sich nicht, da friert man natürlich schneller", sagt Kerstin Reu. Trotzdem bietet Road Runner ganzjährig die Touren an.
Der Bus schaukelt
Wir steigen um auf den Bus. Doch vor der Rundfahrt zunächst eine Reisewarnung: Wem sofort übel wird, wenn es leicht hin- und herschaukelt, der sollte sich die Stadtführung im alten Doppeldecker schenken. Man kann zwar auch im Untergeschoss Platz nehmen, dort fehlt aber der Überblick, der die Bustour auch für alte Osnabrücker so interessant macht.
" Soo, wir dürfen unter der Brücke am Nonnenpfad durchfahren", sagt Stadtführer Carsten Niemeyer durchs Mikrofon. " Keine Angst, da wird nichts abrasiert."
Viel fehlt allerdings nicht. Fast möchte man als Fahrgast den Kopf einziehen.
Osnabrück aus dem Obergeschoss des 30 Jahre alten Doppeldeckers zu betrachten hat tatsächlich einen besonderen Reiz. Die Sicht aus der ersten Etage ist eine spürbar andere. Und die scheinbar vertraute Stadt sieht plötzlich ganz anders aus.
Ab heute zieht der Traditionsbus wieder seine Runden. Gäste können auf vier Rundfahrten die Stadt erkunden. Der Standard ist die Osnabrück-Tour, sie dauert drei Stunden und beginnt jeden Samstag um 14 Uhr. Diese große Tour nimmt zum Beispiel den Westerberg, Schölerberg und sogar den Gertrudenberg mit.
Über den fahren wir gerade, und der Busfahrer muss ganz schön kurbeln, damit er um die engen Kurven kommt. Carsten Niemeyer sagt durchs Mikro, viele Osnabrücker hätten immer noch Berührungsängste mit dem Gertrudenberg. Irrenanstalt und so, man kenne das ja. Wer diese Berührungsängste tatsächlich verspürt, bekommt hier noch eine Reisewarnung. Auf der großen Osnabrück-Tour ist auf dem Gertrudenberg ein Stopp mit Geh- und Kaffeepause vorgesehen. Stoßen Sie sich bitte nicht den Kopf, wenn Sie den Doppeldecker verlassen! Das ist mir nämlich passiert und tat für einen Augenblick wirklich weh.
Auch Renate Frankenberg vertritt sich kurz die Beine. Ihre Firma Zeitseeing organisiert die Fahrten im Traditionsbus. Grundsätzlich, sagt sie, biete sich die Bustour vor allem an Regentagen an: " Wenn das Wetter entsprechend ist, sollte das jeder mal ausprobieren, der am Samstagnachmittag rauswill."
Nach etwas mehr als einer Stunde kommen wir nach dieser Schnuppertour wieder an der Haltestelle Lortzing Straße an. Die Fahrgäste, allesamt Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter, sind bei aller professionellen Distanz ziemlich begeistert. Und trotz des leichten Schaukelns ist auch niemandem übel geworden.
Wer Osnabrück lieber auf herkömmliche Weise entdecken will, findet bei StadtLand Führungen viele Angebote. Für geführte Radtouren ist das Unternehmen der Anbieter in Osnabrück. " Die Radtour ist für mich eigentlich die beste Art, eine Stadt zu entdecken", sagt Geschäftsführer Detlev Götting. " Zu Fuß erlebt man die Stadt aber intensiver. Sie gucken sich die Sehenswürdigkeiten einfach genauer an."
Mit welchem Verkehrsmittel oder Begleitprogramm, ob im Sommer oder im Winter: Osnabrück lässt sich auf ungeheuer viele Arten entdecken. Und übrigens: Der Gertrudenberg ist wirklich schön und immer einen Ausflug wert.

Bildtexte:
Modern mit dem Segway: Road-Runner-Geschäftsführerin Kerstin Reu (vorn rechts) und Stadtführer Thomas Grage (hinten rechts) führen ihre Kunden durch das Schloss-Portal.
Klassisch mit dem Bus: Auch die Zentrale von Kaffee Partner an der Römereschstraße liegt auf der Route des Nostalgiebusses.

Foto:
Klaus Lindemann, Elvira Parton

Stadtführungen

Die Anbieter in alphabetischer Reihenfolge.

cache4you:

Beim Geocaching sucht man anhand von Koordinaten und mithilfe eines Navigationsgerätes einen frei zugänglichen Schatz. Cache4you bietet nun sogar mit Geocaching kombinierte Stadterkundungen an.

www.cache4you.de

Telefon: 05 41/ 4 70 53 74

Die Ostwestfalen:

Selbst die Nachbarregion aus NRW scheint von Osnabrück derart fasziniert zu sein, dass sie hier Führungen anbietet. Bei " Die Ostwestfalen" kann man Stadterkundungen zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem Bus buchen.

www.die-ostwestfalen.de Telefon: 0 52 42/ 40 06 23

k3:

k3 ist eine Münsteraner Firma, die Führungen in verschiedenen Städten anbietet. Die Touren durch Osnabrück (zum Beispiel ein Wasserspiele-Rundgang) finden zu Fuß statt. Rundgänge müssen individuell gebucht werden.

www.stadtfuehrungen-in-osnabrueck.de

Telefon: 05 41/ 3 85 99 35

Road Runner:

Road Runner hat ein halbes Dutzend Führungen im Angebot, alle mit dem Segway-Roller. Auf der " Spaßtour" durch den Hasepark geht es beispielsweise um Geschicklichkeit. Da die Internetseite noch aktualisiert wird, finden sich dort zurzeit nicht alle Touren.

www.osna-road-runner.de

Telefon: 05 41/ 3 57 44 01

Stadtführergilde:

Die Stadtführergilde Osnabrück ist ein Verein, der individuelle Führungen zu Fuß anbietet. Darunter zum Beispiel eine Tour, bei der die Teilnehmer in der Altstadt die Herkunft verschiedener Sprichwörter und Redewendungen entdecken.

www.stadtfuehrergilde-osnabrück.de

Telefon: 05 41/ 4 06 74 73

Stadt-Land-Führungen:

Zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus, auf Plattdeutsch oder Niederländisch, öffentliche oder individuelle Termine : Bei StadtLand-Führungen ist fast alles möglich. Vor allem das Angebot für Fahrradtouren ist sehr groß, darunter ganz spezielle Erkundungen wie " Ohne Ampel durch die Stadt".

www.osnabrueck-fuehrungen.de

Telefon: 05 41/ 2 02 99 72

Stadtspieler:

Osnabrücks Geschichte, dargestellt in einer szenischen Stadtführung das bieten die Stadtspieler. Auf der Internetseite können die Termine eingesehen werden, Sonderführungen sind nach Absprache möglich.

www.stadtspieler-os.de Telefon: 05 41/ 5 17 75

Zeitseeing:

Zeitseeing bietet eine große Auswahl an Stadtführungen zu Fuß, dazu kommen vier verschiedene Stadtrundfahrten mit dem Traditionsbus. Die erfolgreichste Tour ist der Nachtwächterrundgang, hier folgt man für zweieinhalb Stunden dem verkleideten Stadtführer mit seiner Laterne. Neben öffentlichen Führungen sind auch individuelle Touren möglich.

www.osnabrueck-stadt fuehrungen.de

Telefon: 05 41/ 7 50 23 40
Autor:
Hendrik Steinkuhl


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