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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Grundschul-Eltern: Entscheidung vertagen.
Zwischenüberschrift:
Kritik an geplanter Zusammenlegung von Overberg- und Kreuzschule.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Eltern der Kinder auf der Overberg- und der Kreuzschule wehren sich gegen Pläne der rot-grünen Ratsmehrheit, beide Schulen am Standort der Teutoburger Schule zusammenzulegen. Heute berät darüber der Schulausschuss.

Während die Eltern der Kreuzschüler die Vorschläge als " Haudrauf-Politik mit der Brechstange" komplett ablehnen und den Erhalt im Stadtteil Schinkel fordern, sprechen sich die Elternvertreter der Overbergschule für eine Vertagung der Entscheidung aus. Zunächst einmal müsste alles mit den Eltern diskutiert werden, sagten , der zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises Grundschulenentwicklungsplanung im Stadtelternrat ist.

Nach ihrer Ansicht würde die Zusammenlegung beider Bekenntnisschulen an der Teutoburger Straße für die Schinkeler Stüveschule nicht die erforderliche Entlastung bringen. Im Gegenteil, betonten sie im Gespräch mit unserer Zeitung: Da nicht anzunehmen sei, dass die Eltern ihre Kinder auf einen 3, 4 Kilometer langen Schulweg schickten, würde sich die Situation sogar verschärfen.

Zudem verliere der multikulturelle Stadtteil Schinkel mit der Verlegung der Kreuzschule " eine tragende Säule des integrativen Miteinanders", heißt es in einer Stellungnahme der Kreuzschul-Elternschaft. Werde die Kreuzschule verlegt, würden Familien, die es sich finanziell leisten können, den Stadtteil verlassen. Ein " Getto-Schinkel" könne nicht das Ziel gesellschafts- und städtebaulicher Entwicklung sein.

Sinnvoller wäre es nach Ansicht der beiden Elternsprecher, die Backhausschule an der Hackländerstraße zu reaktivieren. Die derzeit dort untergebrachten Klassen der Berufsbildenden Schulen am Pottgraben könnten zur Teutoburger Schule wechseln.

Die Elternschaften beider Schulen zweifeln zudem die von Rot-Grün angegebenen Kosten an. Die mit einer Zusammenlegung verbundenen Ausgaben müssten gerade in Anbetracht der angespannten Haushaltslage sorgfältig überprüft werden, heißt es aus der Kreuzschule.

Eine Renovierung der 1800 Quadratmeter großen Overbergschule kann nach Berechnungen der Overberg schulelternschaft nicht die angegeben fünf Millionen Euro kosten. Realistischer seien in diesem Fall höchstens zwei Millionen Euro inklusive Anbauten für zwei Horträume. Damit wäre eine Instandsetzung der Overbergschule nach ihrer Ansicht preiswerter als die Renovierung der Anfang des vorigen Jahrhunderts errichteten Lehranstalt an der Teutoburger Straße. Dort gebe es nicht einmal eine Aula für die Gemeinschaftsaktionen der Schule. Die Sporthalle sei nur halb so groß wie die Aula der Overbergschule.

Alle Pläne müssten noch einmal auf den Prüfstand, fordern die Eltern. Zugleich bieten sie ihre " konstruktive Zusammenarbeit" an, um zusammen und möglichst schnell zu einer Lösung zu kommen.

Bildtext:
Zankapfel Teutoburger Schule: Die Eltern von Overberg- und Kreuzschule wehren sich gegen die von der rot-grünen Ratsmehrheit geplante Zusammenlegung am Standort Teutoburger Straße.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Ulrike Schmidt


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