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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Renaissance der Stadtbahnen.
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Werner Lühring " Für den Obus gibt es viele Argumente" (Ausgabe vom 9. März) mit Bezug auf den Artikel " Gehört dem Oberleitungsbus die Zukunft?" (Ausgabe vom 11. Februar).

" Herr Lühring scheint sich wohl noch in Zeiten des Kalten Krieges zu befinden, wenn er den Befürwortern einer Stadtbahn sozialistische Gesinnung vorwirft!

Es ist im Interesse aller Bürger der Stadt und des Umlandes, die gesetzlichen Fördervorschriften in Anspruch zu nehmen, um langfristig die Anbindung an die Stadt zu verbessern und damit mehr Lebensqualität für alle zu erreichen. Sonst könnte ja wohl auch kein Autofahrer mehr öffentlich finanzierte Straßen benutzen.

Es geht auch nicht darum, möglichst viele öffentliche Gelder abzugreifen, sondern langfristig ein günstiges, langlebigeres und leistungsfähigeres Nahverkehrssystem zur Verfügung zu stellen. Dies ist eindeutig die Stadtbahn.

Hier spart der Steuerzahler auf mittlere Sicht Kosten, da Bahnen 30 Jahre und länger zuverlässig und energiesparend ihren Dienst versehen, während jede Art von Bus viel früher durch Neuanschaffungen ersetzt oder aufwendig und teuer gewartet werden muss.

Auch beim angeblich durch Stadtbahnen erzeugten Elektrosmog sprechen die Vorteile für die Bahn und gegen den Obus. Ein Obus wird von zwei Leitungen gespeist. Dies führt zu einem starken Magnetfeld. Bei der Bahn wird Strom von oben zugeführt als Minusleitung dient die Schiene. Die Motoren sind deutlich kleiner als beim Obus und gegen Elektrosmog gekapselt. Da in jedem Wagen ein relativ kleiner Motor ist, kann die Bahn auch weiterfahren, falls ein Antriebsaggregat ausfällt. [...]

Bei den Kosten ist festzuhalten, dass ein Obus auf eigener Spur, damit er nicht im Verkehr stecken bleibt, fast genauso viel kostet wie eine Bahn. Ein Betrieb auch auf DB-Gleisen ist vorläufig nicht vorgesehen. Sonst wäre überhaupt nicht zu erklären, warum in vielen deutschen Städten und auch international eine Renaissance der Stadtbahnen zu beobachten ist. Dem entgegen hat sich der Obus kaum durchgesetzt. Nur noch vier deutsche Städte haben so ein Verkehrsmittel. Unterm Strich bietet die Bahn ebenfalls eine deutliche höhere Verkehrs- und Betriebssicherheit. Wenn so ein Bus oder auch ein Bus mit Gas- oder Hybridantrieb in Zukunft technisch ausgereift sein sollte, kann er durchaus als Ergänzung zu einer Stadtbahn in Osnabrück dienen."
Autor:
Stefan van Lente


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