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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schule will keinen Atomstrom mehr.
Zwischenüberschrift:
Energiewende in der Gesamtschule Schinkel – Auch Diesterwegschule macht mit.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Am 1. April steigt die Gesamtschule Schinkel (GSS) um auf Naturstrom. Die benachbarte Diesterwegschule zieht mit, sie hängt am selben Zähler. Den höheren Preis für Strom aus Wasserkraft haben Schüler, Eltern und Lehrer durch Spenden zusammengetragen.

" Als UNESCO-Schule sind wir zur Nachhaltigkeit verpflichtet", erklärte GSS-Schulleiterin Hildegard Grewe in einem Pressegespräch. Ihre Schule trage deshalb den Atomausstieg mit und wolle auch selbst keinen Atomstrom mehr verbrauchen. Die Initiative kam von Thomas Polewsky und Monika Ahlrichs, zwei Lehrern der Gesamtschule.

Dass umweltfreundlich erzeugter Strom teurer ist, hat bei Schülern, Eltern und Lehrern für Diskussionen gesorgt. Bei einem Jahresverbrauch von 580 000 Kilowattstunden werden Mehrkosten von 7200 Euro kalkuliert.

Schnell waren sich alle Beteiligten einig, dass sie dieses Geld aus eigener Kraft aufbringen wollten. Monatelang liefen Aktionen vom Waffelbacken bis zum Spendensammeln. Als die Piratenpartei im Februar ihren Landesparteitag in der Gesamtschule veranstaltete, sammelten die Teilnehmer 500 Euro für die schulinterne Energiewende.

Am 1. April ist es so weit. Den Naturstrom liefern die Stadtwerke, die ihn von einem österreichischen Wasserkraftwerk beziehen. Jetzt will die Gesamtschule in den zweiten Gang schalten und das Energiesparen voranbringen. Schon seit 20 Jahren gibt es Anstrengungen, den Bedarf an Raumwärme und Elektrizität zu reduzieren. Bewegungsmelder für die Beleuchtung wurden montiert, die Heizung bekam eine spezielle Steuerung, eine Fotovoltaikanlage liefert Strom.

Schulleiterin Hildegard Grewe ist überzeugt, dass es mit technischen Verbesserungen allein nicht getan ist. Es gehe vor allem darum, die Schüler mitzunehmen. Und sie weiß, dass diese Aufgabe nie erledigt ist, sondern immer wieder lebendig erhalten werden muss. Ihre Botschaft lautet deshalb: " Energiesparen ist cool." Der Funke ist auch auf die benachbarte Diesterwegschule übergesprungen. Zurzeit nimmt die Grundschule am europäischen Comenius-Projekt teil, das dem Thema " Erneuerbare Energie" gewidmet ist. Viele Familien beteiligten sich sehr engagiert an der Aktion, berichtete Daniela Dandrea von der Diesterwegschule im Pressegespräch.

Beide Schulen, an denen zusammen 1900 Schüler unterrichtet werden, haben sich einstweilen für zwei Jahre zur Abnahme des Naturstroms verpflichtet. " Wir spekulieren darauf, dass der Stadtrat sagt: Alle städtischen Liegenschaften werden mit grünem Strom versorgt", erklärte Polewsky.

Bildtext:
Erst der Atom-Ausstieg und jetzt Stufe 2: Die Gesamtschule will auch konsequenter Energie sparen.

Foto:
Egmont Seiler
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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