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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Inhalt:
Überschrift:
Wie die Wasserkosten Verwirrung stiften
Zwischenüberschrift:
Große Preisunterschiede: Warum ist der Wasserverband Hümmling am günstigsten und Osnabrück so teuer?
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Das System der Wasserversorgung in Deutschland ist komplex: Versorger wie der Wasserverband Hümmling sind nicht nur für das Trinkwasser in Papenburg zuständig, sondern für einen Großteil des nördlichen Emslandes. Andere wie der Wasserbeschaffungsverband Altenhagen versorgen hingegen nur einen Ortsteil in diesem Fall Hagen-Obermark.

Und es wird noch komplizierter: Manche Wasserversorger sind gleichzeitig für die Schmutz- und Regenwasserentsorgung zuständig das ist etwa bei den Osnabrücker Stadtwerken der Fall. In anderen Orten kümmern sich die Kommunen in Eigenregie um das Abwasser. Regenwassergebühren werden zudem von einigen emsländischen Kommunen gar nicht erst erhoben.

Osnabrück: Die Stadt Osnabrück ist Spitzenreiter bei den Trinkwasserpreisen. " Das liegt an der Größe unseres Gebiets", sagt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer. In drei Wasserwerken fördern die Stadtwerke das Frischwasser, außerdem unterhält das kommunale Unternehmen drei große Hochbehälter mit einem Speichervolumen von 25 000 Kubikmetern, so Hörmeyer.

Hagen: Wer in der Obermark lebt, zählt zu den Verbrauchern, die am wenigsten für ihr Wasser zahlen: Rund 210 Euro fallen hier jährlich an. Anders in der Niedermark: Dort sind es 43 Euro mehr. Die Abwassergebühren sind identisch, da überall die Gemeinde Hagen für die Entsorgung zuständig ist. Den Unterschied macht also allein das Trinkwasser. In der Obermark ist dafür der Wasserbeschaffungsverband Altenhagen zuständig, die Niedermark bezieht ihr Wasser vom Wasserwerk der Gemeinde. So kommt es, dass der Kubikmeter Trinkwasser in der Obermark 75 Cent kostet, in der Niedermark hingegen 96 Cent.

Meppen: Der innere Stadtkern wird von den Stadtwerken Meppen mit Trinkwasser versorgt, für die restlichen Ortsteile ist der Trink- und Abwasserverband (TAV) Bourtanger Moor zuständig. Zwar kostet der Kubikmeter überall dasselbe (72 Cent) trotzdem zahlen die Stadtbewohner am Ende des Jahres fast 40 Euro weniger. Grund ist die höhere Grundgebühr des TAV. " Die Stadtwerke Meppen unterhalten ein Versorgungsnetz in einem kleinen verdichteten Gebiet", sagt Hilke Kaersch, TAV-Geschäftsführerin. " Unser Versorgungsgebiet dagegen ist 1000 Quadratkilometer groß, dadurch kostet die gesamte Unterhaltung viel mehr", erklärt sie die höhere Grundgebühr.

Wasserverband Hümmling: Wie kommt es, dass der Verband die niedrigsten Preise erhebt? " Da müssen Sie die anderen fragen, warum die teurer sind", sagt Geschäftsführer Thomas Rakers. Sein Verband komme allerdings mit 28 Mitarbeitern für das 1200 Quadratkilometer große Versorgungsgebiet aus. " Viele Dienstleistungen vergeben wir extern", so Rakers.
Autor:
Sandra Dorn


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