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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wer kennt diesen herrlichen Ausblick?
Zwischenüberschrift:
Erinnerungen an Fahrlehrerin Paula Heidemann
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Auf die Spur einer ungewöhnlichen Frau hat uns das Foto der unbekannten Fahrlehrerin geführt. Ihr Name: Paula Heidemann.
" Frau Heidemann war eine stattliche und […] resolute Dame, die als Fahrlehrerin durchaus ihren Mann stand′." So beschreibt Wilfried Wilker die Frau, bei der er 1964 Fahrunterricht nahm. Verwandte, ehemalige Nachbarn und frühere Fahrschülerinnen und Fahrschüler erinnern sich noch heute an die " kompakte", " energische", " mutige", " selbstsichere", aber auch " fürsorgliche" Persönlichkeit. Diese Charaktereigenschaften kamen ihr auf ihrem ungewöhnlichen Lebensweg zugute, der sie von einem typischen Frauenberuf in einen Beruf führte, in dem vor ihr nur Männer arbeiteten. Dazu schreibt Stefan Middelberg: " Frau Heidemann war in den frühen 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Hausdame in unserer achtköpfigen Familie an der Wachsbleiche und hatte sechs nicht ganz pflegeleichte Bengel zu bändigen. Das scheint ihr ganz gut gelungen zu sein. Später nahm sie ihren ganzen Mut zusammen, um in die Männerdomäne der Fahrlehrer vorzudringen, was ihr mit Überwindung der ihr gelegten Fußangeln gelang."
Und Brigitte Köppen-Börs ergänzt: " Diese Dame ist Frau Paula Heidemann, eine Cousine meiner Großmutter. [...] Sie legte 1956 ihre Prüfung als erste deutsche Fahrlehrerin in Bielefeld ab und hat sich danach sofort in Osnabrück selbstständig gemacht."
" Meine 91-jährige Mutter Hilde Honings hat ihre damalige Freundin und Nachbarin sofort auf dem Foto wiedererkannt", schreibt Anne Krefft. " Auch ich […] kenne Paula Heidemann, da sie mir 1967 das Fahren beigebracht hat. Die Schulungsabende fanden statt an der Hansastraße 19, dem Nachbarhaus meiner Eltern. [...] Meine Eltern übernahmen damals oft den Hund von Paula Heidemann, da er sonst wegen der vielen Fahrstunden zu lange allein in der Wohnung gewesen wäre. Nach bestandener Führerscheinprüfung habe ich für Paula Heidemann als Taxifahrerin fungiert. Mit ihrem Wagen fuhr ich die Führerscheinanwärter [...] zu einem zweiten Übungsraum an der Lerchenstraße."
Aber nicht nur eine Fahrlehrerin war in den 1950er- und 1960er-Jahren ungewöhnlich, auch eine Frau am Steuer. Eine ehemalige Fahrschülerin Paula Heidemanns erzählt, dass die Leute damals staunten, wenn sie eine Frau hinter dem Lenkrad entdeckten. Fahrstunden konnten früher auch schon mal zu einem Ausflug werden, erinnert sich unsere Leserin. Die Fahrschüler fuhren dann bis nach Bielefeld oder Bad Iburg. Dort wurde dann Kaffee getrunken, bevor die jungen Damen und Herren die Rückfahrt antraten. Schulungsfahrzeug war damals ein Opel Rekord mit Lenkradschaltung.
Eleonore Tewes beschreibt ihre Fahrlehrerin als sehr fürsorglich. Da sie nur 160 Zentimeter groß war und sich die Sitze im Fahrschulwagen nicht verstellen ließen, legte ihr Paula Heidemann Kissen auf den Sitz und hinter den Rücken. Eleonore Tewes wollte eigentlich gar nicht den Führerschein machen. Aber ihr Vater, der eine Gärtnerei besaß, wollte, dass seine Tochter auch den Lieferwagen fahren konnte. Heute kann sie sich ein Leben ohne Auto nicht mehr vorstellen.
Das neue historische Foto zeigt eine Stadtansicht von Osnabrück. Das Foto müsste vom Westerberg mit Blick über den Hafen in Richtung Piesberg aufgenommen worden sein. Aber wo genau? Erkennen Sie das Gebäude am unteren Bildrand oder den kleinen Turm darüber?

Ihre Hinweise auf
www.os-nachbarn.de; dort finden Sie auch weitere Erinnerungen an die Lieneschweg- und Elisabethschule sowie ein altes Foto der Elisabethschule.

Bildtexte:
Ein ungewöhnlicher Blick vom Westerberg: stattliche Wohngebäude, ein markantes Türmchen und ein lang gestrecktes Gebäude, das an ein Lagerhaus oder eine Fabrik erinnert. Wissen Sie, wann und wo genau das Bild entstand?
Paula Heidemann hat sich als Fahrlehrerin hohes Ansehen erworben.

Fotos:
Archiv
Autor:
Frank Riehemann


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